Personalgewinnung

Eckert Schulen erhalten Innovationspreis für Modellprojekt

Die stolzen Gewinner des HR-Innovations-Awards. Foto: Eckert-Schulen
Mit dem Modellprojekt „FastTrack“ haben die Eckert Schulen auf der internationalen Personalmanagement-Messe in Köln „Zukunft Personal“ den Innovationspreis gewonnen. Die Jury zeichnete das Bildungsunternehmen mit dem HR-Innovations-Award in der Kategorie „Personalgewinnung und Beratung - etablierte Unternehmen“ aus.

Die Eckert Schulen, mit Standort in Augsburg, überzeugte die fünfzehnköpfige Jury mit Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien mit ihrem Modellprojekt. Der Ansatz jungen Menschen eine neue Perspektive zu eröffnen, wenn die Karriere vor dem Aus zu stehen droht, wurde zusagend aufgenommen: „Wir hoffen, dass diese Idee Nachahmer findet“, sagte der Laudator Jannis Tsalikis.

Abbruch-Quote im Studium ist hoch

In keiner anderen Fächergruppe brechen so viele Nachwuchs-Akademiker ihr Studium ab wie in Mathematik, Informatik sowie den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Bis zu 40 Prozent der Ingenieurs-Studenten verlassen die Hochschule ohne Abschluss, wie das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung ausgerechnet hat. Seit Jahren suchen Politik und Wirtschaft nach Perspektiven für die Abbrecher, insbesondere weil am Arbeitsmarkt immer mehr Fachkräfte gerade in diesen Bereichen fehlen. 

Projekt erhält bundesweite Anerkennung

Die Eckert Schulen starteten vor einem Jahr nach intensiver mehrjähriger Vorbereitungsarbeit das Modellprojekt, welches mit dem Innovationspreis jetzt auch bundesweite Anerkennung erfährt: „Für diese Studienabbrecher eine Qualifizierung mit Abschluss anzubieten und damit attraktiv für die Personalbeschaffung der Partnerunternehmen zu machen, ist eine herausragende Idee“, so Jurymitglied Tsalikis. Die Juroren hätten die Bewerbungen nach sechs Kriterien beurteilt, laut Juryvorsitzendem, Prof. Stephan Fischer. Diese seien Innovationsgrad, Marktpotenzial, Branchennutzen, Implementierungs-Aufwand, Wirtschaftlichkeit und wissenschaftliche Fundierung gewesen. 

Erbrachte Leistungen im Studium gehen nicht verloren

Das jetzt prämierte Ausbildungsprogramm „FastTrack“ haben die Eckert Schulen zusammen mit dem bayerischen Kultusministerium entwickelt, erzählt Andrea Radlbeck, Marketingleiterin der Eckert Schulen. Im Spätsommer 2017 startete der erste Jahrgang des neuen Praxisstudiums für Studienaussteiger mit 21 Teilnehmern. Was das Modell so besonders macht: Im Studium erbrachte Leistungen sind nicht verloren und werden angerechnet. In nur zweieinhalb Jahren erwerben die Teilnehmer zwei staatlich anerkannte Berufsabschlüsse, darunter die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker. Dieser Abschluss ist gleichwertig mit dem „Bachelor of Engineering“.

Das Projekt zieht viele Partnerbetriebe an

Zahlreiche bayerische Unternehmen beteiligen sich bereits als Partnerbetriebe an der „Fast Track“-Initiative. Bereits im ersten Jahr arbeiten die Programm-Teilnehmer als „Associate Engineers“ in den Betrieben mit. Nach weiteren eineinhalb Jahren absolvieren die Praxis-Studenten ihr Examen als staatlich geprüfte Techniker. Unternehmen schätzen diesen Abschluss besonders, weil die Verbindung aus Praxis und aktuellem, fachspezifischem Wissen besonders eng ist.

Erste Erfolge zeigen sich

Der erste Jahrgang wird im Frühjahr 2019 das Praxisstudium abschließen. Die erste Zwischenbilanz begeisterte auch die Juroren bei der „Zukunft Personal“: 19 Teilnehmer hatten noch vor dem Start der Prüfungen einen Arbeitsvertrag bereits unterschrieben oder eine feste Zusage eines Unternehmens zur Übernahme. Der Start des nächsten Jahrgangs ist für das Frühjahr 2018 geplant. 

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