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Friedensfest: Ungehorsamkeit als Friedensbotschaft
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Stadt Augsburg

Friedensfest: Ungehorsamkeit als Friedensbotschaft

 Frieden durch Protest - Die abgebildeten Leuchtbuchstaben werden in Läden in ganz Augsburg verteilt, Foto: B4BSCHWABEN

„Niemand hat das Recht zu gehorchen.“ Auf dem Augsburger Friedensfest wird Protestiert. An dem Festival wird sich dieses Jahr alles rund um die Ungehorsamkeit und dessen Bedeutung im Kampf für den Frieden stehen. Ein Breites Programmangebot wartet auf die Besucher.

Der Arabische Frühling, Occupy oder die aktuellen Demonstrationen in der Türkei – In letzter Zeit gibt es immer mehr Proteste in dieser Welt, die dem Wiederspruch der Bevölkerung Luft machen. Dabei überschreiten die friedlichen, gewaltlosen Proteste kulturelle, religiöse und sprachliche Grenzen. Diese Welle ist auch zum Augsburger Hohen Friedensfest übergeschwappt. Dieses Jahr dreht sich vom 21. Juli bis zum 8. August alles rund um das Thema Protest und Ungehorsam gegen den Status quo. Der Leitspruch des diesjährigen Programms kommt von Hanna Arendt, einer jüdischen deutsch-amerikanischen politischen Publizistin, der genauso treffend als auch Aktuell ist: „Niemand hat das Recht zu Gehorchen.“

Ordnung und Chaos

„Vor allem die Mitte der Gesellschaft treibt es in diesen Zeiten auf die Straße“, so Timo Köster bei der Vorstellung des diesjährigen Programms. Doch was motiviert diese Menschen, sich öffentlich zu empören? Welche Perspektiven bietet Wiederspruch für den Einzelnen und was wünschen sich die Bürger und Bürgerinnen von Augsburg für die Gesellschaft und ihre Stadt? Dies sind nur ein Paar der Fragen, die beim Friedensfest näher beleuchtet werden. Theologen, Akademiker,  Künstler, Musiker haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt und präsentieren oder diskutieren ihre individuelle Darstellung von Protest.

Protest in allen Formen

Den Anfang macht am 21. Juli das Friedenskonzert mit der einer musikalischen Reise von der westlichen Welt über Rumänien, Zypern bis hin zur Türkei. Außerdem wird ein musikalischer Brückenschlag von Kemal Dinc Uraufgeführt. In seinem Auftaktkonzert treffen Klassik und Musik aus seiner türkischen Heimat aufeinander. Ein besonderes Highlight für Kunstliebhaber wird die Kunstausstellung „Collorrevolution“, die am 24. Juli um 19:00 Eröffnet wird. Hier wird Streetart zur Schau gestellt, vor allem im Kontext der aktuellen Protestbewegungen und deren Einfluss auf Konflikte sowie als Ausdruck von Freiheit. An dem 30. Juli wird die Utopia Tool Box auf dem Rathausplatz aufgestellt, ein internationales Langzeitprojekt. Hier wird Augsburgern eine simple Frage gestellt: Was willst du wirklich? In der Box werden die Träume und Wünsche der Augsburger gesammelt. Ausgewählte Träume werden sogar vom Perlachturm für alle verkündet. Von Protestsongs aus den vergangenen Jahrzehnten über das gemeinsame Fastenbrechen anlässlich des Ramadan bis hin zu einer Kanzelrede von Dr. Engel, Enkelin des Friedensnobelpreisträgers Dr. Albert Schweizer, ist Interessierten ein unglaublich vielfältiges Programm geboten.

Unterschiede, die unwichtig werden

Das Augsburger Hohe Friedensfest ist jedes Jahr ein außergewöhnliches Erlebnis. Nicht zuletzt ist es auch ein Tag, an dem die Religionen friedlich miteinander feiern. Zum ersten Mal vor zwei Jahren feierten tausende Augsburger gemeinsam mit Muslimen das Fastenbrechen. Dieses Jahr werden die Festlichkeiten zum Ramadan auch mit Jüdischen und Christlichen Liedern eröffnet. Das Augsburger Friedensfest hat uns alle als Menschen etwas nähergebracht. Ein detaillierter Blick in das Programm lohnt sich auf jeden Fall.  

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