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Insolvenz des Augsburger Druck- und Verlagshaus: Investorenprozess gestartet
Druckbranche

Insolvenz des Augsburger Druck- und Verlagshaus: Investorenprozess gestartet

Archivbild. Das Augsburger Druck- und Verlagshaus ADV hat einen Insolvenzantrag gestellt. Foto: ADV
Archivbild. Das Augsburger Druck- und Verlagshaus ADV hat einen Insolvenzantrag gestellt. Foto: ADV

Nach der Insolvenz des Augsburger Druck- und Verlagshauses ADV läuft nun die Investorensuche. Der Betrieb geht weiter, erste Gespräche laufen bereits.

Nach dem Insolvenzantrag des Augsburger Druck- und Verlagshauses (ADV) ist nun ein wichtiger nächster Schritt erfolgt: Der vorläufige Insolvenzverwalter hat einen strukturierten Investorenprozess gestartet. Ziel ist es, einen neuen Partner oder Kapitalgeber für das Traditionsunternehmen zu finden.

Das Amtsgericht Augsburg hatte Ende März die vorläufige Insolvenzverwaltung für das Unternehmen angeordnet. Seitdem wird der Geschäftsbetrieb am Standort in Lechhausen uneingeschränkt fortgeführt. Alle Aufträge werden weiterhin wie gewohnt bearbeitet, heißt es in der Pressemitteilung.

Investorenprozess läuft an

Rechtsanwalt Georg Jakob Stemshorn von der Pluta Rechtsanwalts GmbH, der als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt ist, treibt die Suche nach Investoren nun aktiv voran. Der Gläubigerausschuss hat dem Verfahren bereits zugestimmt. Parallel dazu laufen Gespräche mit potenziellen Interessenten.

„Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die den Geschäftsbetrieb fortführt und zugleich eine bestmögliche Perspektive im Sinne der Gläubiger ermöglicht“, sagt Stemshorn. Unterstützt wird der Prozess von einer auf Unternehmensverkäufe spezialisierten Beratung.

Analyse und Gespräche laufen

Gemeinsam mit seinem Team analysiert der Insolvenzverwalter derzeit die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und prüft mögliche Zukunftsszenarien. Dazu gehören auch Gespräche mit Kunden, Lieferanten und Finanzierungspartnern.

Geschäftsführer Alexander Hetzger betont, dass der Betrieb stabil weiterläuft: Man unterstütze den Insolvenzverwalter aktiv und arbeite gemeinsam an einer Lösung für Unternehmen und Beschäftigte – trotz des schwierigen Marktumfelds in der Druckbranche.

Löhne gesichert – erste Auszahlung erfolgt

Für die rund 100 Mitarbeiter gibt es zunächst Sicherheit: Die Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate abgesichert. Für den Monat März wurde das Geld bereits ausgezahlt.

Druckbranche weiter unter Druck

Wie berichtet, steht die Branche insgesamt unter starkem Druck. Steigende Kosten für Energie, Papier und Logistik sowie intensiver Wettbewerb belasten viele Unternehmen. Beim ADV kam zusätzlich eine gescheiterte Zwischenfinanzierung hinzu, die letztlich zur Insolvenz führte.

Andere Unternehmen nicht betroffen

Nicht betroffen von der Insolvenz sind weiterhin die Franz Schoder Druck GmbH & Co. KG in Gersthofen sowie die ADV Mediendienste GmbH. Beide Unternehmen sind rechtlich eigenständig, treten aber gemeinsam mit ADV unter der Marke „ADV Schoder – Druck verbindet“ auf.

Das ADV selbst blickt auf eine mehr als 175-jährige Geschichte zurück und ist auf Kataloge, Magazine und Werbesendungen spezialisiert.

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