Strompreise auf Rekord-Niveau

IHK Schwaben: Hohe Stromkosten bremsen Wirtschaft aus

Die Strompreise für das kommende Jahr wurden von den Betreibern der Übertagungsnetze bekannt gegeben. Weshalb diese laut IHK Schwaben eine Belastung für die Unternehmen bleiben werden.

Die Betreiber der Übertragungsnetze haben die Strompreise für das kommende Jahr bekannt gegeben. Demnach wird die EEG-Umlage dank staatlicher Hilfen leicht sinken. Die Stromkosten bleiben für die bayerisch-schwäbischen Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen jedoch weiterhin eine enorme Belastung, zumal die Netzentgelte voraussichtlich steigen werden.

Höchste Strompreise innerhalb der EU

„Wir zahlen schon heute die höchsten Strompreise innerhalb der EU. Als Produktionsstandort mit hohem Exportanteil sind wir in Schwaben von hohen Energiekosten besonders betroffen“, sagt IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton. Er fordert langfristige Maßnahmen, um das Preisniveau zu senken.

Experten rechnen mit sprunghaftem Anstieg der EEG-Umlage

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Die EEG-Umlage wird 2021 auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde (KWh) sinken, das ist ein Rückgang um 3,8 Prozent. Möglich wurde die leichte Absenkung, die auch für 2022 geplant ist, allein durch Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt, die die Bundesregierung im Rahmen des Konjunkturpaketes angekündigt hatte. Wie es danach mit den Strompreisen weiter geht, sei völlig offen. Wegen des Preisverfalls des Stroms im Großhandel rechnen Experten mit einem sprunghaften Anstieg der EEG-Umlage. „Wir brauchen daher ein grundsätzliches Umdenken und Maßnahmen, die dauerhaft wirken. Es kann nicht sein, dass die Politik mit Finanzspritzen punktuell eingreifen muss, um zu verhindern, dass die Stromkosten weiter aus dem Ruder laufen“, sagt Kopton.

Staatliche Komponenten verursachen mehr als die Hälfte der Kosten

Staatlich veranlasste Komponenten wie die EEG-Umlage oder die Stromsteuer machen bereits mehr als die Hälfte des Strompreises aus – neben dem Preis für Beschaffung und Vertrieb des Stroms sowie den Entgelten für die Netznutzung. Bei den Übertragungsnetzentgelten ist ein Anstieg für die Verbraucher in Bayerisch-Schwaben zu erwarten. Der Übertragungsnetzbetreiber der Region, Amprion, hat dies heute angekündigt.

Größtes Risiko für wirtschaftliche Entwicklung

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Jedes vierte Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben sieht laut einer aktuellen Umfrage der IHK Schwaben die Energie- und Rohstoffpreise als größtes Risiko für die künftige wirtschaftliche Entwicklung. Die EEG-Novelle, die das Bundeskabinett im September verabschiedet hat, bietet wenig erfreuliche Perspektiven. „Bei dieser Novelle wurde lediglich an einzelnen Stellschrauben gedreht, ohne das ganze System kritisch zu hinterfragen. Die Bereitschaft der Unternehmen, die Energiewende aktiv mitzugestalten, schwindet so immer weiter“, sagt Kopton.

Schnelle Lösung durch die Politik ist gefragt

Laut dem Energiewende-Barometer des DIHK, an dem sich auch Unternehmen aus der Region beteiligt haben, sah bereits im vergangenen Jahr rund ein Drittel der bayerischen Unternehmen die Energiewende als Gefahr für seine Wettbewerbsfähigkeit. Im Branchenvergleich fällt in der Industrie das Urteil am pessimistischsten aus. „Die Politik sollte jetzt schnelle Lösungen finden, um die Strompreise zu reduzieren. Das geht etwa über eine Senkung der Stromsteuer. Denn die Unternehmen, von denen gerade viele mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen haben, dürfen nicht noch weiter belastet werden, zumal im kommenden Jahr auch die CO2-Abgabe kommt.“, sagt der IHK-Präsident.

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