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Graphitelektroden-Geschäft der SGL Group zum 2. Oktober verkauft
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Nach Zustimmung der Kartellbehörden

Graphitelektroden-Geschäft der SGL Group zum 2. Oktober verkauft

 Der SGL-Standort in Meitingen. Foto: SGL Group

Die SGL Group verkauft das Graphitelektrodengeschäft, an dem auch der SGL-Standort Meitingen beteiligt ist, an den japanischen Investor Showa Denko (SDK). Nachdem nun auch die Kartellbehörden ihre Genehmigungen erteilt haben, soll die Transaktion zum 2. Oktober 2017 vollzogen werden.

Die Genehmigungen der Kartellbehörden in Deutschland, Russland und der Türkei liegen bereits vor. Nun hat auch das US-Justizministerium (DoJ) dem Verkauf unter Auflage zugestimmt. Demnach müssen die vormaligen SGL Graphitelektroden-Standorte Hickman und Ozark vom neuen Eigentümer aus wettbewerbsrechtlichen Gründen an einen Dritten, vorzugsweise einen Wettbewerber, verkauft werden. Diese Auflage beeinflusst weder den mit Showa Denko vereinbarten Unternehmenswert noch die für die SGL Group zu erwartenden Verkaufserlöse.

Unternehmenswert von 350 Millionen Euro

Die SGL Group hat bereits im vergangenen Oktober unterzeichnet, dass das Geschäft mit Graphitelektroden an Showa Denko verkauft wird. Unter Herausrechnung von liquiden Mitteln und Schulden hatten sich beide Vertragsparteien auf einen Unternehmenswert von 350 Millionen Euro geeinigt. Nach allen Abzügen, ergibt sich für die SGL Group nach aktueller Abschätzung ein Mittelzufluss von mindestens 230 Millionen Euro. Der endgültige Verkaufserlös wird zum 30. September 2017 festgesetzt. Basis dafür ist die aufzustellende Bilanz.

Rückzahlung der Unternehmensanleihe

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Mit den Erlösen aus dem Verkauf wird die Unternehmensanleihe über 250 Millionen Euro vorzeitig zurückgezahlt. Die Anleihe beinhaltet ein vorzeitiges Kündigungsrecht ab dem 15. Januar 2017 zu 102,438 Prozent. Zum heutigen Tag macht die SGL Group von ihrem vorzeitigen Kündigungsrecht Gebrauch und wird eine entsprechende Mitteilung an ihre Anleihegläubiger versenden. Diese Kündigung ist abhängig vom Closing und der Rückzahlungstermin, unter diesem Vorbehalt, für den 30. Oktober 2017 geplant. Für die vorzeitige Kündigung fallen Kosten in Höhe von rund neun Millionen Euro an. Dem gegenüber stehen Einsparungen von rund 13 Millionen Euro ab dem Geschäftsjahr 2018. Diese setzen sich aus den entfallenden Zinsaufwendungen und Refinanzierungskosten zusammen.

Verkauf des Kathodengeschäfts: Closing im vierten Quartel 2017 erwartet

Im August wurde außerdem vereinbart, dass die SGL Group ihr Geschäft Kathoden, Hochofenauskleidungen und Kohlenstoffelektroden an von Triton beratene Fonds („Triton“) veräußert. Die beiden Vertragsparteien haben sich auf einen Unternehmenswert von 250 Millionen Euro geeinigt. Nach allen Abzügen ergibt sich für die SGL Group ein Mittelzufluss von mehr als 230 Millionen Euro. Das Closing wird hier für das vierte Quartal 2017 erwartet. Damit ist der ehemalige Geschäftsbereich Performance Products (PP) komplett verkauft.

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