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Haunstetten Südwest: So sehen Experten das neue Stadtviertel
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Neues Quartier

Haunstetten Südwest: So sehen Experten das neue Stadtviertel

 Dort entsteht das neue Stadtquartier Haunstetten Südwest. Foto: Ulrich Wagner

Die Stadt plant mit Haunstetten Südwest ein Stadtviertel der Zukunft. Nun erarbeiteten Experten erneut innovative Ideen und Lösungswege für die Entwicklung des Quartiers.

Auf 180 Hektar Ackerflächen zwischen Haunstetten und der B17 entsteht bis voraussichtlich 2050 das neue Stadtviertel Haunstetten Südwest. Dort sollen einmal rund 10.000 Menschen Platz finden und 5.000 Arbeitsplätze entstehen. Die Stadt rechnet damit, dass Ende der 2020er Jahre mit den ersten Baumaßnahmen begonnen werden kann.

Die Experten mit Baureferent Gerd Merkle. Foto: Sabine Müller/Stadtplanungsamt Augsburg

Zweiter Workshop der Zukunftsdenker 

Vom 8. Bis 10. Oktober hatte die Stadt zum zweiten Mal Fachleute aus den Bereichen Städtebau, Freiraum, Mobilität/Verkehr, Energie, Klima und Stadtsoziologie, zu einem Expertenworkshop eingeladen. Die sogenannten Zukunftsdenker machten sich erneut Gedanken darüber, wie das neue Stadtviertel aussehen soll. „Es hat mich zutiefst beeindruckt, wie viel Fachwissen aus unterschiedlichen Bereichen bis spät in die Nacht mitgebracht wurde“, erzählt Gerd Merkle, Baureferent der Stadt Augsburg. Am Donnerstag präsentierten die Planer nun ihre Ideen.

Gerd Merkle ist sehr zufrieden mit dem zweiten Expertenworkshop. Foto: Angelina Märkl/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Wie das neue Stadtviertel in Haunstetten aussehen soll

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Die Experten verdeutlichten noch einmal, dass die Zukunft von Megatrends wie dem Klimawandel, veränderten Formen der Mobilität, dem gesellschaftlichen Wandel und der Digitalisierung geprägt sind.  Für diese Herausforderungen soll der neue Stadtteil Haunstetten Südwest Lösungen anbieten. „Wir denken sehr innovativ, aber nicht utopisch“, äußert sich Steffen Braun, Vorsitzender des Expertenworkshops und Leiter des Geschäftsfeldes „Mobilitäts-und Stadtsystem-Gestaltung“ am Fraunhofer Institut IAO, Stuttgart. Im ersten Workshop ging es um visionäre Ideen, nun wurden diese konkretisiert.

Steffen Braun leitet den Workshop. Foto: Angelina Märkl/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

„Es geht nicht nur darum, Wohnraum zu schaffen, sondern auch ein Profil für das Quartier. Es muss ein Kompromiss zwischen  Wirtschaft, sozialen Beziehungen und Umwelt geschaffen werden“, so Gerhard Stryi-Hipp, Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE, Freiburg. Die Vision: „Landscape first“. Die Experten empfehlen, die Landschaft zuerst zu bauen. Dann erst soll Wohnraum geschaffen werden. „Ein Teil der Flächen soll für allgemeine Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Es braucht Orte der Begegnung und des Austausches“, sagt Gerd Kuhn, Professor am Institut Wohnen und Entwerfen in Stuttgart.

Aufwertung der alten B17

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Ein zentraler Punkt ist die Aufwertung der alten B17. Eine Idee ist, Baumreihen , separate Fuß- und Radwege und Querungshilfen zu integrieren. Der neue Stadteingang könnte an der Inninger Straße nach der Abfahrt von der neuen B17 entstehen. So soll die Inninger Straße auch von Fußgängern und Radfahrern besser genutzt werden können. Die Experten fordern die Stadt auf, dies in naher Zukunft umzusetzen.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Tramlinie zwei nach Königsbrunn zu verlängern. Autoverkehr spielt in dem neuen Quartier kaum noch eine Rolle. Die Fahrzeuge können in Quartiersgaragen am Rande des Viertels abgestellt werden. Paketautos haben keinen Zutritt mehr zum Viertel und übergeben ihre Ware außerhalb an Lastenfahrräder.

„Losgehen tut es heute“

„In den nächsten 10 Jahren müssen wir Verbesserungen für Haunstetten andenken und Entscheidungen für die Zukunft treffen“, sagt Merkle. „Losgehen tut es heute. Wir können heute schon Rahmenbedingungen, Änderungen und Verbesserungen für die Haunstetter schaffen“, so Merkle weiter.

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