Leistungswettbewerb

HWK Schwaben: Handwerker-Nachwuchs holt 56 Medaillen

Beim Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks bewies der Handwerker-Nachwuchs sein Können. Für ihre Verdienste wurden 56 von der Handwerkskammer für Schwaben ausgezeichnet.

Die nächste Generation – unter diesem Motto stand die schwäbische Abschlussfeier des Leistungswettbewerbs des deutschen Handwerks. 56 jungeHandwerker haben es auf das Siegerpodest geschafft. In dem Leistungs-Wettbewerb hatten sie sich gegenüber Kollegen aus ganz Schwaben durchgesetzt und können sich nun in ihrem Gewerk „die Besten“ in Schwaben nennen.

„Solche Fachkräfte braucht unser Wirtschaftszweig“

Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) gratulierte in seiner Begrüßung  lobte das Engagement der Kammersieger: „Sie zeichnen sich durch Motivation, Einsatz und Kreativität aus. Hervorragende Ausbilder, die tolle Vorbilder sind, haben in Ihnen die Begeisterung und Leidenschaft für das Handwerk geweckt. Jetzt stehen die Chancen gut, dass aus jungen talentierten Lehrlingen Handwerker der Spitzenklasse werden. Genau solche Fachkräfte braucht unser Wirtschaftszweig in der Zukunft.“

„Unser Land braucht eine beruflich qualifizierte Elite“

Hans-Peter Rauch, Präsident der HWK Schwaben, lobte Trainingsfleiß, Können, Siegeswillen und Durchsetzungsvermögen der 17 jungen Damen und 39 Herren und stellte fest: „Unsere Wirtschaft, unser Land braucht eine beruflich qualifizierte Elite. Ohne diese Leistungsträger geht es nicht. Sonst gefährden wir unseren Wohlstand.“

56 Gewerke waren vertreten

Die Liste der Sieger 2018, zeigt die ganze Bandbreite der handwerklichen Berufe. In vielen Bereichen konnte der Nachwuchs brillieren. Von A-Z waren 56 Gewerke im Wettbewerb vertreten. Neben Feinwerkmechanikern, Beton- und Stahlbetonbauern und Klempnern hat das schwäbische Handwerk auch in ausgefallenen Berufen, wie zum Beispiel der Goldschmiedin oder dem Stuckateur, hervorragend qualifizierte Fachkräfte vorzuweisen.

Nächste Stationen: Landes- und Bundeswettbewerb

Am Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks können  Absolventen der Gesellen- und Abschlussprüfungen 2018 teilnehmen. Sie müssen die beste praktische Prüfungsarbeit in ihren jeweiligen Prüfungsbezirken abgelegt haben. Während bei manchem Gewerk das zur Prüfung angefertigte Gesellenstück für den Wettbewerb bewertet wurde, mussten in anderen Berufen beispielsweise bei den Fachverkäufern in den Lebensmittelhandwerken oder in den Bau- und Ausbauhandwerken zusätzlich Arbeitsproben gefertigt werden. Die Kammersieger können jetzt an weiteren Berufswettbewerben teilnehmen. Die nächsten Ebenen sind der Landeswettbewerb und der Bundeswettbewerb.

Bildungszug fährt in die falsche Richtung

In seiner Festansprache zeigte HWK-Präsident Rauch die vielfältigen Möglichkeiten auf, die Spitzenkräfte im Handwerk nach Abschluss ihrer Ausbildung haben. Rauch warb dabei auch für die Selbständigkeit: „Besonders reizvoll ist es sein eigenes Handwerksunternehmen zu führen, sein eigener Herr zu sein und die eigenen Ideen umsetzen zu können. Ich selbst kann mir beruflich nichts Schöneres vorstellen“, geriet er ins Schwärmen.

Der Politik schrieb er ins Stammbuch: „Kein Wunder, dass immer mehr Lehrstellen frei bleiben, wenn die politische Botschaft der letzten Jahre klar in Richtung Steigerung der Abiturienten- und Studentenzahlen ging. Milliarden von Euro sind in Hochschulen und Universitäten investiert worden. Die Mittel für die berufliche Bildung nehmen sich im Vergleich dazu bescheiden aus. Hier läuft bei uns etwas schief. Der Bildungszug fährt in die falsche Richtung“.

Silberne Ehrennadel für Ausbilder

Ein besonderer Dank galt auch den Ausbildern in den Unternehmen. HWK-Präsident Rauch: „Wer ein erstklassiger Handwerker werden will, der braucht eine erstklassige Ausbildung – und dafür garantiert ein erstklassiger Meister, der den Lehrling führt. Es ist immer wieder toll, wie manche Ausbilder sich so für ihre Nachwuchskräfte einsetzen und sie unterstützen, wenn es dann um die Arbeitsproben beim Leistungswettbewerb geht.“ Drei Ausbilder wurden in diesem Jahr mit der Silbernen Ehrennadel des Schwäbischen Handwerks ausgezeichnet, weil sie bereits dreimal einen Kammersieger hervorgebracht hatten: Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeister Karl Meyer aus Donauwörth, Steinmetzmeister Franz Probst aus Füssen und Maschinenbaumeister Karl Wiedemann aus Altenmünster.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Leistungswettbewerb

HWK Schwaben: Handwerker-Nachwuchs holt 56 Medaillen

Beim Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks bewies der Handwerker-Nachwuchs sein Können. Für ihre Verdienste wurden 56 von der Handwerkskammer für Schwaben ausgezeichnet.

Die nächste Generation – unter diesem Motto stand die schwäbische Abschlussfeier des Leistungswettbewerbs des deutschen Handwerks. 56 jungeHandwerker haben es auf das Siegerpodest geschafft. In dem Leistungs-Wettbewerb hatten sie sich gegenüber Kollegen aus ganz Schwaben durchgesetzt und können sich nun in ihrem Gewerk „die Besten“ in Schwaben nennen.

„Solche Fachkräfte braucht unser Wirtschaftszweig“

Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) gratulierte in seiner Begrüßung  lobte das Engagement der Kammersieger: „Sie zeichnen sich durch Motivation, Einsatz und Kreativität aus. Hervorragende Ausbilder, die tolle Vorbilder sind, haben in Ihnen die Begeisterung und Leidenschaft für das Handwerk geweckt. Jetzt stehen die Chancen gut, dass aus jungen talentierten Lehrlingen Handwerker der Spitzenklasse werden. Genau solche Fachkräfte braucht unser Wirtschaftszweig in der Zukunft.“

„Unser Land braucht eine beruflich qualifizierte Elite“

Hans-Peter Rauch, Präsident der HWK Schwaben, lobte Trainingsfleiß, Können, Siegeswillen und Durchsetzungsvermögen der 17 jungen Damen und 39 Herren und stellte fest: „Unsere Wirtschaft, unser Land braucht eine beruflich qualifizierte Elite. Ohne diese Leistungsträger geht es nicht. Sonst gefährden wir unseren Wohlstand.“

56 Gewerke waren vertreten

Die Liste der Sieger 2018, zeigt die ganze Bandbreite der handwerklichen Berufe. In vielen Bereichen konnte der Nachwuchs brillieren. Von A-Z waren 56 Gewerke im Wettbewerb vertreten. Neben Feinwerkmechanikern, Beton- und Stahlbetonbauern und Klempnern hat das schwäbische Handwerk auch in ausgefallenen Berufen, wie zum Beispiel der Goldschmiedin oder dem Stuckateur, hervorragend qualifizierte Fachkräfte vorzuweisen.

Nächste Stationen: Landes- und Bundeswettbewerb

Am Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks können  Absolventen der Gesellen- und Abschlussprüfungen 2018 teilnehmen. Sie müssen die beste praktische Prüfungsarbeit in ihren jeweiligen Prüfungsbezirken abgelegt haben. Während bei manchem Gewerk das zur Prüfung angefertigte Gesellenstück für den Wettbewerb bewertet wurde, mussten in anderen Berufen beispielsweise bei den Fachverkäufern in den Lebensmittelhandwerken oder in den Bau- und Ausbauhandwerken zusätzlich Arbeitsproben gefertigt werden. Die Kammersieger können jetzt an weiteren Berufswettbewerben teilnehmen. Die nächsten Ebenen sind der Landeswettbewerb und der Bundeswettbewerb.

Bildungszug fährt in die falsche Richtung

In seiner Festansprache zeigte HWK-Präsident Rauch die vielfältigen Möglichkeiten auf, die Spitzenkräfte im Handwerk nach Abschluss ihrer Ausbildung haben. Rauch warb dabei auch für die Selbständigkeit: „Besonders reizvoll ist es sein eigenes Handwerksunternehmen zu führen, sein eigener Herr zu sein und die eigenen Ideen umsetzen zu können. Ich selbst kann mir beruflich nichts Schöneres vorstellen“, geriet er ins Schwärmen.

Der Politik schrieb er ins Stammbuch: „Kein Wunder, dass immer mehr Lehrstellen frei bleiben, wenn die politische Botschaft der letzten Jahre klar in Richtung Steigerung der Abiturienten- und Studentenzahlen ging. Milliarden von Euro sind in Hochschulen und Universitäten investiert worden. Die Mittel für die berufliche Bildung nehmen sich im Vergleich dazu bescheiden aus. Hier läuft bei uns etwas schief. Der Bildungszug fährt in die falsche Richtung“.

Silberne Ehrennadel für Ausbilder

Ein besonderer Dank galt auch den Ausbildern in den Unternehmen. HWK-Präsident Rauch: „Wer ein erstklassiger Handwerker werden will, der braucht eine erstklassige Ausbildung – und dafür garantiert ein erstklassiger Meister, der den Lehrling führt. Es ist immer wieder toll, wie manche Ausbilder sich so für ihre Nachwuchskräfte einsetzen und sie unterstützen, wenn es dann um die Arbeitsproben beim Leistungswettbewerb geht.“ Drei Ausbilder wurden in diesem Jahr mit der Silbernen Ehrennadel des Schwäbischen Handwerks ausgezeichnet, weil sie bereits dreimal einen Kammersieger hervorgebracht hatten: Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeister Karl Meyer aus Donauwörth, Steinmetzmeister Franz Probst aus Füssen und Maschinenbaumeister Karl Wiedemann aus Altenmünster.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben