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Die neue Chefin der Arbeitsagentur Augsburg im Interview
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Elsa Koller-Knedlik

Die neue Chefin der Arbeitsagentur Augsburg im Interview

 Elsa Koller-Knedlik. Foto: Agentur für Arbeit Augsburg

Anfang November startete Elsa Koller-Knedlik in der Agentur für Arbeit Augsburg. Was die neue Chefin über den Arbeitsmarkt in der Region denkt, welche markanten Unterschiede zu dem in Nürnberg bestehen und wie sie Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften unterstützen möchte, verriet sie im Interview mit unserer Redaktion.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie hat sich Ihr bisheriger Karriereweg gestaltet, Frau Koller-Knedlik?

Elsa Koller-Knedlik: Ich habe Jura studiert und nach dem 2. Staatsexamen während meiner Referendariatszeit parallel in einer Anwaltskanzlei gearbeitet. Anschließend bin ich bei einer Versicherung eingestiegen, bevor ich zur Bundesagentur für Arbeit (BA) als Trainee wechselte. Ich hatte das Glück, bei der BA an verschiedenen Personalentwicklungsmaßnahmen teilnehmen zu dürfen. Das bedeutet, man kann bis zu einem Jahr eine vakante Stelle wahrnehmen, bevor man sich offiziell auf eine solche bewirbt. So konnte ich viel ausprobieren und lernen. Das hat mich zu einem Fan dieses Instruments gemacht.

Zu wichtigen Stationen meiner beruflichen Laufbahn zählen Stellen als Abteilungsleiterin Arbeitsvermittlung und Beratung, Referatsleiterin für Berufliche Rehabilitation in Bayern beim Landesarbeitsamt und Kommissarische Direktorin des Arbeitsamtes Pirmasens (Rheinland-Pfalz). In den letzten 15 Jahren habe ich schließlich verschiedene Arbeitsagenturen geführt, darunter Nürnberg als eine der drei großen Agenturen in Bayern. Seit November bin ich nun in Augsburg.

Wie schätzen Sie den Augsburger Arbeitsmarkt ein?

Der Arbeitsmarkt in Augsburg hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Es herrscht eine geringe Arbeitslosenquote, was es für suchende Unternehmen sehr schwer macht. Wir mussten tief in den Annalen graben, aber das dürfte der beste Oktober gewesen sein, seit wir zurückblicken können. Auch im bayerischen Vergleich schneidet Augsburg sehr gut ab. Wir nähern uns der Vollbeschäftigung, die bei drei Prozent beginnt. Im Landkreis Aichach-Friedberg liegt die Quote mit 1,9 Prozent sogar in einem für Bayern besonders niedrigen Bereich.

Wie unterscheidet sich der Augsburger Arbeitsmarkt vom Nürnberger?

Die Relation Stadt – Land ist im Vergleich zu Nürnberg anders ausgeprägt. Von allen Arbeitslosen im Agenturbezirk Augsburg wohnen rund 64 Prozent im Stadtgebiet, in Nürnberg sind es 85 Prozent. Bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten verhält es sich ähnlich. Das zeigen auch die Pendlerbewegungen, die sich wiederum auf die Infrastruktur der Städte auswirken.

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Außerdem verzeichnet Augsburg einen guten Mix zwischen Industrie und Dienstleistung. Es gibt hier keine Monostruktur, alle Branchen sind gut aufgestellt. Dadurch ist der Markt nicht so anfällig, falls sich eine Branche wandelt. An sich ist die Dynamik in Augsburg viel größer. Es gibt einen sehr hohen Beschäftigungszuwachs, der sogar über dem bayerischen Durchschnitt liegt. Nürnberg dagegen liegt darunter.

Es gibt hier außerdem ein viel größeres Angebot an Stellen für ungelernte Arbeitskräfte. Das Gehalt reicht in der Regel einem Alleinstehenden, um nicht auf die Grundsicherung angewiesen zu sein. Das wirkt sich auch auf die sozialen Dimensionen der Stadt aus.

Haben Sie schon konkrete Pläne, die Sie im Agenturbezirk umsetzen wollen?

Ich habe das Glück, ein gut bestelltes Haus übernehmen zu dürfen. In vielen weiteren Bereichen sind erste Ansätze gelegt. Mein Ziel ist es, diese nun umzusetzen und weiterzuentwickeln. Dazu zählt der Fokus auf die Jugendlichen und deren Weg in eine Ausbildung. Mit dem Jobcenter und der Stadt arbeiten wir hier unter dem Motto „Kein Jugendlicher soll verloren gehen“ eng zusammen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unterstützung der Firmen bei der Suche nach Fachkräften. Daher ist auch die Weiterqualifizierung von Angestellten über Förderprogramme eine gute Möglichkeit, aus dem eigenen Potenzial der Unternehmen zu schöpfen. Wir tauschen uns hierzu bereits mit unseren Netzwerkpartnern aus.

Auf was freuen Sie sich in Ihrer neuen Stelle am meisten?

Ich arbeite einfach gerne direkt mit Menschen zusammen und freue mich darauf, meine neuen Mitarbeiter, die Netzwerkpartner und besonders auch die Region und ihre Menschen kennenzulernen.

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