Kommentar

Ist das erste Modular-Festival am Gaswerk ins Wasser gefallen?

Das Modular fand dieses Jahr zum ersten Mal am Gaskessel in Oberhausen statt. War die Premiere ein voller Erfolg – oder ist sie ins Wasser gefallen? Ein Kommentar.

Von 2012 bis 2018 war der Wittelsbacher Park der Veranstaltungsort des Modular-Festivals. Das Festival hat in dieser Zeit gewaltig an Beliebtheit zugenommen und ist seitdem in der Augsburger Kulturszene nicht mehr wegzudenken.

Ein großer Faktor dabei war auch der Veranstaltungsort. Nahe am Zentrum gelegen und mit riesigen Grünflächen haben die Modular-Besucher den Wittelsbacher Park schätzen und lieben gelernt. Tagsüber konnte auf den Grünflächen entspannt und abends vor den Bühnen getanzt werden. Es war für Klein und Groß etwas geboten – auch für Familien.

Doch die Beschwerden der Anwohner wegen Lärmbelästigung nahm über die Jahre hinweg zu. Es musste eine Alternative her. Ende November 2018 war es dann offiziell: Das Modular zieht auf das Gaswerkgelände.

Viele sahen das Aus des Modulars damit schon vor sich. Das Nörgeln war wie immer groß, typisch Augsburg eben. Größter Kritikpunkt war die Anreise. Das ehemalige Gaswerk ist in Oberhausen und damit nicht mehr so zentral wie die vorherige Location. Doch die Stadtwerke haben vorgesorgt und extra eine Tramlinie eingerichtet. Aber auch mit der Linie zwei waren die Besucher vom Oberhausener Bahnhof in nur 12 Minuten Fußweg auf dem Gelände.

Dort angekommen stellte sich sofort Festival-Feeling ein. Der Stadtjugendring hat zusammen mit dem Eigentümer des Areals, die Stadtwerke Augsburg, ganze Arbeit geleistet. Das Modular fand zwar in einer neuen Location statt, trotzdem blieb alles beim Alten – und das im positiven Sinne. Tausende Besucher feierten und tanzten drei Tage lang. Auch der strömende Regen am Samstag tat der Laune keinen Abbruch. Die Location hielt dem Wetter stand – die Grünflächen im Wittelsbacher Park hätte man wohl eher nicht mehr betreten können.

Eine neue Ära des Modulars angebrochen – und sie ist gut gestartet. Damit haben die Veranstalter den Nörglern den Wind aus den Segeln genommen. Das Gaswerk hat großes Potential und bietet Augsburg endlich eine dauerhafte Location für Veranstaltungen, Festivals und Open-Airs. Das hat bisher eindeutig gefehlt. Auf viele weitere, unvergessliche Momente!

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Doch die Beschwerden der Anwohner wegen Lärmbelästigung nahm über die Jahre hinweg zu. Es musste eine Alternative her. Ende November 2018 war es dann offiziell: Das Modular zieht auf das Gaswerkgelände.

Viele sahen das Aus des Modulars damit schon vor sich. Das Nörgeln war wie immer groß, typisch Augsburg eben. Größter Kritikpunkt war die Anreise. Das ehemalige Gaswerk ist in Oberhausen und damit nicht mehr so zentral wie die vorherige Location. Doch die Stadtwerke haben vorgesorgt und extra eine Tramlinie eingerichtet. Aber auch mit der Linie zwei waren die Besucher vom Oberhausener Bahnhof in nur 12 Minuten Fußweg auf dem Gelände.

Dort angekommen stellte sich sofort Festival-Feeling ein. Der Stadtjugendring hat zusammen mit dem Eigentümer des Areals, die Stadtwerke Augsburg, ganze Arbeit geleistet. Das Modular fand zwar in einer neuen Location statt, trotzdem blieb alles beim Alten – und das im positiven Sinne. Tausende Besucher feierten und tanzten drei Tage lang. Auch der strömende Regen am Samstag tat der Laune keinen Abbruch. Die Location hielt dem Wetter stand – die Grünflächen im Wittelsbacher Park hätte man wohl eher nicht mehr betreten können.

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