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IHK Schwaben Ausbildung
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IHK Schwaben

IHK Schwaben Ausbildung

Die IHK Schwaben veröffentlicht die vorläufige Bilanz für den Handel, die Industrie und den Dienstleistungssektor. Es wurden über 10 Prozent mehr Ausbildungsverträge geschlossen.

Der Motor der schwäbischen Wirtschaft läuft nach wie vor auf Hochtouren und die Fachkräftesicherung ist weiter Thema Nr. 1 für die Unternehmen in Bayerisch-Schwaben. Das schlägt sich auch in den Ausbildungszahlen nieder: zweistellige Zuwachsraten und starke Zuwächse über alle Branchen und Regionen hinweg heben die Ausbildungssituation in Schwaben über das Niveau des Vorkrisen-Jahres 2008. Auch im deutschlandweiten Vergleich steht Schwaben hervorragend dar. Einziger Wermutstropfen: die Gastronomie - hier ist Situation weiterhin prekär und viele Betriebe suchen noch händeringend nach Auszubildenden.

Ausbildung 2001, eine vorläufige Bilanz

Ende August konnte die IHK Schwaben zum Start des Ausbildungsjahres mehr als 8000 neue Ausbildungsverträge registrieren. Dies entspricht einem Plus von über 10 Prozent (Bund +6,4 %) und ist damit auch Ausdruck für die weiterhin außerordentlich hohe Bedeutung der Facharbeiter-Ausbildung für schwäbische Unternehmen. Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr viel Bewegung im Ausbildungsmarkt herrscht ist dennoch erkennbar, dass nahezu alle Branchen und Bereiche der beruflichen Ausbildung von dem diesjährigen Zuwachs profitieren. Zu Beginn eines Ausbildungsjahres sind traditionell erst 80-85 % aller Ausbildungsverhältnisse registriert und regionalisiert erfasst. Bei Ausbildung im gastronomischen Bereich geht die IHK schwabenweit von einem Rückgang der Ausbildungszahlen um ca. 10 % aus.

Offene Stellen in der Gastronomie

Der deutlich spürbare und damit schmerzhafte Rückgang der Ausbildungszahlen in der Gastronomie korrespondiert mit einem gleichzeitigen Überangebot an noch freien Ausbildungsplätzen in diesem Segment. Gemäß IHK-Lehrstellenbörse und Bewerbungsmanagement ist davon auszugehen, dass auch nach offiziellem Beginn des neuen Ausbildungsjahres in Schwaben 200-300 Ausbildungsstellen bei den Restaurantfachleuten, Hotelkaufleuten und Köchen unbesetzt bleiben. Gründe und Erklärungen hierfür sehen Branche und IHK gleich mehrere: vom Wegfall des Zuzugs von Jugendlichen aus den neuen Ländern über fehlende bzw. unzureichende Information hinsichtlich hervorragender, beruflicher Möglichkeiten in der Gastronomie, von „schlechtem Image“ bis hin zu nicht ausreichender Ausbildungsfähigkeit und mangelnder Dienstleistungsbereitschaft bei den Jugendlichen ist alles vertreten.

Erschwert wird ein effizientes Matching auch dadurch, dass sich viele der noch zu besetzenden Ausbildungsplätze auf wenige Regionen in Schwaben konzentrieren - und damit für geeignete Bewerber unter Umständen eine hohe Anforderung an ihre individuelle Mobilität stellen. Betriebe werden Rahmenbedingungen für die Ausbildung schaffen müssen, die auch qualifizierte Jugendliche aus entfernteren Regionen für eine Ausbildung in der Gastronomie motivieren.

Haupt-, Mittel- und Realschüler schüler in Zeiten von G8

Mit Blick auf den doppelten Abiturjahrgang 2011 hat die IHK Schwaben schon frühzeitig eine umfangreiche G8-Kampagne gefahren – und war damit, wie die Zahlen belegen, auch erfolgreich. Die Zahl der Abiturienten in der dualen Berufsausbildung hat sich zum Beginn des Ausbildungsjahres nahezu verdoppelt und wird sicherlich bis zum Jahresende 2011 noch weiter zunehmen. Viele Studenten, die „genommen haben, was zu kriegen war“, werden noch den Weg in die berufliche Ausbildung finden.Dennoch: die 1100 jungen Menschen mit Fachhochschul -/ Hochschulreife besetzen nur ca. 15 % der Ausbildungskapazitäten in unseren Betrieben. 85 Prozent - und damit mehr als 6000 Auszubildende - verfügen über einen Hauptschul-, Mittelschul- bzw. Realschulabschluss.

Mangelnde Ausbildungsreife ist ein Problem

Die mangelnde Ausbildungsreife vieler Schulabgänger stellt die Betriebe mittlerweile vor große Herausforderungen. Defizite beschränken sich hierbei nicht nur auf Wissenslücken in Naturwissenschaften und Technik sondern auch auf mangelnde sprachliche Umgangsformen sowie nicht vorhandene soziale Reife. Immer mehr Betriebe stellen sich diesen Herausforderungen im eigenen Unternehmen und erweitern ihre Ausbildungsbemühungen z.B. um „Ausbildungsbegleitende Hilfen“ bzw. um eine enge und individuelle Betreuung.

Klares Fazit

10 % Plus zum Auftakt des Ausbildungsjahres 2011 sind ein deutliches Signal für den wirtschaftlichen Aufschwung und für die Bedeutung von Fachkräftesicherung. Demografischer Wandel, Defizite in der Ausbildungsfähigkeit und zunehmend spezielle Herausforderungen in der Integration besonderer Zielgruppen für die Ausbildung markieren das künftige Aufgabenfeld für ausbildende Betriebe, Arbeitsagentur, Schule und IHK.

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