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Mitte Oktober vorab angekündigt, fand am 29. Oktober 2026 zum ersten Mal der „Funkenwerk Award“ statt, bei dem die Technische Hochschule Augsburg und die Lechwerke AG gemeinsam Gründungsideen von Studierenden auszeichneten. Von 30 Teams, die sich beworben hatten, kamen sieben ins Finale – vier von ihnen konnten die Jury beziehungsweise das Publikum überzeugen.
Ziel der Auszeichnung sei es, theoretische Ideen in funktionierende Geschäftsmodelle zu überführen. Der bayerische Digitalminister Dr. Fabian Mehring, der als Schirmherr der Veranstaltung fungierte, betonte die Bedeutung dieses Wissenstransfers: „Die Welt von morgen beginnt mit den Geistesblitzen von heute. Genau das beweisen die Gewinnerinnen und Gewinner des Funkenwerk Awards.“
Der Preis in der Kategorie „Female Entrepeneur“ für Gründerinnen ging an das Projekt „Floevo“. Dahinter steckt eine App, die wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Psychologie in personalisierte Alltagsaufgaben übersetzt. Ziel der Software sei es, die Integration gesundheitsfördernder Gewohnheiten im Alltag der Nutzer zu erleichtern.
Den von der LEW gestifteten Preis Award „LEW Future Energy & Smart Infrastructure“ sicherte sich das Team hinter „HIMMA“. Hierbei handelt es sich um eine Softwarelösung, die digitale Gebäudemodelle als gemeinsame Datenbasis nutzt, um mögliche Fehler oder Mehrfacherfassungen bei Bauvorhaben frühzeitig zu erkennen. Dadurch ließen sich der Energiebedarf sowie die Umweltauswirkungen von Bauprojekten oder Sanierungen bereits vor dem ersten Spatenstich genauer kalkulieren. Einzigartig in dieser Kategorie: Neben dem Preis erhält das Gewinnerteam auch ein auf ihre Geschäftsidee angepasstes Coaching durch die LEW.
Den Funkenwerk Award „Innovation & Impact“ erhielt das Team hinter „Zahln“. Sie arbeiten an einer einheitlichen, digitalen Bezahlstruktur für den gesamten Hochschulcampus der THA. Besuche in der Mensa oder die Nutzung des Copyshops sollen damit künftig zentral per Smartphone abgerechnet werden können.
Neben den drei bereits genannten Kategorien gab es auch einen Publikumspreis. Die meisten Stimmen der Gäste vor Ort sammelte das Projekt „eJugend-Akte“ ein. Diese Webanwendung soll dabei helfen, die Kinder- und Jugendhilfe zu digitalisieren, indem Termine, Dokumente und Fristen zentral organisiert werden. Während das Team ihre Idee anhand einer konkreten Lösung pitchte, soll langfristig eine modulare Software entstehen, die sich auf unterschiedliche Träger anpassen lässt.