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IHK Schwaben: Brexit bringt stürmische Zeiten für Wirtschaft
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Harter Brexit

IHK Schwaben: Brexit bringt stürmische Zeiten für Wirtschaft

 Dr. Andreas Kopton, IHK Präsident. Foto: Archiv/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Dr. Andreas Kopton, IHK Präsident. Foto: Archiv/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Der Brexit-Deal steht auf der Kippe. Auch den schwäbischen Unternehmen stehen stürmische Zeiten bevor.

„Der nun aller Voraussicht nach ungeregelte Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU sorgt in der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft für große Verunsicherung“, erklärt Dr. Andreas Kopton „Betroffene Betriebe haben stürmische Zeiten vor sich. Besonders kritisch werden das Ende des freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs und die Einführung von Zöllen. Die Unternehmen brauchen jetzt eine gute Vorbereitung, um diese Aufgabe zu bewältigen“, ist Kopton überzeugt.

Betriebe müssen sich für harten Brexit wappnen

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Der IHK-Präsident rät, das Dienstleistungsangebot der IHK Schwaben zu nutzen. Online bietet die Kammer Hilfestellung zu allen wesentlichen Folgen des Brexit in den Bereichen Zoll und Warenverkehr, Dienstleistungen, Transport und Logistik, Steuern, Datenschutz, Recht sowie Finanzdienstleistungen. „Das Worst-Case Szenario eines harten Brexit wird leider sehr wahrscheinlich. Daher sollte nun jedes Unternehmen seine offenen Fragen klären“, empfiehlt Kopton.

Rund 500 Unternehmen in Schwaben betroffen 

Aus Schwaben sind im Vereinigten Königreich rund 500 Unternehmen aktiv. „Gerade kleine Unternehmen, die bislang nur Handel innerhalb der EU betreiben, kommt ein Brexit teuer zu stehen“, berichtet Jana Lovell, Leiterin des IHK-Geschäftsfelds International. „Diese Unternehmen müssen sich oft erst Wissen und Strukturen etwa in Zollfragen aufbauen, weil sie es jetzt erstmals mit dem Nicht-EU-Ausland zu tun haben. Das schafft Kosten, die sich zu denen addieren, die die Betriebe schon jetzt schultern müssen.“

Export wird erschwert

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Denn auch das schwache britische Pfund stört den Handel, da sich die Exporte aus Deutschland verteuerten. „Das belastet gerade eine Exportregion wie Bayerisch-Schwaben besonders stark“, erklärt Lovell. Zudem ist eine Zurückhaltung bei Investitionen festzustellen. Wichtig ist für Unternehmen jetzt die Analyse ihrer Wertschöpfungskette und ihrer Lieferbeziehungen. „Selbst wenn kein direktes Geschäft mit dem Vereinigten Königreich betrieben wird, kann beispielsweise die Ware eines britischen Lieferanten Probleme bereiten. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass sich die Regeln bei der Mitarbeiterentsendung ändern werden.“

Schwabenweite Brexit-Roadshow

Zusätzlich wird die IHK Schwaben gemeinsam mit dem Hauptzollamt Augsburg eine schwabenweite Brexit-Roadshow durchführen. Hier werden die Unternehmen praktische Hinweise zu den geänderten Prozessen insbesondere beim Warenverkehr erhalten und ebenso Informationen zu den Grundlagen der Zollabwicklung. Auftakt ist in Augsburg am 1. März 2019.

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