B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Augsburg  / 
Klinikum Augsburg weist Vorwürfe scharf zurück
Anzeige
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Klinikum Augsburg

Klinikum Augsburg weist Vorwürfe scharf zurück

Das Klinikum Augsburg soll bis 2018 zur Uniklinik werden, Foto: Mailtosap (Sascha Pöschl)/wikimedia.commons

Das Klinikum Augsburg reagiert mit Offenheit und Transparenz auf die Vorwürfe eines ehemaligen Chefarztes. Dieser hatte dem medizinischen Großversorger ein Missmanagement auf Patientenkosten vorgeworfen.  Klinikumsvorstand und Verwaltung bezeichnen die Beschuldigungen als Halbwahrheiten.

von Kathrin Hansel, Online-Redaktion

Mit Offenheit und Transparenz reagiert das Klinikum Augsburg auf die aktuellen Vorwürfe, die derzeit in den Medien diskutiert werden. „Mir ist bewusst, dass wir das Vertrauen der Bürger in unser Haus stärken müssen und dass solche Berichte potenzielle Patienten verängstigen“, betonte Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen & Strategie im Klinikum Augsburg. Der ehemalige Chefarzt der Urologie, Dr. Rolf Harzmann, hatte sich Anfang der Woche kritisch gegenüber dem Klinikum Augsburg sowie den Verantwortlichen bei der Stadt Augsburg geäußert. Harzmann hatte der Einrichtung ein Missmanagement auf Kosten der Patienten vorgeworfen. Dazu zählten seinen Äußerungen nach unter anderem dauerhafter Personalmangel, eine nicht ausreichende Ausstattung mit Hilfsmitteln sowie Unzulänglichkeiten bei der Hygiene.

Versorgung auf universitärem Niveau im Klinikum Augsburg

„Unser Klinikum bietet medizinische Betreuung auf universitärem Niveau, das wurde uns zuletzt auch von der Expertenkommission des Wissenschaftsministeriums des Freistaates Bayern bestätigt, die zum Aufbau des Universitätsklinikum Augsburg eingerichtet wurde“, so Schmidtke weiter. Pflegevorständin des Klinikum Augsburg Susanne Arnold lobte das Pflegepersonal für seine hervorragenden Leistungen unter bisweilen erschwerten Bedingungen. Dies schlecht zu reden, sei unanständig. „Die Bürger in der Region können sicher sein, im Klinikum Augsburg medizinisch bestens versorgt so werden“, bekräftigte auch Prof. Michael Beyer, Ärztlicher Vorstand im Klinikum Augsburg.

Klinikum Augsburg macht aus seiner Lage kein Geheimnis

Dass die finanzielle Situation momentan nicht leicht ist, daraus macht das Klinikum Augsburg kein Geheimnis. Auch, dass 15 Ärzte des Klinikum Augsburg den Vorstand im Januar 2015 mit einer sogenannten Gefährdungsanzeige auf eine unzureichende personelle Besetzung und einen erhöhten Arbeitsanfall aufmerksam gemacht haben, bestätigt das Klinikum Augsburg. Der ärztliche Vorstand des Klinikum Augsburg habe bereits ein Bündel an Maßnahmen zu Verbesserung eingeleitet. Die Strukturen und Prozesse würden am Patienten ausgerichtet und nicht an der Ökonomie.

Alles andere als „Schwarze-Null-Mentalität“ im Klinikum Augsburg

Immer wieder sei bei den genannten Vorwürfen von einer „Schwarzen-Null-Mentalität“ die Rede, so Pflegevorständin Susanne Arnold. Dies entspreche jedoch nicht den Fakten, denn der Wirtschaftsplan 2015 des Klinikum Augsburg habe keine schwarze Null vorgesehen, sondern ein Betriebsergebnis in Höhe von 3,7 Millionen Euro im roten Bereich, das von allen drei Vorstandsbereichen – Ärzte, Pflege und Strategie & Finanzen – mitgetragen wurde. Der Verlust in Höhe von 3,7 Millionen Euro beinhalte auch Mittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro, die bereitgestellt wurden, um das Personal im Pflegebereich um 24 Vollkräfte sowie im Wirtschafts- und Versorgungsbereich um zehn Vollkräfte aufzustocken.

Mehr Personal im Klinikum Augsburg als anderswo

In diesem Zusammenhang verweist das Klinikum Augsburg auf seine Personalkostenquote – also die Kennziffer, die den Personalaufwand eines Unternehmens in Verhältnis zu dessen Umsatzerlösen setzt – in Höhe von knapp 68 Prozent. „Andere Krankenhäuser von einer vergleichbaren Größenordnung wie das Klinikum Augsburg erreichen bei der Personalkostenquote 65/66 Prozent“, betonte Oberbürgermeister Kurt Gribl, Vorsitzender des Verwaltungsrates. „Das Gutachten der Wirtschaftsprüfer Lohfert & Lohfert hat aufgezeigt, dass das Klinikum Augsburg mit dieser Benchmark deutlich schlechter dasteht als andere Häuser dieser Größe, was nichts anderes bedeutet, als dass das Klinikum Augsburg mehr Personal beschäftigt als andere“, so Gribl weiter.

Verbessertes Beschwerdemanagement im Klinikum Augsburg

Bei der Zentralen Notaufnahme im Klinikum Augsburg, die ebenfalls scharf kritisiert worden war, seien strukturelle Schwierigkeiten aufgrund steigender Patientenzahlenl kein reines „Augsburger“ Phänomen, sondern in nahezu allen großen Notaufnahmen in Deutschland zu finden, erklärte Schmidtke. „Die Probleme der Notaufnahme haben höchste Priorität seit meinem Amtsantritt“, äußerte sich auch Prof. Michael Beyer. Derzeit werde im Klinikum Augsburg mit einer Bandbreite an Maßnahmen auf diese Herausforderung reagiert. So wurden bereits drei zusätzliche Vollzeitstellen geschaffen, drei weitere sind im Gespräch. Ferner würden für eine Entlastung des Personals in der Notaufnahme Notfall-Patienten vorrangig behandelt und Patienten, die keine Notfälle darstellen, an ambulante Einrichtungen verwiesen. Auch die Ausstattung mit neuen Anlagen wurde in die Wege geleitet. Zusätzlich soll die Mitarbeiterzahl in der Aufnahmestation, die der Notaufnahme nachgelagert ist, aufgestockt werden, um so das Personal in der Intensivstation zu entlasten. Eine zusätzliche KVB-Praxis ist derzeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) im Gespräch, die ebenfalls eine Entlastung für die Notaufnahme darstellen würde, im Gespräch, berichtete Schmidtke.

Anzeige
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Artikel zum gleichen Thema