Interview mit Veranstalterin Katja Mayer

Findet der 9. M-net Firmenlauf in Augsburg virtuell statt?

Der Augsburger M-net Firmenlauf findet dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt im Mai statt, sondern im September. Wir haben bei Katja Mayer nachgefragt, ob ein Lauf mit 12.000 Teilnehmern dieses Jahr überhaupt möglich ist und ob es einen Plan C gibt.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie kam es zur Verschiebung von Mai auf September? Stand eine Absage im Raum?

Katja Mayer: Um Planungssicherheit für Läufer, Helfer, Partner, Lieferanten und letztendlich auch für uns selber zu haben, musste bereits in einer sehr frühen Phase der Pandemie eine Entscheidung getroffen werden. Aufgrund der Tatsache, dass wir so früh reagiert haben, konnten wir beispielsweise an der Messe tatsächlich noch unseren ‚Wunschtermin‘ ergattern. Mittlerweile sieht die Situation ganz anders aus, weil alle Veranstalter in den Herbst drängen. Eine Absage stand zum damaligen Zeitpunkt nicht im Raum.

Bis mindestens 31. August sind Großveranstaltungen in Deutschland untersagt. Rechnen Sie aktuell damit, dass der Firmenlauf mit 12.000 Teilnehmern im September stattfinden kann?

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Aus meiner Sicht hat die Politik diesen doch relativ langen Zeitraum gewählt, um Planungssicherheit im Veranstaltungsbereich zu geben. Auf der anderen konnten sie so Zeit gewinnen, um Konzepte zu entwickeln und auch die allgemeine Entwicklung der Pandemie zu betrachten. Bis heute hat – soweit ich weiß –auch nur das Land Berlin den Begriff ‚Großveranstaltung‘ tatsächlich definiert. In Bayern traten am 20. März, also vor ziemlich genau 8 Wochen die Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Bis zum geplanten Firmenlauf sind es noch 16 Wochen, das heißt es kann also noch viel passieren und zwar in jeglicher Richtung – zum Positiven, wie zum Negativen.

Bis wann wollen Sie eine Entscheidung treffen und von welchen Faktoren hängt diese ab?

Ich gehe davon aus, dass wir ähnlich vorgehen, wie bei der Frage der Verschiebung und bis spätestens Mitte Juli eine Entscheidung für oder gegen eine Durchführung eines reellen Laufes treffen werden. Oberste Priorität bei der Entscheidung hat das Wohl jedes einzelnen Läufers und Helfers, sowie unsere gesamtgesellschaftliche Verantwortung.

Welche Hygieneauflagen und Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Teilnehmer wären möglich? Haben Sie schon ein Konzept?

Wir alle machen momentan die Erfahrung, wie unangenehm es ist, über einen längeren Zeitraum einen Mundschutz zu tragen oder sich mit Mundschutz körperlich anzustrengen. Aus meiner Sicht scheidet diese Option für einen Lauf aus. Realistischer scheint es mir, die Veranstaltung zeitlich zu entzerren, um dadurch die Möglichkeit zu schaffen, Abstände einzuhalten. Startwellen mit jeweils nur 500 Läufern wären zum Beispiel eine Möglichkeit. Die Ausgabe der Zielverpflegung müsste entsprechend dezentral und flächig verteilt organisiert werden. Auf die Gepäckabgabe würde ich komplett verzichten. Konzepte dieser Art können allerdings nur mit verantwortungsbewussten, rücksichtsvollen und disziplinierten Läufern funktionieren - aber die haben wir ja.

Wie viele Teilnehmer haben ihr Ticket nach Bekanntgabe des neuen Termins storniert? 

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Erstaunlich wenige, nur etwa 500 haben storniert. Wir hatten aber auch einige Anfragen von Teamcaptains, die ursprünglich keine Startplätze mehr bekommen hatten, ob jetzt wieder etwas frei wäre.

Der Stuttgart-Lauf soll dieses Jahr virtuell stattfinden. Ist so etwas in Augsburg auch denkbar?

Wir planen tatsächlich im Moment zweigleisig also virtuell und reell. Das Konzept der virtuellen Läufe ist relativ neu, da ist viel Bewegung auf dem Markt. Ich bin im Kontakt mit einigen Großveranstaltern, die entweder schon einen virtuellen Lauf veranstaltet haben oder sich kurz vor der Durchführung befinden. Von deren Erfahrungen erhoffe ich mir, dass uns ein tolles Konzept für einen virtuellen Lauf gelingt, das viele unserer Läufer motiviert, teilzunehmen und Spaß zu haben.

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Katja Mayer: Um Planungssicherheit für Läufer, Helfer, Partner, Lieferanten und letztendlich auch für uns selber zu haben, musste bereits in einer sehr frühen Phase der Pandemie eine Entscheidung getroffen werden. Aufgrund der Tatsache, dass wir so früh reagiert haben, konnten wir beispielsweise an der Messe tatsächlich noch unseren ‚Wunschtermin‘ ergattern. Mittlerweile sieht die Situation ganz anders aus, weil alle Veranstalter in den Herbst drängen. Eine Absage stand zum damaligen Zeitpunkt nicht im Raum.

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Bis wann wollen Sie eine Entscheidung treffen und von welchen Faktoren hängt diese ab?

Ich gehe davon aus, dass wir ähnlich vorgehen, wie bei der Frage der Verschiebung und bis spätestens Mitte Juli eine Entscheidung für oder gegen eine Durchführung eines reellen Laufes treffen werden. Oberste Priorität bei der Entscheidung hat das Wohl jedes einzelnen Läufers und Helfers, sowie unsere gesamtgesellschaftliche Verantwortung.

Welche Hygieneauflagen und Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Teilnehmer wären möglich? Haben Sie schon ein Konzept?

Wir alle machen momentan die Erfahrung, wie unangenehm es ist, über einen längeren Zeitraum einen Mundschutz zu tragen oder sich mit Mundschutz körperlich anzustrengen. Aus meiner Sicht scheidet diese Option für einen Lauf aus. Realistischer scheint es mir, die Veranstaltung zeitlich zu entzerren, um dadurch die Möglichkeit zu schaffen, Abstände einzuhalten. Startwellen mit jeweils nur 500 Läufern wären zum Beispiel eine Möglichkeit. Die Ausgabe der Zielverpflegung müsste entsprechend dezentral und flächig verteilt organisiert werden. Auf die Gepäckabgabe würde ich komplett verzichten. Konzepte dieser Art können allerdings nur mit verantwortungsbewussten, rücksichtsvollen und disziplinierten Läufern funktionieren - aber die haben wir ja.

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Der Stuttgart-Lauf soll dieses Jahr virtuell stattfinden. Ist so etwas in Augsburg auch denkbar?

Wir planen tatsächlich im Moment zweigleisig also virtuell und reell. Das Konzept der virtuellen Läufe ist relativ neu, da ist viel Bewegung auf dem Markt. Ich bin im Kontakt mit einigen Großveranstaltern, die entweder schon einen virtuellen Lauf veranstaltet haben oder sich kurz vor der Durchführung befinden. Von deren Erfahrungen erhoffe ich mir, dass uns ein tolles Konzept für einen virtuellen Lauf gelingt, das viele unserer Läufer motiviert, teilzunehmen und Spaß zu haben.

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