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Keine Rettung für ADV: Augsburger Druckerei wird geschlossen
Investor

Keine Rettung für ADV: Augsburger Druckerei wird geschlossen

Archivbild. Das Augsburger Druck- und Verlagshaus ADV stellt seinen Betrieb für immer ein. Foto: ADV
Archivbild. Das Augsburger Druck- und Verlagshaus ADV stellt seinen Betrieb für immer ein. Foto: ADV

Für das insolvente Augsburger Druck- und Verlagshaus ADV ist die Suche nach einem Investor gescheitert. Der Betrieb wird noch bis Ende August fortgeführt.

Das Augsburger Druck- und Verlagshaus (ADV) wird seinen Betrieb einstellen. Trotz eines mehrwöchigen Investorenprozesses konnte für das insolvente Traditionsunternehmen keine Zukunftslösung gefunden werden. Der Gläubigerausschuss hat deshalb einer geordneten Betriebsschließung zugestimmt.

Investor abgesagt

Seit der Insolvenz Ende März hatten Insolvenzverwalter Georg Jakob Stemshorn von der Pluta Rechtsanwalts GmbH und sein Team nach Investoren gesucht. Mehrere Gespräche mit Interessenten wurden geführt, zuletzt hing die Zukunft des Unternehmens von der Entscheidung eines verbliebenen Investors ab. Dieser sagte nun jedoch ab.

„Wir haben in den vergangenen Wochen intensive Gespräche mit potenziellen Investoren geführt und verschiedene Fortführungsszenarien geprüft. Das wirtschaftliche Umfeld ist derzeit jedoch schwierig, viele Investoren agieren sehr zurückhaltend. Leider konnten wir trotz aller Bemühungen keine Lösung erzielen“, sagt Stemshorn.

Produktion läuft noch bis Ende August

Für Kunden bedeutet die Entscheidung nicht das sofortige Aus. Die Produktion wird noch bis Ende August fortgesetzt. Bestehende Aufträge sollen bis dahin vollständig abgearbeitet werden.

Das Amtsgericht Augsburg hatte bereits am 30. März die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Am 28. Mai wurde das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet. Stemshorn wurde dabei vom vorläufigen Insolvenzverwalter zum Insolvenzverwalter bestellt.

Rund 100 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz

Die rund 100 Mitarbeiter wurden am Freitag in einer Betriebsversammlung über die Entwicklung informiert. Sie verlieren ihren Arbeitsplatz. Gemeinsam mit dem Betriebsrat wurde nach Angaben des Insolvenzverwalters ein Sozialplan mit Interessenausgleich ausgehandelt.

ADV-Geschäftsführer Alexander Hetzger verweist auf die schwierige Lage der Branche. Der Markt für Druckerzeugnisse sei seit Jahren rückläufig. „Die vergangenen Jahre waren für die gesamte Branche sehr herausfordernd. Der Markt für Druckerzeugnisse verzeichnet seit längerem kontinuierliche Rückgänge. Die Nachricht ist für uns alle sehr bedauerlich. Mein persönlicher Dank gilt insbesondere unserer Belegschaft, die das Unternehmen über viele Jahre mit großem Engagement begleitet hat", sagt Hetzger. Mit der Schließung endet die Geschichte eines Unternehmens, das auf eine mehr als 175-jährige Tradition zurückblickt.

Schoder Druck nicht betroffen

Nicht betroffen von der Schließung sind die Franz Schoder Druck GmbH & Co. KG in Gersthofen sowie die ADV Mediendienste GmbH. Beide Gesellschaften sind rechtlich eigenständig und führen ihren Geschäftsbetrieb unverändert fort.

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