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Klinikum Augsburg reagiert auf Notstand: Sanierung vorgezogen
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Klinikum Augsburg

Klinikum Augsburg reagiert auf Notstand: Sanierung vorgezogen

 Für rund 135 Millionen Euro soll das Klinikum Augsburg bis Ende 2018 saniert werden. Foto: B4B SCHWABEN

Das Klinikum Augsburg wird nun doch schneller saniert als ursprünglich geplant. Die Notaufnahme wird bis 2017 erweitert. Gleichzeitig sind Ausweichflächen für die Intensivstation geplant. Rund 135 Millionen Euro kostet das gesamte Bauprojekt. Bis Ende 2018 soll es abgeschlossen sein. 

von Rebecca Weingarten, Online-Redaktion

Das Klinikum Augsburg hat die schwierige Versorgungssituation in der Notaufnahme erkannt und reagiert: Die Sanierung des Klinikums wird vorgezogen. Bis Ende 2018 und damit rund drei Jahre früher sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Das Projekt kostet rund 135 Millionen Euro. Auch Ausweichflächen für die Intensivstation sind geplant.

Oberbürgermeister Gribl: Reaktion auf angespannte Versorgungslage richtig

Die Finanzierung dieser Bauvorhaben durch Stadt und Landkreis Augsburg wird durch den Krankenhauszweckverband noch geprüft. Derzeit befindet sich das Klinikum in kommunaler Hand. Im Zuge zur Umwandlung des Klinikums in eine Uniklinik soll der Freistaat Bayern das Klinikum Augsburg übernehmen. „Wir sind sicher, mit dem Ausweichgebäude die richtige Entscheidung getroffen zu haben“, erklärt der Verwaltungsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, „wir müssen im operativen Betrieb auf die angespannte Lage in der Notaufnahme reagieren.“ Der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende, Landrat Martin Sailer, ergänzt: „Es gibt zu dieser Variante keine Alternative, da der Anbau West bis Ende 2018 realisiert werden muss. Die Mehrkosten werden durch eine Verbesserung der Situation in der Notaufnahme wieder eingeholt.“

Mittlerweile rund 80.000 Fälle in der Notaufnahme pro Jahr

Das Klinikum Augsburg hatte bereits auf einer Pressekonferenz Ende März auf die Probleme in der Notaufnahme aufmerksam gemacht. Der Beschluss für einen neuen Anbau im Nordwesten des Gebäudes war ein Meilenstein der Verwaltungsratssitzung vergangene Woche. Der Anbau soll bis Ende 2017 fertiggestellt sein. Hier wird die Erweiterung der zentralen Notaufnahme mit zusätzlich neun Behandlungskabinen und 20 Betten für die Aufnahmestation untergebracht sein. Die Erweiterung der Notaufnahme war ursprünglich im 5. Bauabschnitt geplant. Grund für die vorgezogene Baumaßnahme ist die Steigerung der Fallzahlen auf inzwischen 80.000 Notaufnahmefälle pro Jahr. „Damit werden die Kapazitäten der Notaufnahme bereits vier Jahre früher erweitert“, so Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und Strategie.

Klinikum Augsburg steht vor großen Herausforderungen

„Der beschleunigte Bauzeitenplan des Anbaus West mit einer Dauer von zwei bis drei Jahren und Baukosten in Höhe von 100 Millionen Euro ist – zusammen mit der zeitgleichen Errichtung des Ausweichgebäudes mit knapp 35 Millionen Euro Baukosten – eine der spannendsten Aufgaben, die momentan anstehen“, sagt Alexander Schmidtke weiter. Der sogenannte Anbau West wird unter anderem die künftige Intensivstation sowie die Intermediate Care aufnehmen. Die Ausweichflächen und der Erweiterungsbau werden parallel errichtet. Bislang war geplant, die Baumaßnahmen nacheinander abzuwickeln und das Projekt 2020/21 fertigzustellen. Auf diese Weise können die knappen Intensivkapazitäten jedoch bereits bis Ende 2018 deutlich erhöht werden. So stehen künftig 136 statt wie bisher 100 Betten für die Intensivstation zur Verfügung. Zudem wird es künftig 30 Prozent Einzelzimmer in dem Ausweichgebäude geben. Die medizinisch notwendige Anbindung an den Operationstrakt soll durch eine Brückenkonstruktion sichergestellt werden.

Errichtung der Ausweichfläche kommt früher als geplant

Die Errichtung der Ausweichflächen wäre spätestens mit der Sanierung der vier Bettentürme des Bestandsgebäudes nötig gewesen. So können sie bereits jetzt für den Umzug der Intensivstation genutzt werden. Mit der parallelen Abwicklung der Arbeiten kann die Baumaßnahme straffer organisiert werden. Außerdem gewinnt die Generalsanierung, die mit der Sanierung der vier Bettentürme abgeschlossen sein soll, insgesamt an Dynamik. Das bedeutet auch, dass sowohl Patienten als auch Mitarbeiter weniger Lärmbelästigung zu ertragen haben. „Bis dato war die Generalsanierung zwar objektiv bis 2025 geplant, aber gefühlsmäßig eine never endig story“, sagt Alexander Schmidtke.

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