Umfrage

Jedes fünfte Unternehmen in Augsburg ist existenzbedroht

Die Auswirkungen der Corona-Krise in der Stadt Augsburg sind dramatisch. Eine aktuelle Blitz-Umfrage der IHK-Schwaben zeigt ein düsteres Stimmungsbild. Welche Branchen sich in der Existenz bedroht fühlen und was die IHK zur Linderung fordert.

In einer anonymen Online-Befragung hat die IHK Schwaben in der vergangenen Woche Augsburger Mitgliedsunternehmen aus Handel, Produktion und Dienstleistung zu den Auswirkungen der Krise befragt. 79 Betriebe haben teilgenommen.

Enorme Belastung der regionalen Wirtschaft

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„Die Rückmeldungen sind ein aktuelles Stimmungsbild und spiegeln die enorme Belastung der regionalen Wirtschaft in dieser Krise wider“, betont Dr. Markus Litpher, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Augsburg-Stadt. Vor allem die Unternehmen, die von Schließungen unmittelbar betroffen sind, stehen vielfach mit dem Rücken zur Wand. Während in der Industrie und im Handel jeweils sieben Prozent und in der Dienstleistungsbranche 18 Prozent der Befragten erklärten, in einer existenzbedrohenden Situation zu sein, sind es in der Gastronomie mehr als die Hälfte der Betriebe. Betriebe in der Innenstadt und in den Außenbezirken sind gleichermaßen betroffen.

Beinahe jedes zweite Unternehmen plant bis Ende 2021 Kurzarbeit

In dieser schwierigen Situation ist Kurzarbeit für viele Unternehmen ein Rettungsanker. „Das Instrument ist in den Betrieben zu einem Dauerthema geworden“, sagt Sebastian B. Priller, Chef der Augsburger Riegele-Brauerei und Vorstandsmitglied in der IHK-Regionalversammlung Augsburg-Stadt. Aktuell haben mehr als 1.000 Unternehmen in der Stadt Kurzarbeit angemeldet. 47 Prozent erklärten in der IHK-Umfrage, dass sie bis zum Ende des Jahres 2021 den Einsatz von Kurzarbeit planen. Mit 93 Prozent am höchsten ist der Anteil in der Gastronomie. „Diese Daten verwundern nicht, befinden wir uns mittlerweile seit einem Jahr in einem Dauer-Lockdown, wenn wir die Sommermonate ausnehmen. Wir brauchen dringend eine Öffnungsperspektive und kein starres Festhalten an den Inzidenzzahlen. Mit dem fortschreitenden Impferfolg und flächendeckenden Testungen müssen Gast- und Hotelgewerbe wieder öffnen”, fordert Priller.

Risiko eines Stellenabbaus ist in der Innenstadt höher als in Außenbezirken

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Aufgrund der monatelangen Schließungen droht in vielen Betrieben ein Stellenabbau. Laut Aussage der Unternehmen, die an der Umfrage teilgenommen haben, könnten allein in diesen Betrieben dauerhaft bis zu 430 Arbeitsplätze wegfallen. Rund zwei Drittel der befragten Gastronomie-Betriebe gehen davon aus, Personal entlassen zu müssen. Deutlich geringer ist der Anteil in der Industrie mit vier Prozent, im Handel mit fünf Prozent und im Bereich der Dienstleistungen mit einem  Prozent. Generell ist das Risiko eines Jobabbaus in der Innenstadt tendenziell leicht höher als in den Außenbezirken.

Betriebe investieren in Hygiene, Tests und Digitalisierung

Zeitgleich zu den teils massiven Umsatzeinbrüchen erfordert die Pandemie von den Unternehmen enorme Investitionen. Laut Blitz-Umfrage hat jeder der befragten Betriebe bislang im Schnitt 11.200 Euro für Hygienemaßnahmen und das Testen ausgegeben, wobei in der Industrie sowie in der Gastronomie und im Tourismus mit durchschnittlich je 20.000 Euro der Investitionsbedarf am höchsten ist. Auch für die Digitalisierung geben die Betriebe viel Geld aus: im Durchschnitt 24.100 Euro für Laptops, Software, Lizenzen oder die nötige Infrastruktur für die Arbeit im Homeoffice. „Die Corona-Krise hat die digitale Transformation in vielen Bereichen extrem beschleunigt. Das gilt insbesondere für den stationären Einzelhandel. Wer mit seinem Unternehmen heute nicht digital aufgestellt und für seine Kunden im Netz auffindbar ist, der hat gegenüber den Big Playern im Online-Shopping keine Chance”, sagt Marcus Vorwohlt, Geschäftsführer der Textilhaus Rübsamen GmbH & Co. KG. und Vorstandsmitglied in der IHK-Regionalversammlung Augsburg-Stadt. Auch das Thema Homeoffice hat durch Corona an Bedeutung gewonnen. Während in vielen Branchen mobiles Arbeiten aufgrund der Tätigkeiten nicht möglich ist, liegt der Anteil der Augsburger Industriebeschäftigten, die im Homeoffice sind, bei 61 Prozent und damit deutlich höher als erwartet.

Unternehmen warten auf Öffnungsperspektive

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„Entscheidend für viele Unternehmen ist nun eine Öffnungsperspektive, sobald die Infektionszahlen dies zulassen. 79 Prozent der befragten Unternehmen befürworten regionale Modellprojekte nach dem Tübinger Vorbild“, so Dr. Litpher. Dabei setzen die Augsburger Betriebe auf digitale Lösungen: Zur Nachverfolgung von Kundendaten nutzen 53 Prozent der Befragten die Luca-App, 47 Prozent die Corona-Warn-App, die in einem kürzlich erfolgten Update mit ähnlichen Funktionen ausgestattet wurde.

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In einer anonymen Online-Befragung hat die IHK Schwaben in der vergangenen Woche Augsburger Mitgliedsunternehmen aus Handel, Produktion und Dienstleistung zu den Auswirkungen der Krise befragt. 79 Betriebe haben teilgenommen.

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In dieser schwierigen Situation ist Kurzarbeit für viele Unternehmen ein Rettungsanker. „Das Instrument ist in den Betrieben zu einem Dauerthema geworden“, sagt Sebastian B. Priller, Chef der Augsburger Riegele-Brauerei und Vorstandsmitglied in der IHK-Regionalversammlung Augsburg-Stadt. Aktuell haben mehr als 1.000 Unternehmen in der Stadt Kurzarbeit angemeldet. 47 Prozent erklärten in der IHK-Umfrage, dass sie bis zum Ende des Jahres 2021 den Einsatz von Kurzarbeit planen. Mit 93 Prozent am höchsten ist der Anteil in der Gastronomie. „Diese Daten verwundern nicht, befinden wir uns mittlerweile seit einem Jahr in einem Dauer-Lockdown, wenn wir die Sommermonate ausnehmen. Wir brauchen dringend eine Öffnungsperspektive und kein starres Festhalten an den Inzidenzzahlen. Mit dem fortschreitenden Impferfolg und flächendeckenden Testungen müssen Gast- und Hotelgewerbe wieder öffnen”, fordert Priller.

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Zeitgleich zu den teils massiven Umsatzeinbrüchen erfordert die Pandemie von den Unternehmen enorme Investitionen. Laut Blitz-Umfrage hat jeder der befragten Betriebe bislang im Schnitt 11.200 Euro für Hygienemaßnahmen und das Testen ausgegeben, wobei in der Industrie sowie in der Gastronomie und im Tourismus mit durchschnittlich je 20.000 Euro der Investitionsbedarf am höchsten ist. Auch für die Digitalisierung geben die Betriebe viel Geld aus: im Durchschnitt 24.100 Euro für Laptops, Software, Lizenzen oder die nötige Infrastruktur für die Arbeit im Homeoffice. „Die Corona-Krise hat die digitale Transformation in vielen Bereichen extrem beschleunigt. Das gilt insbesondere für den stationären Einzelhandel. Wer mit seinem Unternehmen heute nicht digital aufgestellt und für seine Kunden im Netz auffindbar ist, der hat gegenüber den Big Playern im Online-Shopping keine Chance”, sagt Marcus Vorwohlt, Geschäftsführer der Textilhaus Rübsamen GmbH & Co. KG. und Vorstandsmitglied in der IHK-Regionalversammlung Augsburg-Stadt. Auch das Thema Homeoffice hat durch Corona an Bedeutung gewonnen. Während in vielen Branchen mobiles Arbeiten aufgrund der Tätigkeiten nicht möglich ist, liegt der Anteil der Augsburger Industriebeschäftigten, die im Homeoffice sind, bei 61 Prozent und damit deutlich höher als erwartet.

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