Zu Gast bei der Kreissparkasse Augsburg

IHK Schwaben: So verändert der digitale Wandel die Personalpolitik

Die Referenten von „Zu Gast bei…“. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Welche Chancen eröffnet die Digitalisierung Unternehmen, familienfreundlicher zu werden? Dieser Frage ist die IHK Schwaben im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei…“ bei der Kreissparkasse Augsburg nachgegangen.

Mit der Veranstaltungsreihe stellt die IHK Schwaben  Unternehmen vor, die sich durch besonders familienfreundliche Personalpolitik auszeichnen. Die IHK-Veranstaltungsreihe ist Teil der diesjährigen Roadshow der Bayerischen Industrie- und Handelskammern „Familienbewusste Personalpolitik – Arbeiten 4.0 im Fokus“.

„Zu Gast bei…“ erstmalig in Augsburg

„Wir freuen uns, heute zu Gast bei der Kreissparkasse Augsburg zu sein – vor allem vor dem Hintergrund, dass die Kreissparkasse bereits mehrfach im Bereich Familienfreundlichkeit ausgezeichnet wurde. Mit der Veranstaltungsreihe ‚Zu Gast bei…‘ sind wir nun erstmalig in Augsburg“, begrüßt Andrea Gärtner von der IHK Schwaben die Gäste in den Räumlichkeiten der Kreissparkasse Augsburg.

„Eine familienbewusste Personalpolitik reagiert auf Veränderungen im Leben der Mitarbeiter nicht ad hoc“

„Familienbewusste Personalpolitik heißt, die Mitarbeiter nicht nur in ihrem Arbeitsumfeld zu sehen, sondern ihre jeweils spezifische Familiensituation zu berücksichtigen. Das kann die Zeit sein, in der jemand kleine Kinder zu Hause hat oder pflegebedürftige Eltern. Das können aber auch Ereignisse wie ein familiärer Todesfall sein, den es zu bewältigen gibt und für den der Mitarbeiter kurzfristig Freiraum benötigt. Eine familienbewusste Personalpolitik reagiert auf solche Veränderungen im Leben der Mitarbeiter nicht ad hoc, sondern hat festgelegte Konzepte und Pläne“, erläutert Gärtner die Notwendigkeit einer familienbewussten Personalpolitik.

IHK Schwaben zu Gast bei der Kreissparkasse Augsburg

„Die Grundlage des Erfolgs in Deutschland sind alle, die sich aktiv in der Arbeitswelt beteiligen“

Ebendieser familienbewussten Personalpolitik können auch Themen wie Digitalisierung und Arbeitswelt 4.0 entgegen kommen. „4.0 betrifft nicht nur die Industrie, sie betrifft alle Bereiche – das Große und Ganze“, unterstreicht Reinhold Braun, Vorsitzender der IHK Regionalversammlung Augsburg-Land sowie Geschäftsführer der Sortimo International GmbH. „Die Grundlage des Erfolgs in Deutschland sind alle, die sich aktiv in der Arbeitswelt beteiligen. Qualifizierte Fachkräfte sind ‚die‘ Ressource in Deutschland. Um diese Fachkräfte zu motivieren, soll das Arbeitsumfeld so gestaltet werden, dass das Leben darüber hinaus nicht leidet“, so Braun weiter.

Digitalisierung in familienfreundlichen Unternehmen

Dass digitales Arbeiten ein Unternehmen trotz aller Herausforderungen familienfreundlicher machen kann, weiß auch Andrea Gärtner: „Durch Digitalisierung können Arbeitsprozesse beschleunigt und effizienter gestaltet werden oder überhaupt erst ermöglicht werden. Das Stichwort ist hier das Home-Office. Hier wird meist an die berufstätige Mutter kleiner Kinder gedacht, aber auch für Personen mit beispielsweise körperlichen Einschränkungen kann dies eine tolle Lösung sein. Manchmal reichen ganz kleine Veränderungen schon aus, etwa ein Smartphone, auf dem die dienstlichen Termine einsehbar sind. Der Mitarbeiter spart sich so den Weg zur Arbeitsstätte. Konferenzen via Skype, Online-Besprechungen, Schulungen über 3D-Brillen oder auch weltweiter Datenzugriff über Cloud Computing.“

„Vieles wird in Unternehmen bereits umgesetzt und ist Standard, vieles wird noch passieren. Familienfreundlichkeit kommt dann ins Spiel, wenn digitales Arbeiten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert. Je nach Branche kann dies auf ganz unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Ein Patentrezept gibt es hier nicht, sondern die Unternehmen können sich Anregungen holen, die sie dann auf ihre spezifische Situation übertragen müssen“, so Gärtner weiter.

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