Schreiben an Staatsminister

Japanische Regierung soll Fujitsu-Werk in Augsburg retten

Fujitsu am Standort Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich wendet sich an die japanische Regierung, um das Werks-Aus in Augsburg zu verhindern. Dabei verweist er in einem Schreiben auf die Hilfe des Standortes nach dem Tsunami 2011.

Die japanische Konzernspitze von Fujitsu kündigte 2018 an, die letzte europäische Produktionsstätte in Augsburg alternativlos zu schließen. Damit fallen 1.800 Arbeitsplätze in Deutschland weg, allein 1.500 in Augsburg. Der Bundestagsabgeordnete für Augsburg und Königsbrunn, Volker Ullrich, hat nun die japanische Politik eingeschaltet und Kontakt zu Minoru Kiuchi, Staatsminister im japanischen Außenministerium, aufgenommen. Dieser ist selbst unter anderem in Deutschland aufgewachsen.

Ullrich hofft auf „Wohlwollen von Fujitsu“

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat traditionell gute Beziehungen zur japanischen Regierung. Ich hoffe, das letzte Wort vor den Verhandlungen über das Ende des Werkes ist noch nicht gesprochen. Es geht um den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze und das Wohlwollen von Fujitsu“, erklärt Ullrich in einem offiziellen Pressestatement. Er wolle weiterhin aktiv in den Gesprächen zwischen Politik und Konzern involviert bleiben.

Abgeordneter will Know-how in Deutschland schützen

In seinem Schreiben plädiert Ullrich für die Schaffung einer Alternative, die die Mitarbeiter in Augsburg auffängt und das Know-how in Deutschland schützt. Das Werk in Augsburg hatte im Rahmen des Tsunamis 2011 die Produktionsengpässe von Fujitsu in Japan durch zusätzliche Schichten und Überstunden kompensiert. Der Konzern trage nun eine Mitverantwortung für die rund 1.800 Arbeitnehmer in Augsburg, die von der geplanten Werksschließung direkt betroffen sind.

Hintergrund: Fujitsu gibt Werks-Aus in Augsburg bekannt

Ende Oktober 2018 gab der japanische Konzern bekannt, seinen Standort in Augsburg bis September 2020 zu schließen. „Fujitsu hat sich aus wirtschaftlichen Gründen zu diesem Schritt entschieden“, heißt es von einem Sprecher des Unternehmens. Produktentwicklung und -fertigung solle in Japan konzentriert werden. Außerdem will sich der Konzern stärker auf Management sowie die Integration und den Betrieb von Services und Lösungen fokussieren – Bereiche, die in Augsburg nur sehr geringfügig vertreten sind.

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