Keine Übernachtungsgäste mehr

Corona-Krise: Augsburger Hotel Drei Mohren bietet Luxus-Office an

Ein Hotelzimmer als Büro: Das Drei Mohren ist in der Not erfinderisch geworden und bietet nun Home-Office im Hotel an. Ob das zum Überleben reicht, steht in der Glaskugel.

Wegen der Corona-Pandemie sind touristische Übernachtungen bis vorerst 19. April nicht mehr erlaubt. Das Augsburger Hotel Drei Mohren musste von heute auf morgen seine Mitarbeiter auf unbestimmte Zeit nachhause schicken.

Hotel Drei Mohren ohne Übernachtungsgäste

„Uns hat die Corona-Krise hart getroffen. Wir haben derzeit keinerlei Übernachtungsgäste und haben daher geschlossen,“ erzählt Michael Artner, Assistant General Manager. Nur die Auszubildenden und eine Handvoll Mitarbeiter aus dem Führungsteam arbeiten noch. „Wir wollen sicherstellen, dass wir für nach der Corona-Krise strategisch gut aufgestellt sind und gleich durchstarten können“, äußert sich Artner. Zudem ist das Hotel weiterhin 24 Stunden lang besetzt.

Hotelzimmer als Büros

Um zumindestens etwas gegen den Leerstand zu unternehmen, ist das Hotel kreativ geworden. Da immer mehr Unternehmer ihre Mitarbeiter aktuell ins Home-Office schicken, vermietet das Drei Mohren ab dieser Woche seine Zimmer als Büro. Denn nicht jeder hat die Möglichkeit, zuhause zu arbeiten. Die normalen Gästezimmer können für einen oder mehrere Tage als Home-Office von Ruhesuchenden gebucht werden. Zusätzlich gibt es Essens- und Getränkepakete. Die ersten haben sie bereits erhalten, verrät Artner. Dabei handelt es sich aber um keine Dauerlösung, sondern lediglich um einen Strohhalm, an den sich auch andere Hotels in Deutschland klammern.

Herausforderung größer als bei Finanzkrise

Wann die über 100 Mitarbeiter wieder an ihren Arbeitsplatz zurück dürfen, sei eine „Glaskugelfrage“. „Wir hoffen, dass wir am 20. April wiedereröffnen können“, so Artner.  Alles hänge davon ab, wie lange die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie noch andauern. Eine ähnliche Situation hätte es damals bei der Finanzkrise 2008 gegeben. Diesmal sei aber die Herausforderung größer, da die Auswirkungen der Corona-Krise „nicht planbar und berechenbar“ sind. Vor allem auch für die Mitarbeiter sei es aktuell eine schwere Situation. „Nach der ersten Schockwelle kam aber schnell das Feedback, dass wir uns weiter zu 100 Prozent auf sie verlassen können,“ äußert sich Artner.

Hotel Drei Mohren blickt zuversichtlich in die Zukunft

„Die Fragen, die uns derzeit am meisten beschäftigen, sind: Was passiert in den nächsten Wochen? Und wie entwickelt sich die Wirtschaft?“, erklärt Artner. „Für uns ist nicht nur der Tourismus wichtig, sondern auch Geschäftsreisende und Kunden, die unsere Veranstaltungsräume mieten“, erklärt er. Wann man sich überhaupt wieder in Gruppen treffen darf, darüber kann nur spekuliert werden. „Es wird noch lange Zeit dauern bis wieder Normalbetrieb herrscht,“ ist sich Artner sicher. Er blickt aber optimistisch in die Zukunft. „Unsere Branche wird sich davon gut erholen, da bin ich zuversichtlich. Reisen wird auch nach der Pandemie notwendig sein.“

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Wann die über 100 Mitarbeiter wieder an ihren Arbeitsplatz zurück dürfen, sei eine „Glaskugelfrage“. „Wir hoffen, dass wir am 20. April wiedereröffnen können“, so Artner.  Alles hänge davon ab, wie lange die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie noch andauern. Eine ähnliche Situation hätte es damals bei der Finanzkrise 2008 gegeben. Diesmal sei aber die Herausforderung größer, da die Auswirkungen der Corona-Krise „nicht planbar und berechenbar“ sind. Vor allem auch für die Mitarbeiter sei es aktuell eine schwere Situation. „Nach der ersten Schockwelle kam aber schnell das Feedback, dass wir uns weiter zu 100 Prozent auf sie verlassen können,“ äußert sich Artner.

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