Über den Dächern Augsburgs

Exklusive Führung durch das Dorint Hotel mit Direktor Carsten Dressler

Carsten Dressler, Hoteldirektor des Dorint Hotel in Augsburg. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Bei einem Rundgang durch das höchste Gebäude Augsburgs haben wir einen Blick in das Dorint Hotel geworfen. Welchen Herausforderungen sich dieses stellt, verrieten uns Hoteldirektor Carsten Dressler und Marketing-Chefin Ulrike Seichter.

Der Hotelturm ist eines der Wahrzeichen der Fuggerstadt. Bei Augsburgern als „Maiskolben“ bekannt, ragt das Gebäude inklusive Antenne 158 Meter in den Himmel. Neben Tagungs-Gästen und Geschäftsreisenden nächtigen hier auch Sport-Mannschaften, Bands und Schauspieler. Dabei spielt die Nähe zur Kongresshalle und der Innenstadt für die Klientel des Dorint Hotels eine wichtige Rolle. Als ausgeschriebenes Tagungshotel mit vorwiegend nationalen Gästen hat sich das Dorint aber besonders auf den Geschäfts-Tourismus spezialisiert. Eine Ausrichtung, die das Hotel weiter halten möchte, wie der Hoteldirektor versichert.

Steigende Konkurrenz um Fachkräfte in Augsburg

Augsburg wird bei Reisenden immer beliebter, das spürt auch das Dorint. Dies ist Segen und Fluch zugleich, denn mit den steigenden Übernachtungs-Zahlen wird auch der Wettbewerb um Fachkräfte im Gastronomie- und Hotelbereich größer. Immer mehr neue Hotels eröffnen in der Fuggerstadt. Sie alle suchen geeignetes Fach-Personal. „Technische Spielereien wie das Einchecken an einem Automaten sind als Gimmick sicher nett, werden bei uns im Hotel aber nicht die Rezeption ersetzen wie anderswo“, betont Dressler. Auch wenn die Nachwuchssuche nicht leicht sei.

Jugend nur noch schwer für Gastronomie und Hotel zu begeistern

„Wenn Sie 100 Ausbildungs-Stellen ausschreiben, dann sind Sie froh, wenn Sie 80 besetzen. Von diesen gehen noch einmal rund 30 im ersten halben Jahr, weil der Job nicht ihren Vorstellungen entspricht. Von den restlichen 50 verlässt rund die Hälfte an Ende der Ausbildung die Branche. Übrig bleiben nur noch 25 neue, sehr gefragte Fachkräfte“, stellt Dressler die weitere Problematik dar. Gerade die Arbeitszeiten seien es, die viele junge Leute abschrecken. Sie würden darin ihre Freizeit und ihr soziales Umfeld bedroht sehen und dabei die beruflichen Perspektiven aus den Augen verlieren. „Hier müssen die Kammern ein deutlicheres Bild nach außen vermitteln, was beispielsweise die Chancen als Koch oder Hotelfachmann angeht“, fordert Ulrike Seichter.

Einblicke ins Dorint Hotel Augsburg

Dorint hält an 4-Sterne-Superior-Klassifizierung fest

Wer in einem Hotel arbeitet, der trifft häufig auf spannende Gäste. Zuletzt nächtigte Schauspieler Jan Josef Liefers im Dorint. Kommenden November übernachten wieder alle Eishockey-Nationalmannschaften, die am Deutschland Cup teilnehmen, im Hotelturm. Auch Fußballer Xabi Alonso entschied sich schon für das 4-Sterne Superior Hotel. Eine Klassifizierung, an der das Dorint festhält. Man habe sich den dadurch geforderten Standards verpflichtet. Die Einordnung solle auch Gästen und Veranstaltern als Orientierung dienen. Dabei ist das Dorint nicht auf eine bestimmte Branche ausgerichtet. Seminare und Schulungen werden von den unterschiedlichsten Firmen im Hotel abgehalten.

WLAN-Netz und Handyempfang müssen stimmen

Als Tagungshotel sei es jedoch wichtig, dass gerade auch in den Tagungsräumen ein gesichertes WLAN-Netz und Handyempfang zur Verfügung steht. Aber auch auf den Zimmern nutzen Gäste das Internet – über mehrere Endgeräte. „Der Trend geht zu mindestens zwei bis drei Geräten pro Gast. Das müssen Sie bei der Anzahl der Zugänge, die Sie bereitstellen, beachten“, erklärt der Hoteldirektor. Die Umstellung sei am Anfang nicht leicht gewesen, da technische Anliegen an externe Partner vertraglich abgegeben wurden.

Täglich 200 Anrufe im Dorint

Die Digitalisierung ist auch anderorts bereits zu spüren. Online-Buchungen werden immer stärker genutzt. Dennoch erreicht das Hotel täglich rund 200 Anrufe mit Reservierungs-Wünschen und Fragen zur Buchung. Besonders bei Tagungen sei das Telefon noch immer die bevorzugte Kontakt-Form. Aber auch ältere Generationen würden einen direkten Ansprechpartner bevorzugen. Um dies zu bewältigen, gehen die Anrufe nicht an die Rezeption, sondern ein eigenes Team.

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WLAN-Netz und Handyempfang müssen stimmen

Als Tagungshotel sei es jedoch wichtig, dass gerade auch in den Tagungsräumen ein gesichertes WLAN-Netz und Handyempfang zur Verfügung steht. Aber auch auf den Zimmern nutzen Gäste das Internet – über mehrere Endgeräte. „Der Trend geht zu mindestens zwei bis drei Geräten pro Gast. Das müssen Sie bei der Anzahl der Zugänge, die Sie bereitstellen, beachten“, erklärt der Hoteldirektor. Die Umstellung sei am Anfang nicht leicht gewesen, da technische Anliegen an externe Partner vertraglich abgegeben wurden.

Täglich 200 Anrufe im Dorint

Die Digitalisierung ist auch anderorts bereits zu spüren. Online-Buchungen werden immer stärker genutzt. Dennoch erreicht das Hotel täglich rund 200 Anrufe mit Reservierungs-Wünschen und Fragen zur Buchung. Besonders bei Tagungen sei das Telefon noch immer die bevorzugte Kontakt-Form. Aber auch ältere Generationen würden einen direkten Ansprechpartner bevorzugen. Um dies zu bewältigen, gehen die Anrufe nicht an die Rezeption, sondern ein eigenes Team.

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