Alarmierendes Ergebnis

DIHK-Umfrage: Bayerische Betriebe bewerten Energiewende negativ

Dr. Hartmut Wurster, der stellvertretende Präsident der IHK Schwaben. Foto: IHK Schwaben
Der Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat die Ergebnisse einer Umfrage zur Energiewende veröffentlicht – mit einem ernüchternden Ergebnis. Die Unternehmen stellen der Energiewende kein gutes Zeugnis aus, sie bewerten diese sogar als Wettbewerbsnachteil. Vor allem bayerische Unternehmen äußern sich besonders negativ.

Auf einer Skala von Minus 100 bis Plus 100 beurteilen die bayerischen Unternehmen die Auswirkungen der Energiewende auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit mit Minus 4,7 Punkten. Die Industrieunternehmen bewerteten die Auswirkungen sogar mit Minus 6,25 Punkten. Auf Bundesebene liegt der Wert bei Minus 2,1.

„Strompreise belasten ganz klar die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen“

Als größte Belastung nennen die Unternehmen die Strompreise: 42 Prozent geben an, dass die Stromkosten in den letzten zwölf Monaten gestiegen sind, bei den Energiepreisen sind es 56 Prozent. „Die Steuern und Abgaben bei den Strompreisen belasten ganz klar die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen“, bestätigt Dr. Hartmut Wurster, der stellvertretende Präsident der IHK Schwaben. „Aber mit dem notwendigen Netzausbau und den Diskussionen um einen schnellen Kohleausstieg wird eine baldige Reduzierung dieser Belastung nicht möglich sein, außer die Politik steuert dagegen.“

„Ein alarmierendes Ergebnis“

Neben der Kostenproblematik sehen auch immer mehr Unternehmen die Versorgungssicherheit in Gefahr. 14,5 Prozent der befragten Unternehmen berichten über Stromausfälle, die länger als drei Minuten gedauert haben. Dies hat unter anderem zur Folge, dass 28,3 Prozent der befragten Industriebetriebe eine Verlagerung ihrer Produktion ins Ausland entweder geplant oder bereits durchgeführt haben. „Ein alarmierendes Ergebnis, dass den notwendigen Handlungsbedarf bei der Energiewende verdeutlicht“, mahnt Dr. Wurster.

Trend zu Preissteigerungen

In den kommenden Tagen werden die Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage und weiterer Abgaben für das nächste Jahr veröffentlichen. Der Trend wird auch hier zu weiteren Preissteigerungen gehen und der Anspannungsgrad für die Unternehmen wird sich erneut erhöhen. Aus Sicht der Verbraucher gibt es bestenfalls die Note „unbefriedigend“.

Über den Deutsche Industrie- und Handelskammertag

Der DIHK übernimmt als Dachorganisation im Auftrag und in Abstimmung mit den IHKs die Interessenvertretung der gewerblichen deutschen Wirtschaft gegenüber den Entscheidern der Bundespolitik und den europäischen Institutionen. Im Unterschied zu anderen Organisationen der Wirtschaft, besonders den Branchenverbänden, kann sich der DIHK dabei auf eine breite Grundlage stützen: 3,6 Millionen gewerbliche Unternehmen aller Branchen und Größenklassen sind gesetzliche Mitglieder der IHKs. Der dadurch notwendige Ausgleich der Interessen macht den DIHK unabhängig von Einzelinteressen und schafft ein besonderes Gewicht gegenüber Politik, Behörden und Institutionen.

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Auf einer Skala von Minus 100 bis Plus 100 beurteilen die bayerischen Unternehmen die Auswirkungen der Energiewende auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit mit Minus 4,7 Punkten. Die Industrieunternehmen bewerteten die Auswirkungen sogar mit Minus 6,25 Punkten. Auf Bundesebene liegt der Wert bei Minus 2,1.

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Als größte Belastung nennen die Unternehmen die Strompreise: 42 Prozent geben an, dass die Stromkosten in den letzten zwölf Monaten gestiegen sind, bei den Energiepreisen sind es 56 Prozent. „Die Steuern und Abgaben bei den Strompreisen belasten ganz klar die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen“, bestätigt Dr. Hartmut Wurster, der stellvertretende Präsident der IHK Schwaben. „Aber mit dem notwendigen Netzausbau und den Diskussionen um einen schnellen Kohleausstieg wird eine baldige Reduzierung dieser Belastung nicht möglich sein, außer die Politik steuert dagegen.“

„Ein alarmierendes Ergebnis“

Neben der Kostenproblematik sehen auch immer mehr Unternehmen die Versorgungssicherheit in Gefahr. 14,5 Prozent der befragten Unternehmen berichten über Stromausfälle, die länger als drei Minuten gedauert haben. Dies hat unter anderem zur Folge, dass 28,3 Prozent der befragten Industriebetriebe eine Verlagerung ihrer Produktion ins Ausland entweder geplant oder bereits durchgeführt haben. „Ein alarmierendes Ergebnis, dass den notwendigen Handlungsbedarf bei der Energiewende verdeutlicht“, mahnt Dr. Wurster.

Trend zu Preissteigerungen

In den kommenden Tagen werden die Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage und weiterer Abgaben für das nächste Jahr veröffentlichen. Der Trend wird auch hier zu weiteren Preissteigerungen gehen und der Anspannungsgrad für die Unternehmen wird sich erneut erhöhen. Aus Sicht der Verbraucher gibt es bestenfalls die Note „unbefriedigend“.

Über den Deutsche Industrie- und Handelskammertag

Der DIHK übernimmt als Dachorganisation im Auftrag und in Abstimmung mit den IHKs die Interessenvertretung der gewerblichen deutschen Wirtschaft gegenüber den Entscheidern der Bundespolitik und den europäischen Institutionen. Im Unterschied zu anderen Organisationen der Wirtschaft, besonders den Branchenverbänden, kann sich der DIHK dabei auf eine breite Grundlage stützen: 3,6 Millionen gewerbliche Unternehmen aller Branchen und Größenklassen sind gesetzliche Mitglieder der IHKs. Der dadurch notwendige Ausgleich der Interessen macht den DIHK unabhängig von Einzelinteressen und schafft ein besonderes Gewicht gegenüber Politik, Behörden und Institutionen.

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