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Augsburger Druck- und Verlagshaus ist insolvent: Geht der Geschäftsbetrieb weiter?
Insolvenzantrag

Augsburger Druck- und Verlagshaus ist insolvent: Geht der Geschäftsbetrieb weiter?

Archivbild. Das Augsburger Druck- und Verlagshaus ADV hat einen Insolvenzantrag gestellt. Foto: ADV
Archivbild. Das Augsburger Druck- und Verlagshaus ADV hat einen Insolvenzantrag gestellt. Foto: ADV

Steigende Kosten, harter Wettbewerb und eine gescheiterte Finanzierung: Das Augsburger Druck- und Verlagshaus ADV hat einen Insolvenzantrag gestellt. Jetzt wird nach Investoren gesucht.

Das Augsburger Druck- und Verlagshaus ADV hat Insolvenz angemeldet. Für das Unternehmen mit Sitz in Lechhausen wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Rund 100 Beschäftigte sind betroffen. Der Geschäftsbetrieb läuft derzeit weiter.

Druckbranche unter Druck

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Augsburg den Rechtsanwalt Georg Jakob Stemshorn von der Pluta Rechtsanwalts GmbH. Gemeinsam mit seinem Team verschafft er sich aktuell einen Überblick über die wirtschaftliche Lage und prüft Perspektiven für eine Fortführung.

Hintergrund der Entwicklung sind anhaltende Veränderungen in der Druckbranche. Steigende Kosten für Energie, Papier und Logistik sowie ein hoher Preisdruck setzen viele Betriebe unter Druck. Bei ADV kam hinzu, dass eine geplante Zwischenfinanzierung nicht zustande kam. Die daraus resultierende Liquiditätslücke machte den Insolvenzantrag notwendig.

Investorenprozess soll Zukunft sichern

„Der Betrieb läuft stabil weiter. Für die Kunden gibt es aktuell keine Einschränkungen“, sagt Stemshorn. Parallel werde intensiv an einer Lösung für die Zukunft gearbeitet. Im Fokus stehen derzeit die Analyse von Aufträgen und Kosten sowie Gespräche mit Kunden, Lieferanten und Finanzierungspartnern. Zudem bereitet das Unternehmen einen Investorenprozess vor, um neue Kapitalgeber oder Partner zu gewinnen.

Die Beschäftigten wurden über die Situation informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate abgesichert. Eine Vorfinanzierung ist in Vorbereitung. Geschäftsführer Alexander Hetzger verweist auf die Substanz des Unternehmens: Man verfüge über langjährige Kundenbeziehungen, erfahrene Mitarbeiter und ein breites Leistungsportfolio. Gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter arbeite man an einer tragfähigen Zukunftslösung.

Das Unternehmen, das auf Kataloge, Magazine und Werbesendungen spezialisiert ist, blickt auf eine mehr als 175-jährige Geschichte zurück.

Andere Unternehmen der Gruppe nicht betroffen

Nicht von der Insolvenz betroffen sind die Franz Schoder Druck GmbH & Co. KG in Gersthofen sowie die ADV Mediendienste GmbH. Beide Gesellschaften sind rechtlich eigenständig, treten jedoch gemeinsam mit ADV unter der Marke „ADV Schoder – Druck verbindet“ auf.

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