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HWK fordert Masterplan für die Energiewende
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HWK Schwaben

HWK fordert Masterplan für die Energiewende

 Kleine Unternehmen werden benachteiligt. Foto: © Marco2811 - Fotolia.com

Sollte nicht bald eine ordentliche Strategie, ein „Masterplan“ für die Energiewende aufgestellt werden, so befürchtet die Handwerksammer für Schwaben Preissteigerungen. „Der erneute Anstieg der EEG-Umlage auf nunmehr 5,3 Cent ist noch nicht das Ende der Fahnenstange“, warnt die HWK.

 „Die bisherige Förderung ist volkswirtschaftlich auf Dauer nicht tragbar. Die Lasten sind völlig ungleich verteilt und so kann es nicht weitergehen“,  zeigt sich Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) verärgert. „Gerade die kleinen und mittleren Handwerksbetriebe sind von den steigenden Kosten massiv betroffen und bekommen von den Großen eine lange Nase gezeigt. Für die Stromverbraucher muss schnell Klarheit geschaffen werden, wie die Kosten eingedämmt und fairer als bislang verteilt werden können.“ Wagner fordert eine deutlich bessere Koordination zwischen dem  Aufbau der regenerativen Energieanlagen, den konventionellen Kraftwerken, den Netzen und der effizienten Nutzung. Zudem müssten schnellstmöglich Speichertechnologien nutzbar gemacht werden.

HWK kritisiert: Große Kosten für kleine Unternehmen

Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang die Feststellung von Bundesumweltminister Peter Altmaier in seinem „10 Punkte-Programm". Darin vertritt der Minister die Auffassung, dass es für die Energiewende „weder einen klassischen Masterplan noch ein Drehbuch geben kann“. Hier wird das Grundproblem der bisherigen Fehlentwicklungen zur Tugend erklärt. „Ohne einen solchen politischen Masterplan wird das Jahrhundertprojekt Energiewende niemals gelingen. Energieeinsparung, Energieeffizienz, die Erzeugung des regenerativen Stroms, Speichertechnologien und intelligente Netze müssen zusammenhängend entwickelt werden,“ fordert Wagner im Interesse der schwäbischen Handwerksbetriebe. Nur mit einem systemischen Ansatz ließen sich die Kosten auf ein vertretbares Maß begrenzen und die Versorgungssicherheit gewährleisten.

HWK fordert grundlegende Reform des EEG

Das EEG, so die Forderung der HWK Schwaben muss schnellstmöglich von Grund auf reformiert werden. Der neue Förderansatz, den es unbedingt braucht muss vom Gesamtkonzept abgeleitet werden und u.a. folgende Elemente beinhalten:

  • Verstärkte Berücksichtigung von Eigenverbrauchslösungen in Verbindung mit Speichertechnologien und
  • Neuregelung der zukünftigen Förderzeiträume mit dem Ziel die Folgelasten für die Zukunft zu reduzieren.

Sockelverbrauch für Privatkunden und Gewerbetreibende festlegen

„Wir haben keine Zeit zu verlieren,“ ist sich Wagner sicher und hält es für fatal notwendige Entscheidungen auf die nächste Legislaturperiode zu verschieben. „Die Überarbeitung muss jetzt angegangen werden.“ Das Handwerk erwartet daher kurzfristige Lösungen, um die kräftige Steigerung der EEG-Umlage im kommenden Jahr zu kompensieren. „Wir schlagen vor einen Sockelverbrauch von 2000 kWh/Jahr für Privatkunden und 4000 kWh/Jahr für gewerbliche Kunden von der Stromsteuer zu befreien. Damit ließen sich die Auswirkungen der Preissteigerungen etwas dämpfen.“ Zugleich sollte die Ausnahmeregelung für stromintensive Unternehmen nochmals geprüft werden. Die Vielzahl der Befreiungen führt zu einer deutlichen Schieflage der Lasten zum Nachteil der mittelständischen Betriebe und der Endverbraucher. „Es darf nicht soweit kommen, dass die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende in Frage gestellt wird,“ warnt Wagner.

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