Projekt NIKA

C&S Computer will Akzeptanz von Robotern fördern

Der Augsburger Unternehmensstandort von C&S Computer und Software GmbH. Foto: Isabell Walter/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Was soll ein Roboter können und wie soll er sich verhalten, damit er von älteren Menschen gut angenommen wird? Diesen Fragen stellt sich unter anderem die C&S Computer und Software GmbH aus Augsburg.

Der Kick-off für das Projekt NIKA erfolgte Anfang August in Stuttgart. NIKA (kurz für „Nutzerzentrierte Interaktionsgestaltung für Kontextsensitive und Akzeptanzfördernde Roboter“) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderschwerpunktes „Roboter für Assistenzfunktionen: Interaktionsstrategien“ über drei Jahre gefördert. 1,79 Millionen Euro (davon 88 Prozent Förderanteil durch BMBF) sind dafür veranschlagt.

Roboter-Verhalten muss sich ändern

NIKA läuft voraussichtlich bis Juni 2021. Es soll die Akzeptanz von Robotern fördern. Die C&S Computer und Software GmbH arbeitet mit vier Partnern aus Wissenschaft und Praxis zusammen, um herauszufinden, wie Roboter Senioren künftig in ihrem Alltag sinnvoll unterstützen können. Diese könnten vieles übernehmen, was älteren Menschen dabei hilft, länger in ihren eigenen vier Wänden zu leben.

Laut Projektpartnern wäre denkbar, dass Roboter die Wohnung putzen könnten, an wichtige Termine erinnern oder einen Alarm auslösen, wenn jemand stürzt. Gleichzeitig sind Senioren oft zurückhaltend, wenn es um das Anwenden neuer Technologien geht. Hier setzt das Projekt NIKA an: In den kommenden drei Jahren erforschen die Partner nicht nur, wo Roboter hilfreich sein könnten, sondern auch wie sie aussehen und handeln sollten, damit ältere Menschen ihre Hilfe akzeptieren.

Programmierung soll angepasst werden

Ein eigener Roboter soll im Projekt nicht entwickelt werden. Vielmehr wird man bereits existierende Modelle so programmieren, dass sie speziell für ältere Menschen hilfreich sind. Die erforderlichen Informationen hierfür wird der Roboter aus einer virtuellen „Bibliothek“ beziehen, in der positive Interaktionen zwischen Mensch und Roboter systematisch beschrieben werden. Bestimmte Bedarfssituationen werden hier also mit Anweisungen an den Roboter verknüpft im Sinne von: „Wenn Du diese oder jene Situation erkennst, sollst Du so reagieren.“ Um die Bedürfnisse von Senioren zu ermitteln und im Projekt zu berücksichtigen, wird NIKA im Betreuten Wohnen beim Wohlfahrtswerk Baden Württemberg erprobt.

Einziger Partner aus Bayern

Neben der C&S Computer und Software GmbH arbeiten das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg, das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, die Universität Stuttgart und die Universität Tübingen am Projekt mit. C&S ist damit nicht nur der einzig schwäbische, sondern der einzig bayerische Partner.

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Der Kick-off für das Projekt NIKA erfolgte Anfang August in Stuttgart. NIKA (kurz für „Nutzerzentrierte Interaktionsgestaltung für Kontextsensitive und Akzeptanzfördernde Roboter“) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderschwerpunktes „Roboter für Assistenzfunktionen: Interaktionsstrategien“ über drei Jahre gefördert. 1,79 Millionen Euro (davon 88 Prozent Förderanteil durch BMBF) sind dafür veranschlagt.

Roboter-Verhalten muss sich ändern

NIKA läuft voraussichtlich bis Juni 2021. Es soll die Akzeptanz von Robotern fördern. Die C&S Computer und Software GmbH arbeitet mit vier Partnern aus Wissenschaft und Praxis zusammen, um herauszufinden, wie Roboter Senioren künftig in ihrem Alltag sinnvoll unterstützen können. Diese könnten vieles übernehmen, was älteren Menschen dabei hilft, länger in ihren eigenen vier Wänden zu leben.

Laut Projektpartnern wäre denkbar, dass Roboter die Wohnung putzen könnten, an wichtige Termine erinnern oder einen Alarm auslösen, wenn jemand stürzt. Gleichzeitig sind Senioren oft zurückhaltend, wenn es um das Anwenden neuer Technologien geht. Hier setzt das Projekt NIKA an: In den kommenden drei Jahren erforschen die Partner nicht nur, wo Roboter hilfreich sein könnten, sondern auch wie sie aussehen und handeln sollten, damit ältere Menschen ihre Hilfe akzeptieren.

Programmierung soll angepasst werden

Ein eigener Roboter soll im Projekt nicht entwickelt werden. Vielmehr wird man bereits existierende Modelle so programmieren, dass sie speziell für ältere Menschen hilfreich sind. Die erforderlichen Informationen hierfür wird der Roboter aus einer virtuellen „Bibliothek“ beziehen, in der positive Interaktionen zwischen Mensch und Roboter systematisch beschrieben werden. Bestimmte Bedarfssituationen werden hier also mit Anweisungen an den Roboter verknüpft im Sinne von: „Wenn Du diese oder jene Situation erkennst, sollst Du so reagieren.“ Um die Bedürfnisse von Senioren zu ermitteln und im Projekt zu berücksichtigen, wird NIKA im Betreuten Wohnen beim Wohlfahrtswerk Baden Württemberg erprobt.

Einziger Partner aus Bayern

Neben der C&S Computer und Software GmbH arbeiten das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg, das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, die Universität Stuttgart und die Universität Tübingen am Projekt mit. C&S ist damit nicht nur der einzig schwäbische, sondern der einzig bayerische Partner.

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