LEBELEI

Investoren gesucht: LEBELEI-Gründerin Isabel König im Interview

Isabel König mit ihren Kindern. Foto: Barbara Hibler
Steigende Einwohner- und Touristenzahlen zeigen: Augsburg wird immer beliebter. Wie sich damit Geld verdienen lässt, hat LEBELEI-Gründerin Isabel König erkannt. In ihrem Unternehmen versieht sie Karten, Taschen, Shirts, Magnete und vieles mehr mit typischen Augsburg-Motiven und bietet diese im Einzahlhandel an. Warum erst jetzt ein Online-Shop hinzu kommt und wie König neue Investoren von sich überzeugen will, verriet sie im Interview mit B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN.

 

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Frau König, was hat Sie dazu bewegt, mit „LEBELEI“ in die Selbstständigkeit zu gehen?

Isabel König: Ursprünglich habe ich Grafik-Design hier in Augsburg studiert. Anschließend war ich dann neun Jahre fest angestellt und habe nebenberuflich noch ein BWL-Studium absolviert. Im Elternjahr mit meinem zweiten Kind bin ich dann in die Selbständigkeit als Grafik-Designerin gestartet. Letztes Jahr habe ich Augsburg-Karten an meine Kunden zu Weihnachten verschenkt. Sehr viele fragten, ob die Karten bei mir auch zu erwerben sind. Das war produktions-technisch nicht möglich, aber die Idee für LEBELEI war im Raum. Im vergangenen Jahr kamen dann weitere Produkte hinzu. Außerdem konnte ich Augsburger Händler gewinnen und im Oktober einen ersten Mitarbeiter einstellen.

Ihre Produkte sind ökologisch und fair. Wo lassen Sie diese herstellen?

Die Taschen lassen wir zum Beispiel bei manomama in Augsburg fertigen und die Shirts produziert Degree-Eco Clothing. Beide sind in Augsburg schon länger engagiert und bekannt. Bei manchen Artikeln sind wir noch auf der Suche nach passenden Herstellern. Es ist teilweise gar nicht so einfach, eine Produktionsfirma zu finden, die unter guten sozialen Bedingungen herstellt und gerechte Löhne zahlt. Auch das Thema Ökologie erweist sich manchmal als schwierig. Aber wir sind dran, das alles herauszufinden. 

Momentan gibt es nur Augsburg als Motiv. Planen Sie, weitere Städte hinzuzufügen?

Jeweils ein Design für das Allgäu, Füssen und München sind bereits fertig. Die Stadt Ulm ist derzeit in Arbeit. Ich plane aber auch noch weitere Städte und Regionen mit aufzunehmen. Das wird insbesondere dann auch für den Webshop interessant, der im Dezember online geht.

Warum war Ihr erster Schritt der stationäre Handel und nicht der Online-Verkauf?

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Das scheint nur auf den ersten Blick etwas altmodisch: Wir haben Produkte aus Augsburg, also warum nicht auch vor Ort in Augsburg verkaufen? Unsere Kunden – Touristen, aber auch Augsburger – sind ja auch in unserer Stadt unterwegs.

Wie sieht die Zukunft von LEBELEI aus?

Bisherige erfolgt alles in Eigenleistung. Banken sehen kein attraktives Investment in einem Kredit als Einzel-Gründerin mit zwei Kindern. Aber die Nachfrage ist da, es gibt begeisterte Kunden. Und auf dem Markt finden sich zahlreiche Beispiele dafür, dass es eine Kehrtwende im Bereich Konsum gibt. Daran knüpfen wir an, weil wir bei der geplanten Skalierung Investoren für 2017 brauchen, die an unser Produkt glauben. Nicht zuletzt sagt die Betriebswirtschafterin in mir, dass für den Erfolg einer Marke auch ein gewisser Invest notwendig ist.

An wen richten Sie sich mit Ihren Produkten?

Wir richten uns an alle, die Augsburg in die Welt tragen wollen. Das sind Touristen, die Augsburger selbst, aber auch Unternehmen, die Geschenke für Kunden suchen. Hier personalisieren wir unser Angebot auch für einzelne Unternehmen, zum Beispiel mit Zeichnung des Firmensitzes oder der Produkte.

Das Interview führte Iris Zeilnhofer

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Ihre Produkte sind ökologisch und fair. Wo lassen Sie diese herstellen?

Die Taschen lassen wir zum Beispiel bei manomama in Augsburg fertigen und die Shirts produziert Degree-Eco Clothing. Beide sind in Augsburg schon länger engagiert und bekannt. Bei manchen Artikeln sind wir noch auf der Suche nach passenden Herstellern. Es ist teilweise gar nicht so einfach, eine Produktionsfirma zu finden, die unter guten sozialen Bedingungen herstellt und gerechte Löhne zahlt. Auch das Thema Ökologie erweist sich manchmal als schwierig. Aber wir sind dran, das alles herauszufinden. 

Momentan gibt es nur Augsburg als Motiv. Planen Sie, weitere Städte hinzuzufügen?

Jeweils ein Design für das Allgäu, Füssen und München sind bereits fertig. Die Stadt Ulm ist derzeit in Arbeit. Ich plane aber auch noch weitere Städte und Regionen mit aufzunehmen. Das wird insbesondere dann auch für den Webshop interessant, der im Dezember online geht.

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Bisherige erfolgt alles in Eigenleistung. Banken sehen kein attraktives Investment in einem Kredit als Einzel-Gründerin mit zwei Kindern. Aber die Nachfrage ist da, es gibt begeisterte Kunden. Und auf dem Markt finden sich zahlreiche Beispiele dafür, dass es eine Kehrtwende im Bereich Konsum gibt. Daran knüpfen wir an, weil wir bei der geplanten Skalierung Investoren für 2017 brauchen, die an unser Produkt glauben. Nicht zuletzt sagt die Betriebswirtschafterin in mir, dass für den Erfolg einer Marke auch ein gewisser Invest notwendig ist.

An wen richten Sie sich mit Ihren Produkten?

Wir richten uns an alle, die Augsburg in die Welt tragen wollen. Das sind Touristen, die Augsburger selbst, aber auch Unternehmen, die Geschenke für Kunden suchen. Hier personalisieren wir unser Angebot auch für einzelne Unternehmen, zum Beispiel mit Zeichnung des Firmensitzes oder der Produkte.

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