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Fudi aus Augsburg verfolgt Gegenentwurf zu Supermärkten
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Interview

Fudi aus Augsburg verfolgt Gegenentwurf zu Supermärkten

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Seit vier Jahren sind die Betreiber von FUDI ein Paar. Foto: FUDI
Von Louis Exenberger

Supermärkte verdrängen zunehmend regionale Lebensmittelhersteller aus den Innenstädten. Diana Eberl und ihr Freund Michael Fuhrmann wollen mit dem Start-Up Fudi regionale Erzeugnisse wieder in den Vordergrund rücken. Im Interview verrät sie wie sie ihr Vorhaben trotz stressigem Arbeitsalltag verfolgen.


B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie kam euch die gemeinsame Idee für euer Start-Up?
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Diana Eberl: Mein Opa hat Kartoffeln angebaut und vertrieben. Deshalb habe ich einen persönlichen Bezug zu regionalen Lebensmitteln und weiß wie viel harte Arbeit dahintersteckt. In unserem Umland gibt es so viele kleine Produzenten und Familienbetriebe, die hochwertige Produkte erzeugen. Wir möchten noch mehr Bewusstsein für diese schaffen.


Wie kam Ihre Idee unter den Lieferanten an und womit konnten Sie überzeugen?

Was uns sehr gefreut hat, war das nahezu ausschließlich positive Feedback auf unsere Anfragen. Unseren Online-Shop sehen viele als Option, einen weiteren Vertriebskanal zu nutzen, den sie selbst nicht bedienen können oder möchten. Zudem haben alle Partner die Möglichkeit, ein eigenes Profil in unserem Shop zu erstellen, um ihre Geschichte zu erzählen oder über ihre Erzeugnisse zu informieren.


Diana Eberl und Michael Fuhrmann gründeten das Start-Up FUDI. Foto: FUDI


Nach welchen Kriterien beurteilen Sie potenzielle Lebensmittelproduzenten? 

Wir setzen nicht nur auf Prüfsiegel und Zertifizierungen. Viele Erzeuger bauen Lebensmittel von Natur aus ohne Zusatzstoffe und mit dem Einsatz von Nützlingen an und sind trotzdem nicht Bio-Zertifiziert. Uns ist der direkte Kontakt zu unseren regionalen Partnerbetrieben sehr wichtig und wir verschaffen uns am liebsten einen persönlichen Eindruck vom Betrieb und den Haltungs- bzw. Produktionsbedingungen vor Ort.


Gab es daher auch schon interessierte Produzenten aus der Region, die ihre Ansprüche nicht erfüllen konnten?
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Ja, tatsächlich gab es bereits auch schon Anfragen von Produzenten, welche wir ablehnen mussten. Das kann verschiedene Gründe haben. Bei der Tierhaltung achten wir zum Beispiel darauf, dass ein Großteil des Tierfutters aus der Region kommt und am besten vom Landwirt selbst angebaut wird. Wir begutachten ob die Tiere entspannt sind, gesund wirken und genügend Auslauf haben – noch mehr als es die EG-Bio Verordnung vorschreibt.

Im Winter bezieht Fudi auch Essen aus Südeuropa. Haben Sie sich auch dort ein Bild vor Ort gemacht und kann das nachhaltig sein?


Wir handeln nach dem Motto „So nah wie möglich, so fern wie nötig“. Unser Sortiment besteht im Winter zu 80% aus regionalen Produkten. In der kalten Jahreszeit bieten wir bayerisches Wintergemüse an und ergänzen unser Sortiment mit frischem Obst und Gemüse aus Südeuropa, welches wir über unsere Partner beziehen, die im engen Austausch mit den lokalen Produzenten stehen. Was man bei uns jedoch nicht findet, sind exotische Früchte oder auch Bananen, da diese unserer Meinung nach unnötig lange Transportwege hinter sich haben.


Sie liefern persönlich vor die Haustür. Wie viele Haushalte könnt Ihr damit täglich beliefern?

Theoretisch kann ein Lieferfahrzeug bis zu 100 Bestellungen am Tag stemmen, wir haben derzeit noch freie Kapazitäten, möchten jedoch bald unser Team vergrößern.


Sie arbeiten dafür teilweise ab drei Uhr morgens. Wie gestaltet sich ihr Arbeitsalltag?
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Die Arbeitstage teilen sich an Liefertagen in drei Phasen auf: Produkte von unseren Partnern abholen, Kisten packen und natürlich die Auslieferung selbst. An den lieferfreien Tagen stehen viele verwaltungstechnische Arbeiten an und unser Partnermanagement spielt dabei eine große Rolle. Am Wochenende versuchen wir, uns zumindest einen freien Tag zu gönnen.


Wollen Sie zum Abschluss noch Ihre zukünftigen Ziele preisgeben?

Unser oberstes Ziel ist es natürlich, noch mehr Kunden für unsere Produkte zu begeistern und regionale Lebensmittel in den Vordergrund zu rücken. Dazu möchten wir in diesem Jahr unser B2B Geschäft ausbauen und nicht nur Privathaushalte, sondern auch Büros, Arztpraxen und Schulen mit frischen Lebensmitteln beliefern.

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