Ausbildungsstart 2020

IHK Schwaben: Die Chancen für Auszubildende stehen gut

Corona macht der Wirtschaft zu schaffen. Die IHK Schwaben bewertet die Situation für neue Auszubildende dennoch positiv. Das rät der IHK Ausbildungsexperte Christian Munz Berufseinsteigern jetzt.

Am 1. September startet in den meisten Unternehmen das neue Ausbildungsjahr. Bei der IHK Schwaben rechnet man damit, dass in den bis dahin verbleibenden vier Wochen noch einmal zahlreiche Ausbildungsverträge geschlossen werden. „Wegen der Corona-Krise war der Ausbildungsmarkt zwischenzeitlich komplett zum Erliegen gekommen“, berichtet IHK-Ausbildungsexperte Christian Munz. „Seit Mai spüren wir eine Erholung.“ 

Im Vergleich zum Vorjahr kommt der Ausbildungsmarkt in diesem Jahr spät in Schwung. „Wir haben eine zeitliche Verzögerung von etwa sechs bis acht Wochen“, berichtet Munz. Bislang sind von den bayerisch-schwäbischen Unternehmen aus den Bereichen Handel, Produktion und Dienstleistungen bereits mehr als 6.000 neue Ausbildungsverhältnisse für September gemeldet worden. Damit sind trotz der corona-bedingten wirtschaftlichen Einbrüche bereits 85 Prozent des Vorjahresniveaus erreicht.

„Die Chancen stehen trotz der Krise gut“

Bei der IHK Schwaben ist man zuversichtlich, dass diese Werte weiter deutlich ansteigen. So sind bei der Arbeitsagentur nach wie vor mehr offene Stellen als Bewerber gemeldet. Hier ist nur ein leichter Rückgang der registrierten Ausbildungsplätze zu verzeichnen. „Das belegt, dass das Matching in diesem Jahr langsamer vonstattengeht“, sagt Munz. Auch in der IHK-Lehrstellenbörse sind nach wie vor mehr als 500 freie Ausbildungsplätze in Bayerisch-Schwaben zu finden. „Die Chancen für Bewerber und Bewerberinnen stehen trotz Krise unverändert gut, auch wenn vielleicht etwas mehr Flexibilität erforderlich ist“, ergänzt er.

Regional große Unterschiede

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt ist in den drei Arbeitsagenturbezirken Augsburg, Donauwörth und Kempten ähnlich. Von Landkreis zu Landkreis gibt es allerdings große Unterschiede. Munz warnt jedoch davor, diese Werte überzubewerten. Da stetig neue Ausbildungsverhältnisse – gerade auch aus großen Betrieben – gemeldet werden, sei die Aussagekraft begrenzt. Außerdem ist noch vieles in Bewegung. Munz ist sicher, dass viele junge Leute jetzt im Endspurt noch aktiv werden. „In der Phase des Lockdowns standen bei den Schülern häufig andere Themen im Fokus.“ Hinzu kommt, dass Recruiting-Aktionen oder Berufsbildungsmessen wegen der Pandemie ausfallen mussten. Auch die wirtschaftliche Unsicherheit dürfte den einen oder anderen von einer Bewerbung abgehalten haben. „Nachdem sich die wirtschaftliche Stimmung langsam aufhellt und sich der Arbeitsmarkt weiter stabilisiert, wie die Juli-Zahlen der Arbeitsagentur zeigen, kehrt Vertrauen zurück“, ist sich Munz sicher.

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