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Das sagen Augsburger Einzelhändler zum Lockdown
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Krisenmanagement

Das sagen Augsburger Einzelhändler zum Lockdown

Die Einzelhändler in der Augsburger Innenstadt sind mit den Corona-Einschränkungen nicht zufrieden. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Der Einzelhandel in Augsburg ist verärgert. Denn die Corona-Maßnahmen stoßen bei vielen auf Unverständnis. Auch die Überbrückungshilfen erfüllen ihren Zweck nur teilweise. Diese Forderungen stellen die Gewerbetreibenden jetzt an die Politik.

Weitgehend geschlossene Geschäfte, fehlende Umsätze und Hilfen, die nur schleppend ankommen: Für viele Einzelhändler geht es in der Corona-Krise um die nackte Existenz. Auch wenn nun erste Lockerungen für Gärtnereien, Baumärkte und Blumenläden angekündigt sind, fordert Ulrich Mayer, Vorsitzender des Innenstadtgewerbebeirates (IGB), von der Politik einen konkreten Fahrplan für eine weitgehende Öffnung, die alle Branchen gleichbehandelt: „Warum öffnen Blumenläden und Friseure, aber keine Schuh- oder Textilgeschäfte? Das ist nicht mehr vermittelbar und auch nicht verhältnismäßig. Zudem das RKI in Studien bestätigt hat, dass das Infektionsrisiko im Handel sehr niedrig ist.“

70 Prozent der Einzelhändler geschlossen

Fast 30.000 Einzelhandelsunternehmen gibt es in Bayerisch-Schwaben. Rund 57.000 Menschen finden hier ihr Auskommen. In Augsburg-Stadt sind es mehr als 3.300 Einzelhändler. „Rund 70 Prozent aller Geschäfte sind seit November geschlossen. Darunter sind viele Händler, die seit Generationen viel Herzblut und Kapital in ihr Lebenswerk und Unternehmen investiert haben und nun vor dem Ruin stehen. Keine Öffnungsperspektive, keine Liquidität, das bedeutet ein Tod und Sterben auf Raten“, befürchtet Marcus Vorwohlt, Geschäftsführer des Modehauses Rübsamen. „Die Politik ist in der Pflicht und muss uns eine Öffnungsperspektive geben, sonst werden viele Geschäfte für immer geschlossen bleiben und nie mehr öffnen“, erläuterte Vorwohlt weiter.

Ungleichbehandlung kritisiert  

Ulrich Mayer, Inhaber No7 in der Steingasse und IGB-Vorsitzender, sieht in den ersten Lockerungen für Gärtnereien, Baumärkte und Blumenläden eine massive Ungleichbehandlung für die Branchen, die weiterhin geschlossen bleiben: „Wenn sich die Menschen nachweislich und laut RKI wissenschaftlich abgesichert nicht im Handel anstecken, dann gibt es für die Politik keinen Grund, einzelne Geschäfte bei Öffnungen vorzuziehen und damit eine Art ‚Zwei-Klassen-Gesellschaft‘ einzuführen. Kein Mensch versteht, warum er in einem vollen Supermarkt einkaufen kann, aber nicht in Einzelhandelsgeschäften, die viel Geld in umfangreiche Hygiene- und Schutzmaßnahmen investiert haben. Bei den von der Politik willkürlich festgelegten Öffnungen für einzelne Branchen bleibt die Verhältnismäßigkeit auf der Strecke und ist weder nachvollziehbar noch vermittelbar. Daher werden viele Händler gegen diese Ungleichbehandlung klagen“, sagt Ulrich Mayer.

Bürokratie verhindert schnelle Hilfen

Zusätzlich verschärft wird die Situation in vielen Betrieben durch die schleppende Umsetzung der zugesagten Finanzhilfen. Nachdem der Handel bei den November- und Dezemberhilfen leer ausgegangen war, können die Unternehmen nun seit kurzem die Überbrückungshilfe III beantragen. Michael Berz, Geschäftsführer von Siller&Laar am Fuggerplatz, sagt: „Die Regelungen und Ausführungsbestimmungen sind so kompliziert, dass mich noch nicht einmal mein Steuerberater rechtssicher beim Ausfüllen beraten kann. Warum so kompliziert und nicht einfach, wie in anderen Ländern, zum Beispiel in Österreich“, fragt Berz. „Zudem müssen die Hilfen sehr schnell ankommen, um eine Pleitewelle zu verhindern. Denn gerade zu Jahresbeginn haben Einzelhändler viele Zahlungen für längst bestellte Waren und einmalige Fixkosten tätigen müssen. Nach dem fehlenden Weihnachtsgeschäft sind jetzt bei vielen die Konten leer und die Läger voll.“

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