City-Galerie Augsburg

Das war Augsburg vor der City-Galerie

1999 wurde der Schornstein der Neuen Augsburger Kattun-Fabrik gesprengt. Foto: Ulrich Pfaffenberger
1999 wurde der Schornstein der Neuen Augsburger Kattun-Fabrik gesprengt. Foto: Ulrich Pfaffenberger
Der Schornstein der Neuen Augsburger Kattun-Fabrik. Foto: Ulrich Pfaffenberger
Luftbild-Aufnahme von der Entstehung der City-Galerie Augsburg. Foto: Ulrich Pfaffenberger

2001 wurde die City-Galerie Augsburg eröffnet. Ihre Entstehung ist ein Symbol für das Verschwinden der Industrie aus der Stadt und den Einzug des Dienstleisungs-Sektors.

von Ulrich Pfaffenberger und Rebecca Weingarten

1999 wurde mit dem Bau der City-Galerie Augsburg begonnen. Doch dafür mussten zunächst die Produktions-Gebäude der Neuen Augsburger Kattun-Fabrik (NAK) weichen. Was mit der Sprengung des Schornsteins begann, läutete für die Wirtschaft in Augsburg eine neue Ära ein.

Shopping-Ceneter löst Stoffdruckerei ab

Die Neue Augsburger Kattun-Fabrik (NAK) wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. Hier wurden Baumwolle, Kunstseide, Synthetik und andere Textilien bedruckt und anschließend weltweit verkauft. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die im Krieg beschädigten Produktions-Hallen neu aufgebaut werden. In den 1950er Jahren hatte sich die Neue Augsburger Kattun-Fabrik wieder erholt. Über Jahrzehnte hinweg beschäftigte sie rund 1.000 Angestellte. Ab den 1970er Jahren ging es für die Textil-Industrie in Augsburg bergab. Aufgrund hoher Verluste musste 1996 schließlich auch die NAK schließen. Die Werkshallen wurden 1999 abgerissen. Der Grund: Ein neues Shopping-Center, die City-Galerie, sollte an den historischen Standort kommen.

Auch die ehemalige Bahn-Bus hat das Gelände verlassen

Das einzige, was heute von den Gebäuden der Neuen Augsburger Kattun-Fabrik noch übrig ist, ist das ehemalige Verwaltungs-Gebäude. Eine Zeit lang diente es als Polizei-Präsidium. Immer wieder war auch die Rede davon, dass ein Hotel in das Gebäude ziehen sollte. Dazu kam es aber nie. Heute befindet sich hier unter anderem die Volkshochschule Augsburg. Dort, wo sich heute die City-Galerie Augsburg befindet, war früher auch der Busbahnhof der Deutschen Bahn. Auch das hat sich geändert. Die Regional-Bus Augsburg (RBA), früher Bahn-Bus, hat ihren Sitz heute in der Eichleitnerstraße.

Textil-Industrie prägt Augsburger Stadtbild bis heute

Während große Teile der Textil-Industrie aus Augsburg verschwunden sind, haben einige Gebäude überlebt. So wurden beispielsweise die Produktions-Hallen der Augsburger Kammgarn-Spinnerei erhalten. Hier sind heute die Ausstellungen des Staatlichen Textil- und Industriemuseums (tim) Augsburg zu sehen. Bald wird auf dem Gelände zudem ein neues Hotel entstehen. Auch die Kanäle, die sich durch die Altstadt und das Textilviertel ziehen, sind Teil des Stadtbilds geblieben.

Stillstand ist keine Option

15 Jahre nach ihrer Eröffnung gilt die City-Galerie Augsburg als Zugpferd für den lokalen Einzelhandel. Unterdessen ist der Wandel am historischen Standort noch lange nicht zu Ende. Nach ihrer umfangreichen Sanierung und der Jubiläums-Feier steckt die City-Galerie jetzt im für den Einzelhandel so wichtigen Weihnachts-Geschäft. Auch der Mega-Trend Digitalisierung geht an der City-Galerie Augsburg nicht spurlos vorbei.

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1999 wurde der Schornstein der Neuen Augsburger Kattun-Fabrik gesprengt. Foto: Ulrich Pfaffenberger
1999 wurde der Schornstein der Neuen Augsburger Kattun-Fabrik gesprengt. Foto: Ulrich Pfaffenberger
Der Schornstein der Neuen Augsburger Kattun-Fabrik. Foto: Ulrich Pfaffenberger
Luftbild-Aufnahme von der Entstehung der City-Galerie Augsburg. Foto: Ulrich Pfaffenberger

2001 wurde die City-Galerie Augsburg eröffnet. Ihre Entstehung ist ein Symbol für das Verschwinden der Industrie aus der Stadt und den Einzug des Dienstleisungs-Sektors.

von Ulrich Pfaffenberger und Rebecca Weingarten

1999 wurde mit dem Bau der City-Galerie Augsburg begonnen. Doch dafür mussten zunächst die Produktions-Gebäude der Neuen Augsburger Kattun-Fabrik (NAK) weichen. Was mit der Sprengung des Schornsteins begann, läutete für die Wirtschaft in Augsburg eine neue Ära ein.

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Die Neue Augsburger Kattun-Fabrik (NAK) wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. Hier wurden Baumwolle, Kunstseide, Synthetik und andere Textilien bedruckt und anschließend weltweit verkauft. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die im Krieg beschädigten Produktions-Hallen neu aufgebaut werden. In den 1950er Jahren hatte sich die Neue Augsburger Kattun-Fabrik wieder erholt. Über Jahrzehnte hinweg beschäftigte sie rund 1.000 Angestellte. Ab den 1970er Jahren ging es für die Textil-Industrie in Augsburg bergab. Aufgrund hoher Verluste musste 1996 schließlich auch die NAK schließen. Die Werkshallen wurden 1999 abgerissen. Der Grund: Ein neues Shopping-Center, die City-Galerie, sollte an den historischen Standort kommen.

Auch die ehemalige Bahn-Bus hat das Gelände verlassen

Das einzige, was heute von den Gebäuden der Neuen Augsburger Kattun-Fabrik noch übrig ist, ist das ehemalige Verwaltungs-Gebäude. Eine Zeit lang diente es als Polizei-Präsidium. Immer wieder war auch die Rede davon, dass ein Hotel in das Gebäude ziehen sollte. Dazu kam es aber nie. Heute befindet sich hier unter anderem die Volkshochschule Augsburg. Dort, wo sich heute die City-Galerie Augsburg befindet, war früher auch der Busbahnhof der Deutschen Bahn. Auch das hat sich geändert. Die Regional-Bus Augsburg (RBA), früher Bahn-Bus, hat ihren Sitz heute in der Eichleitnerstraße.

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Während große Teile der Textil-Industrie aus Augsburg verschwunden sind, haben einige Gebäude überlebt. So wurden beispielsweise die Produktions-Hallen der Augsburger Kammgarn-Spinnerei erhalten. Hier sind heute die Ausstellungen des Staatlichen Textil- und Industriemuseums (tim) Augsburg zu sehen. Bald wird auf dem Gelände zudem ein neues Hotel entstehen. Auch die Kanäle, die sich durch die Altstadt und das Textilviertel ziehen, sind Teil des Stadtbilds geblieben.

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15 Jahre nach ihrer Eröffnung gilt die City-Galerie Augsburg als Zugpferd für den lokalen Einzelhandel. Unterdessen ist der Wandel am historischen Standort noch lange nicht zu Ende. Nach ihrer umfangreichen Sanierung und der Jubiläums-Feier steckt die City-Galerie jetzt im für den Einzelhandel so wichtigen Weihnachts-Geschäft. Auch der Mega-Trend Digitalisierung geht an der City-Galerie Augsburg nicht spurlos vorbei.

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