Hotel und Gastro

Drei Mohren Augsburg: Kein wirtschaftlicher Betrieb möglich

Michael Artner, Assistant General Manager beim Drei Mohren in Augsburg, erklärt, warum aktuell kein wirtschaftlicher Betrieb möglich ist und welche neue Regelung ihn zumindest etwas aufatmen lässt.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN:  Wann öffnet das Hotel wieder und wie viele Betten dürfen hier belegt werden?

Michael Artner: Unser Hotel war nur einen kurzen Zeitraum – von März bis April – geschlossen. Wir hatten bereits jetzt offen, da Geschäftsreisen erlaubt waren. Neu sind die touristischen Reisen, Städtetrips und ähnliches. Hier gibt es auch keine Obergrenze, was belegt werden darf. Es müssen aber natürlich immer die entsprechenden Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Wie steht es um die aktuelle Auslastung?

Das Buchungsverhalten ist noch sehr zögerlich. Vor allem im Bereich der Geschäftsreisen ist es so, dass nur sehr wenige stattfinden. Wir sind deshalb sehr schlecht ausgelastet. Aber auch im Tourismusbereich ist bei uns noch nicht so angekommen. Der erhoffte Boom bleibt bisher aus.

Wie schätzen Sie die Sommersaison ein?

Wir hoffen natürlich, dass es dann allmählich besser wird. Vor allem ist Augsburg ja eine sehr sichere Stadt, was Corona anbelangt. Wir hoffen auf Domestic-Traveller die für Städtetrips hierher reisen. Leider muss man sagen: die Prognosen sind schlecht.

Wie steht es um Veranstaltungen im Hotel?

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Ganz aktuell gibt es eine Neuerung! Veranstaltung, die der Bildung von Erwachsenen dienen, dürfen stattfinden unter den gegebenen Hygiene-Konzepten. Als Seminare, Weiterbildungen und Schulungen zum Beispiel. Das hat uns das Ordnungsreferat in Augsburg auch bestätigt. Dazu gibt es einen Ministerialsbeschluss.

Wie viele Plätze stehen im maximilian°s und im 3M zur Verfügung? Wie ist es im Sartory?

Im maximilian°s und im 3M sind es aufgrund der Abstandsregelungen 50 Prozent der Plätze, die wegfallen. Im Sartory wissen wir noch nicht genau wann wir da wieder an den Start gehen werden.

Wie wirkt sich die Zustimmung des Freistaats für Messen ab September auf das Drei Mohren aus?

Das ist für uns natürlich ein wichtiger Punkt. Die damit verbundenen Übernachtungen und Gäste sind ein sehr wichtiges Standbein für uns. Auch da kommt es darauf an: Wie sehen die Konzepte aus? Wie viele Besucher dürfen überhaupt auf die Messen? Man geht auch hier davon aus, dass es Einschränkungen geben wird.

Ist das nun geltende Hygiene-Konzept für die Hotellerie aus Ihrer Sicht eine gute Lösung? Gibt es etwas, dass Sie stört?

Im Großen und Ganzen denke ich, ist dieses Hygiene-Konzept schon durchdacht und stimmig. Es ist natürlich an der ein oder anderen Stelle herausfordern. Hände desinfizieren, Masken tragen, Buffets können nicht stattfinden. Letzteres ist für uns gerade beim Frühstück eine besondere Herausforderung. Wir mussten Lösungen finden, damit jeder Gast ein individuelles Frühstück am Platz erhält. Das ist wieder mit höherem Personalaufwand verbunden was wieder höhere Kosten bedeutet. Die können wir gerade schwer stemmen. Das Konzept hat aber durchaus seine Daseinsberechtigung.

Wie wird dieses in der Branche allgemein aufgenommen?

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Ich kann nicht für alle Kollegen sprechen. Es ist für den einen schwieriger den anderen leichter. Auf mehr Platz lassen sich mehr Gäste unterbringen, je kleiner die Lokalität wird, desto schwieriger wird es. Das wirkt sich auch auf den Umsatz aus. Im Großen und Ganzen wurde es aber gut aufgenommen. Das Hindernis ist mehr, dass wir keinen Plan haben wie es weiter geht. Was ist in vier, sechs, acht Wochen? Unseren Kunden und Gäste zu vermitteln, dass sie keine Angst haben brauchen, zu uns zu kommen ist schwer.

Können Sie Hotel und Restaurant unter den aktuellen Auflagen wirtschaftlich betreiben?

Das kann ich ganz klar mit einem Nein beantworten. Das aktuell hat nichts mit Wirtschaftlichkeit zu tun. Die geringe Belegung in Restaurants als auch bei den Übernachtungen durch fehlende Nachfrage hat nichts mit einem wirtschaftlichen Betrieb zu tun. Das Ziel ist es, so viele Mitarbeiter so schnell wie möglich aus der Kurzarbeit zurückzuholen. Aber vom Geld verdienen sind wir weit entfernt.

Gibt es eine Prognose, wann es sich wieder „lohnt“?

Ich bin kein Freund von Pessimismus, aber so eine Lage gab es noch nie. Wir sind machtlos, wir wissen es nicht. Wir entscheiden von Tag zu Tag. Es ist extrem schwierig momentan. Wir können keine Aussagen treffen.  

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Wie schätzen Sie die Sommersaison ein?

Wir hoffen natürlich, dass es dann allmählich besser wird. Vor allem ist Augsburg ja eine sehr sichere Stadt, was Corona anbelangt. Wir hoffen auf Domestic-Traveller die für Städtetrips hierher reisen. Leider muss man sagen: die Prognosen sind schlecht.

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Wie viele Plätze stehen im maximilian°s und im 3M zur Verfügung? Wie ist es im Sartory?

Im maximilian°s und im 3M sind es aufgrund der Abstandsregelungen 50 Prozent der Plätze, die wegfallen. Im Sartory wissen wir noch nicht genau wann wir da wieder an den Start gehen werden.

Wie wirkt sich die Zustimmung des Freistaats für Messen ab September auf das Drei Mohren aus?

Das ist für uns natürlich ein wichtiger Punkt. Die damit verbundenen Übernachtungen und Gäste sind ein sehr wichtiges Standbein für uns. Auch da kommt es darauf an: Wie sehen die Konzepte aus? Wie viele Besucher dürfen überhaupt auf die Messen? Man geht auch hier davon aus, dass es Einschränkungen geben wird.

Ist das nun geltende Hygiene-Konzept für die Hotellerie aus Ihrer Sicht eine gute Lösung? Gibt es etwas, dass Sie stört?

Im Großen und Ganzen denke ich, ist dieses Hygiene-Konzept schon durchdacht und stimmig. Es ist natürlich an der ein oder anderen Stelle herausfordern. Hände desinfizieren, Masken tragen, Buffets können nicht stattfinden. Letzteres ist für uns gerade beim Frühstück eine besondere Herausforderung. Wir mussten Lösungen finden, damit jeder Gast ein individuelles Frühstück am Platz erhält. Das ist wieder mit höherem Personalaufwand verbunden was wieder höhere Kosten bedeutet. Die können wir gerade schwer stemmen. Das Konzept hat aber durchaus seine Daseinsberechtigung.

Wie wird dieses in der Branche allgemein aufgenommen?

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Ich kann nicht für alle Kollegen sprechen. Es ist für den einen schwieriger den anderen leichter. Auf mehr Platz lassen sich mehr Gäste unterbringen, je kleiner die Lokalität wird, desto schwieriger wird es. Das wirkt sich auch auf den Umsatz aus. Im Großen und Ganzen wurde es aber gut aufgenommen. Das Hindernis ist mehr, dass wir keinen Plan haben wie es weiter geht. Was ist in vier, sechs, acht Wochen? Unseren Kunden und Gäste zu vermitteln, dass sie keine Angst haben brauchen, zu uns zu kommen ist schwer.

Können Sie Hotel und Restaurant unter den aktuellen Auflagen wirtschaftlich betreiben?

Das kann ich ganz klar mit einem Nein beantworten. Das aktuell hat nichts mit Wirtschaftlichkeit zu tun. Die geringe Belegung in Restaurants als auch bei den Übernachtungen durch fehlende Nachfrage hat nichts mit einem wirtschaftlichen Betrieb zu tun. Das Ziel ist es, so viele Mitarbeiter so schnell wie möglich aus der Kurzarbeit zurückzuholen. Aber vom Geld verdienen sind wir weit entfernt.

Gibt es eine Prognose, wann es sich wieder „lohnt“?

Ich bin kein Freund von Pessimismus, aber so eine Lage gab es noch nie. Wir sind machtlos, wir wissen es nicht. Wir entscheiden von Tag zu Tag. Es ist extrem schwierig momentan. Wir können keine Aussagen treffen.  

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