Nachfolger gesucht

Große Übergabewelle kommt auf Schwabens Unternehmen zu

So viele Unternehmer wie noch nie suchen einen Nachfolger. Laut dem aktuellen DIHK-Report hat das Interesse am Thema Generationenwechsel deutlich zugenommen. Deshalb will die IHK Schwaben ihre Beratung anpassen.

In Bayerisch-Schwaben stehen so viele Familienbetriebe vor der Übergabe wie noch nie. Zwischen 2017 und 2021 müssen mehr als 17.000 Firmeninhaber einen Nachfolger für ihr Unternehmen finden. Wie der aktuelle DIHK-Report, an dem die IHK Schwaben mitgearbeitet hat, jetzt zeigt, gewinnt das Thema weiter an Brisanz. „Für uns ergibt sich daraus eine besondere Verantwortung“, sagt Heide Becker, Leiterin des Beratungszentrums Recht und Betriebswirtschaft der IHK Schwaben. „Von einem erfolgreichen Generationenwechsel in diesen Unternehmen hängen Tausende Arbeitsplätze in der Region, ein gutes Stück unserer Wirtschaftskraft und die Fortführung des Lebenswerks verdienter Unternehmer ab“, so Becker weiter.

Interesse am Thema Nachfolge nimmt zu

Wie aus dem DIHK-Report hervorgeht, hat das Interesse an dem Thema Nachfolge deutlich zugenommen. Die Zahl der Interessierten – vom Senior-Unternehmer bis zum potentiellen Käufer – ist um 17 Prozent angestiegen. Ein Trend, den man auch bei der IHK Schwaben beobachtet. „Bayerisch-Schwaben ist von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt, dabei handelt es sich größtenteils um Familienunternehmen“, berichtet Karin Bräuer, die sich im Beratungszentrum Recht und Betriebswirtschaft der IHK Schwaben um Unternehmen und potenzielle Nachfolger kümmert.

Wie 78 weitere Industrie- und Handelskammern in Deutschland hat auch die IHK Schwaben an dem Report mitgearbeitet und Einschätzungen und Zahlen geliefert. Im Jahr 2019 hat die Kammer in Bayerisch-Schwaben fast 400 persönliche Beratungen zu dem Thema Nachfolge durchgeführt – eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Zudem kamen deutlich mehr Interessenten, die ein Unternehmen übernehmen möchten, in die Beratung der IHK Schwaben.

Anteil der potenziellen Nachfolgerinnen ist gering

Etwa 45 Prozent der Nachfolgeinteressenten möchten laut DIHK-Report gerne einen Industriebetrieb übernehmen. Allerdings gelingt das nur wenigen, da das Angebot an zu übergebenen Unternehmen in dieser Branche deutlich kleiner ist. Der Anteil der Senior-Unternehmer mit einem Industriebetrieb in den Beratungen der IHK liegt bei nur gut 20 Prozent. Stabil ist der Anteil der Frauen unter den Beratenen. Nur jeder Fünfte, der ein Unternehmen übergeben möchte oder an einer Übernahme interessiert ist, ist weiblich. „Gerade bei den Damen ist noch viel Potenzial vorhanden, um den Generationenwechsel in unseren Betrieben erfolgreich zu gestalten“, sagt Bräuer.

Generationenwechsel – für viele ein emotionales Thema

Die IHK-Expertin steht selbst in engem Kontakt zu vielen Unternehmern, die einen Nachfolger suchen. Sie weiß, dass der Generationenwechsel für viele ein hochemotionales Thema ist. Das bestätigt auch der DIHK-Report: 38 Prozent der Senior-Unternehmer haben Schwierigkeiten, von ihrem Lebenswerk loszulassen. Daraus folgt, dass 43 Prozent der Unternehmer zu Beginn der Verhandlungen einen überhöhten Kaufpreis fordern. „Daher ist es wichtig, einen Generationenwechsel im Unternehmen frühzeitig und strategisch vorzubereiten. Wir stehen dabei als Gesprächspartner von der ersten Überlegung bis zum abgeschlossenen Verkauf zur Verfügung“, sagt Bräuer.

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