Forschungsprojekt LogiPICs

Hochschule Augsburg stellt Projekt gegen Arbeitskräftemangel vor

Nach einer 18-monatigen Forschungsphase wurde kürzlich das Projekt „Logistische Prozesse in Bildsprache“ (LogiPICs) Vertretern der Industrie und Forschungspartner der Hochschule Augsburg vorgestellt. Im Rahmen des Projektes wurde eine Bildsprache geschaffen, um logistische Prozesse zu optimieren.

Das interdisziplinäre Team aus Wissenschaftlern der Fakultäten für Gestaltung und Wirtschaft an der Hochschule Augsburg hatte sich während ihrem Forschungsprojekt mit der Problematik von fehlenden Arbeitskräften in der Logistikbranche beschäftigt. Der Mangel von Arbeitskräften hält aufgrund eines anhaltenden Auftragsbooms schon seit längerem an. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen leiden unter diesem, vor allem im Lagerbereich.

Migranten könnten den Arbeitskräftemangel beheben

Das Projekt der Hochschule Augsburg soll hier Abhilfe schaffen. Michael Krupp, Professor der Forschungsgruppe für optimierte Wertschöpfung HSA_ops, sieht für die Behebung des Arbeitskraftmangels Potenzial in ausländischen Arbeitern: „Diese Lücke könnten Migranten oder gering qualifizierte Arbeiter schließen.“ Aufgrund von sprachlichen Barrieren ist dies jedoch oft recht zeitintensiv „und gefährdet die erforderliche Qualität der Prozesse“, ergänzt Marjan Isakovic, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe. 

Integration in Arbeitsprozesse durch LogiPICs 

Die vorgeschlagene Lösung der Wissenschaftler für dieses Problem ist eine universelle Bildsprache, die die Arbeitsschritte strukturiert und verständlich vermittelt. Bei der Veranstaltung an der Hochschule Augsburg gaben die Verantwortlichen nun Einblicke in ihr Projekt, das die Einsatzmöglichkeiten einer solchen Bildsprache für nicht-muttersprachliche Mitarbeiter im Lager eines Betriebes behandelt. Es wurde präsentiert, wie auf diesem Weg die Integration von fremdsprachigen Mitarbeitern in logistische Lagerprozesse durch die Bildsprache LogiPICs durchgeführt werden kann. Auch wurden erste Erfahrungswerte aus der Praxis vom Einsatz visueller Instrumente im Bereich der Logistik vorgestellt.

LogiPICs wurde in der Praxis ausführlich getestet

Mithilfe eines eigens zusammengestellten Informationssystems können durch die Bildsprache LogiPICs modular kombinierbare Visualisierungen der logistischen Abläufe erstellt und den Lagermitarbeitern vorgeführt werden. Für die Entwicklung des LogiPICs-Systems wurden zunächst die wesentlichen Arbeitsprozesse in der Lagerarbeit identifiziert und anschließend in einem Gestaltungssystem umgesetzt. Dies geschah unter der Leitung von Professor Michael Stoll. Er ist Experte für Informationsdesign an der Hochschule Augsburg. „Die Bildsprache muss eindeutig verstehbar und kulturübergreifend funktional sein“, so Stoll. Um die Funktion der Bildsprache zu gewährleisten wurde diese in der Praxis ausführlich getestet. Partner hierbei war das Fraunhofer Institut SCS in Nürnberg, das die Tests unter anderem bei Unternehmen, Weiterbildungseinrichtungen sowie im Mitmach-Kaufhaus Josephs in der Nürnberger Innenstadt durchführte. 

Für die Weiterentwicklung ist man auf die Hilfe von Unternehmen angewiesen 

Erste Forschungsergebnisse sowie Teile der Bildsprache sollen in Kürze auf der eigens für das Projekt erstellten Website zur Verfügung gestellt werden. Damit können Unternehmen erste Praxisversuche in ihren Lagern durchführen. In Zukunft soll im Rahmen des Forschungsprojektes dieses Sprachsystem ausgebaut und weiterentwickelt werden. Unter anderem soll die Bildsprache LogiPICs mithilfe eines Online-Konfigurators digital zugänglich gemacht werden. Entscheidend für die Weiterentwicklung ist jedoch die praktische Anwendung. So bittet Alexandra Kornacher, Mitarbeiterin im Augsburger Forscherteam, um die Mithilfe von Unternehmen: „Wir freuen uns über Rückmeldungen, Verbesserungsvorschläge und zusätzliche Abbildungswünsche aus der Praxis.“

Mehr über das Forschungsprojekt 

Das LogiPICs ist ein von Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördertes Projekt, das im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) finaziell unterstützt wurde. Der Förderungszeitraum betrug 18 Monate und lief im Zeitraum März 2017 bis August 2018. Bei dem Projekt handelte es sich um ein IGF-Vorhaben der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL). Die Förderung des Projekts erfolgte durch die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF).

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LogiPICs wurde in der Praxis ausführlich getestet

Mithilfe eines eigens zusammengestellten Informationssystems können durch die Bildsprache LogiPICs modular kombinierbare Visualisierungen der logistischen Abläufe erstellt und den Lagermitarbeitern vorgeführt werden. Für die Entwicklung des LogiPICs-Systems wurden zunächst die wesentlichen Arbeitsprozesse in der Lagerarbeit identifiziert und anschließend in einem Gestaltungssystem umgesetzt. Dies geschah unter der Leitung von Professor Michael Stoll. Er ist Experte für Informationsdesign an der Hochschule Augsburg. „Die Bildsprache muss eindeutig verstehbar und kulturübergreifend funktional sein“, so Stoll. Um die Funktion der Bildsprache zu gewährleisten wurde diese in der Praxis ausführlich getestet. Partner hierbei war das Fraunhofer Institut SCS in Nürnberg, das die Tests unter anderem bei Unternehmen, Weiterbildungseinrichtungen sowie im Mitmach-Kaufhaus Josephs in der Nürnberger Innenstadt durchführte. 

Für die Weiterentwicklung ist man auf die Hilfe von Unternehmen angewiesen 

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Mehr über das Forschungsprojekt 

Das LogiPICs ist ein von Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördertes Projekt, das im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) finaziell unterstützt wurde. Der Förderungszeitraum betrug 18 Monate und lief im Zeitraum März 2017 bis August 2018. Bei dem Projekt handelte es sich um ein IGF-Vorhaben der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL). Die Förderung des Projekts erfolgte durch die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF).

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