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Die Craiss Generation Logistik GmbH & Co. KG mit einem Unternehmensstandort in Augsburg feiert in diesem Jahr ein doppeltes Betriebsjubiläum. Matthias Diehm, kaufmännischer Geschäftsführer, und Jörg Schneider, Geschäftsführer der Kontraktlogistik, sind seit 30 Jahren Teil des Unternehmens.
Bereits 2003 erhielten beide Prokura, bevor sie 2018 in die Geschäftsführung berufen wurden. Für den geschäftsführenden Gesellschafter Michael Craiss war dieser Schritt während einer internen Umbruchphase die logische Konsequenz: „Der eine denkt gerne einen Schritt voraus, der andere sorgt für die notwendige Bodenhaftung.“
Beide Geschäftsführer fanden über ihre Studienabschlussarbeiten den Weg zu Craiss. Diehm entwickelte zunächst ein IT-Steuerungsprogramm, später leitete er die IT-Abteilung und verantwortete zunehmend die interne Prozessorganisation. Er holte seinen Studienkollegen Jörg Schneider in das Unternehmen. Ausgehend von einem Automobilprojekt („Warehouse-on-Wheels“) baute Schneider den Bereich Lager- und Kontraktlogistik mit einem Fokus auf individuelle Kundenlösungen strategisch auf.
Als prägenden Meilenstein ihrer Laufbahn betrachten beide das Frühjahr 2020: Ausgerechnet zu Beginn der Corona-Pandemie und großer wirtschaftlicher Unsicherheit sicherte sich Craiss innerhalb weniger Tage Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von über 100 Millionen Euro. Für Schneider ein entscheidender Wendepunkt des Unternehmens.
Trotz aller Entwicklungen der vergangenen 30 Jahre sieht Diehm eine Konstante: Die Logistikbranche bleibe stark mittelständisch geprägt. Dennoch werde sich die Rolle klassischer Speditionen durch die fortschreitende Digitalisierung, Plattformmodelle und den Einsatz von KI grundlegend verändern. Auch Schneider unterstreicht diesen Wandel für seinen Fachbereich. In der Kontraktlogistik gehe es längst nicht mehr nur um einzelne ausgelagerte Lagerprozesse, sondern um die ganzheitliche Steuerung von Lieferketten und Lieferantennetzwerken.