B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Augsburg  / 
Ethik-Kommission
Anzeige
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Ethik-Kommission

Ethik-Kommission

In einem vorab veröffentlichten Bericht sieht die Ethik-Kommission einen Atomausstieg bis spätestens 2021 als unumwindbar. Die Bundesregierung hatte zur Frage des Atomausstieges eine Ethik-Kommission eingesetzt, die die Risiken prüfen soll.

Nach den Ereignissen in Fukushima hatte die Bundesregierung eine Ethik-Kommission beauftragt, einen möglichen Atomausstieg ethisch und gesellschaftlich abzuwägen. In Zusammenarbeit mit der technischen Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) sollte die Ethik-Kommission bis Ende Mai ermitteln, ob der Atomausstieg notwendig ist – und bis wann der Atomausstieg umgesetzt werden kann.

Atomausstieg in den nächsten zehn Jahren

Obwohl die Ergebnisse der RSK noch nicht vorliegen, kursiert in den Medien nun ein erster Entwurf der Ethik-Kommission: Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, rät die Ethik-Kommission zum Atomausstieg bis 2021. Die Zeitung zitiert aus dem Bericht: „„Im besten Fall kann der Ausstiegskorridor so verkürzt werden, dass das letzte Atomkraftwerk schon deutlich eher vom Netz genommen wird“.

Acht Atomkraftwerke schon 2011 abschalten

Dieser „Korridor“ zum Atomausstieg beträfe aber ohnehin nur gut die Hälfte der 17 deutschen Atomkraftwerke. Die  sieben ältesten deutschen Kraftwerke sowie das wegen mehrerer Störfälle aufgefallene Krümmel sollen gar nicht mehr ans Netz gehen. Dies geht ebenfalls aus dem Bericht der Ethik-Kommission hervor. Die verbliebenen neun Kraftwerke könnten, so die Süddeutsche Zeitung, auch schon vor 2021 vom Netz genommen werden. Betroffen hiervon ist auch Grundremmingen, das einzige Atomkraftwerk in Bayrisch-Schwaben. Zwischen Dillingen und Günzburg werden zwei Reaktorblöcke betrieben. Wird der Atomausstieg forciert, steht auch dieses Kraftwerk auf der Liste der Abzuschaltenden.

Streit über den Atomausstieg

Das Papier der Ethik-Kommission sorgt bereits in seiner noch nicht vollendeten Form für Streit auf dem politischen Parkett. CDU-Politiker Thomas Bareiß kritisiert gegenüber Spiegel Online die Arbeit der Ethik-Kommission: "Die momentan kursierenden Zahlenspiele halte ich für falsch. Ich habe die Aufgabe der Ethik-Kommission so nicht verstanden". Ein festes Datum für den Atomausstieg zu wählen, halte er für „hochriskant bzw. spekulativ“. Ebenso wie CSU-Politikerin Gerda Hasselfeldt wünscht Bareiß eine Klausel, die im Bedarfsfall Rückzüge aus dem Atomausstieg ermöglicht.

Opposition: Atomausstieg mit „Hintertürchen“

Diese Ideen stoßen allerdings schon in den eigenen Reihen auf Kritik: Söder und Seehofer wünschen den Atomausstieg so schnell wie möglich. Auch die Opposition kritisiert die Vorschläge – sie befürchtet „Hintertürchen“ aus dem Atomausstieg für die Konzerne. Auch das von der Ethik-Kommission angedachte Konzept, die abgeschalteten Kraftwerke für Engpässe als „Kaltreserve“ zu betreiben, stößt auf Kritik.

Streit innerhalb der Ethik-Kommission

Innerhalb der Ethik-Kommission selbst scheint vor allem der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Atomausstieg-Papiers einigen Mitgliedern sauer aufzustoßen. Ex-BASF-Chef Jürgen Hambrecht, Mitglied der Ethik-Kommission, zeigte sich gegenüber dem Handelsblatt „sehr erstaunt“: "Ich halte Indiskretion nicht für eine ethische Tugend", so Hambrecht weiter. Die Ethik-Kommission umfasst siebzehn Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft mit Bezug zum Thema Atomausstieg. Geführt wird die Ethik-Kommission vom ehemaligen Umweltminister Klaus Töpfer sowie von Professor Matthias Kleiner von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (Mitgliederliste).

Was würde der Atomausstieg bedeuten?

Würde die Position der Ethik-Kommission wirklich umgesetzt und der Atomausstieg binnen der nächsten zehn Jahre realisiert, müssten sich Bürger und Unternehmen auf Veränderungen einstellen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach gegenüber der Zeit einerseits von „Schwankungen im Strompreis“. Im Zuge des Atomausstiegs und des Umstiegs auf alternative Energien müssten zudem Windräder und Leitungen gebaut werden. Über die konkreten finanziellen Folgen will die Bundesregierung nach offizieller Veröffentlichung der Ergebnisse der Ethik-Kommission noch informieren.

Anzeige
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Artikel zum gleichen Thema