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Die Zeitung transportiert Demokratie
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Verband Bayerischer Zeitungsverleger

Die Zeitung transportiert Demokratie

 Andreas Scherer, Geschäftsführer der Mediengruppe Pressedruck.
Andreas Scherer, Geschäftsführer der Mediengruppe Pressedruck. Foto: VBZV
Von Louis Exenberger

Der Verband Bayerischer Zeitungsverleger schlägt auf seiner Jahrestagung Alarm: Die Medienlandschaft sei durch die wirtschaftliche Ausnahmesituation in Gefahr. Andreas Scherer stellt als Vorsitzender des VBZV und Geschäftsführer der Augsburger Mediengruppe Pressedruck eine klare Forderung an die Politik.

Den Stellenwert freier Medien macht aktuell wieder der russische Angriffskrieg deutlich. Dahingehend würdigte Scherer im Namen des Verbandes die Rolle der unabhängigen Journalisten vor Ort. Doch auch in Deutschland müsse diese Informationsfreiheit verstärkt gesichert werden. Diese müsse sowohl politisch und wirtschaftlich auch im Tagesgeschäft durch mehr als das Grundgesetz gewährleistet werden. Eine solche Grundlage gibt es derzeit aber nicht, weswegen Verlage sich derzeit in einer besonders kritischen Situation befänden.

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Kostenanstieg in allen Bereichen

Die Preisexplosion bei Papier, Gas und Sprit verteuere die Zeitungsproduktion und die Logistik dramatisch. Dies sei, so Scherer, ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für die geplante Erhöhung des Mindestlohns. Allein dadurch würden im Herbst die Kosten der Verlage um weitere 220 Millionen Euro pro Jahr steigen. Der Geschäftsführer der Mediengruppe Pressedruck aus Augsburg fordert daher eine wirkungsvolle Presseförderung.


Wie kann die Politik intervenieren?

In Nachbarländern sei diese Absicherung der Pressefreiheit längst üblich. Zudem gebe es schon seit langem konkrete Vorschläge der Verleger, welche der Politik vorliegen sollen. Mit dem Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung pocht der Verband Bayerischer Zeitungsverleger auf die Einführung eines tragfähigen Fördermodells. Ziel sei es die die flächendeckende Versorgung mit gedruckter Presse weiter zu gewährleisten.

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Warum die Absicherung so wichtig ist

Nachdem es bereits zwei gescheiterte Anläufe in Berlin gegeben haben soll, macht Scherer die Dringlichkeit der Thematik deutlich: „Die Zeitung transportiert Demokratie. Und die muss in jeden Winkel Bayerns gebracht werden können. Sie sichert Information, Bildung, Teilhabe, den gesellschaftlichen Diskurs. Das sollte uns die Sache, gerade im Zeitalter von Hate Speech und Fake News, buchstäblich wert sein.“


Sind Arbeitsstellen in Gefahr?

Etwa 18.000 Zusteller liefern morgens in ganz Bayern die Verlagszeitungen aus. Doch „diese Leistung“ stöße bald an ihre Grenzen wie Andreas Scherer prophezeit. Auch deshalb soll die Politik ihren Worten nun auch Taten folgen lassen. Erst am 3. Mai hätte unter anderem Bundeskanzler Scholz für unabhängige Berichterstattung am Tag der Pressefreiheit plädiert.

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