Handel

China im Wandel: Die Welt von Alibaba

Die 9. China im Wandel Ausgabe in Augsburg. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
101 Anmeldungen – das 9. China im Wandel lockte wieder zahlreiche Gäste ins Medienzentrum an der Curt-Frenzel-Straße. Das lag wohl nicht zuletzt an Keynote Speaker Karl Wehner – der Alibaba-Deutschlandchef. Er gab Einblicke in die chinesische Gruppe und ihre über 40 Bereiche.

Die Alibaba Group sei „mit nichts vergleichbar, was wir kennen“ leitete Dr. Stefan Söhn, Gründungspartner der MultiTrust Capital Partners GmbH, die Veranstaltung ein. Karl Wehner, ein „Vertreter der weltweit größten Online-Handels Plattform“, stehe daher schon länger auf der Wunschliste der Veranstalter von China im Wandel. Es sei außerdem eine Prämiere, einen Referenten aus dem Handel begrüßen zu dürfen nach Politikern, Unternehmern und Forschern.

„Können uns auf einiges gefasst machen“

„Mit der Gründung hat Jack Ma wahrlich eine Schatztruhe geöffnet, wenn man sich die Entwicklung des Unternehmens vor Augen führt“, erklärte Söhn. „Das ist geradezu sagenhaft.“ Jährliche Wachstumsraten von fast 50 Prozent, Milliardenumsätze und über das dreifache Handelsvolumen das Amazon abwickelt: „Alibaba ist heute ein Ökosystem von Plattformen die Unternehmen untereinander und mit Verbraucher verbindet. Dazu gehört mehr, als nur eine Handelsplattform zu sein. Es ist vor allem auch das Bezahlsystem Alipay, was auch in Deutschland für die zunehmende Zahl von Touristen wichtig ist, die mit ihren heimischen Geräten hier bezahlen“, führte Dr. Söhn weiter aus. Cloud-Services für Industrie, Künstliche Intelligenz, Investitionen in Hardware in Deutschland und Europa, Übernahmen von Unternehmen wie einem Berliner Startup: „Ich glaube, wir können uns auf einiges gefasst machen“, ist sich der China-Experte sicher.

Das 9. China im Wandel in Augsburg

Den Handel vereinfachen

Karl Wehner, der Alibaba-Deutschlandchef, gab zunächst einen Überblick über die Unternehmensgeschichte der Alibaba Group und wie 1999 alles startete. Die Mission: den Handel vereinfachen. Das zieht sich über alle mehr als 40 Geschäftsbereiche, die die Gruppe mittlerweile abdeckt, erklärte Wehner.

Der chinesische Markt und Konsument

1,4 Milliarden Menschen zählt das Land, erst gut die Hälfte davon sind online. Damit besteht auch noch im Heimatmarkt Potenzial für Alibaba. „China ist einer der wichtigsten Wachstumsmärkte nach wie vor“, bestätigte Wehner. Weiter wird damit gerechnet, dass die Mittelschicht in China von 400 Millionen auf 600 Millionen Menschen in drei Jahren wachsen wird. „Das ist auch ein unglaublicher Wachstumsfaktor für Konsum in China.“ Schon jetzt zählt Alibaba 650 Millionen aktive Kunden. Täglich werden durchschnittlich 79 Millionen Pakete versendet.

„Eine Markenhistorie kennt der chinesische Kunde so nicht“, erklärte Wehner weiter. Das wirkt sich auch auf die Vermarktung aus. Eine lange Firmengeschichte allein überzeuge den Kunden vor Ort nicht. Das sei eine der Herausforderungen für deutsche Handelsmarken. Das Publikum an sich sei außerdem deutlich jünger, durchschnittlich um die 35. „Die wollen entdecken und erschließen“, weiß Wehner. Weiterer wichtiger Fakt: „Der chinesische Konsument ist Mobile Only, nicht Mobil First.“ 90 Prozent der Nutzer tätigen Ihre Käufe über das Smartphone.

Das Ökosystem Alibaba umfasst neben Handel und Bezahlsystem noch zahlreiche weitere Angebote. Eine eigene Version von Google, einen Reisanbieter, Kinokartenservice, Streamingdienste und vieles mehr – alles mit einander verknüpft. Wer sich einen Film über die Alpen ansieht, bekommt Werbung zu Alpenschokolade. Nur, wenn er das möchte, versichert Wehner. Es erfordere eine optionale Zustimmung zu dieser Verknüpfung. Die meisten würden dies aber nutzen.

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Die Alibaba Group sei „mit nichts vergleichbar, was wir kennen“ leitete Dr. Stefan Söhn, Gründungspartner der MultiTrust Capital Partners GmbH, die Veranstaltung ein. Karl Wehner, ein „Vertreter der weltweit größten Online-Handels Plattform“, stehe daher schon länger auf der Wunschliste der Veranstalter von China im Wandel. Es sei außerdem eine Prämiere, einen Referenten aus dem Handel begrüßen zu dürfen nach Politikern, Unternehmern und Forschern.

„Können uns auf einiges gefasst machen“

„Mit der Gründung hat Jack Ma wahrlich eine Schatztruhe geöffnet, wenn man sich die Entwicklung des Unternehmens vor Augen führt“, erklärte Söhn. „Das ist geradezu sagenhaft.“ Jährliche Wachstumsraten von fast 50 Prozent, Milliardenumsätze und über das dreifache Handelsvolumen das Amazon abwickelt: „Alibaba ist heute ein Ökosystem von Plattformen die Unternehmen untereinander und mit Verbraucher verbindet. Dazu gehört mehr, als nur eine Handelsplattform zu sein. Es ist vor allem auch das Bezahlsystem Alipay, was auch in Deutschland für die zunehmende Zahl von Touristen wichtig ist, die mit ihren heimischen Geräten hier bezahlen“, führte Dr. Söhn weiter aus. Cloud-Services für Industrie, Künstliche Intelligenz, Investitionen in Hardware in Deutschland und Europa, Übernahmen von Unternehmen wie einem Berliner Startup: „Ich glaube, wir können uns auf einiges gefasst machen“, ist sich der China-Experte sicher.

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Den Handel vereinfachen

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1,4 Milliarden Menschen zählt das Land, erst gut die Hälfte davon sind online. Damit besteht auch noch im Heimatmarkt Potenzial für Alibaba. „China ist einer der wichtigsten Wachstumsmärkte nach wie vor“, bestätigte Wehner. Weiter wird damit gerechnet, dass die Mittelschicht in China von 400 Millionen auf 600 Millionen Menschen in drei Jahren wachsen wird. „Das ist auch ein unglaublicher Wachstumsfaktor für Konsum in China.“ Schon jetzt zählt Alibaba 650 Millionen aktive Kunden. Täglich werden durchschnittlich 79 Millionen Pakete versendet.

„Eine Markenhistorie kennt der chinesische Kunde so nicht“, erklärte Wehner weiter. Das wirkt sich auch auf die Vermarktung aus. Eine lange Firmengeschichte allein überzeuge den Kunden vor Ort nicht. Das sei eine der Herausforderungen für deutsche Handelsmarken. Das Publikum an sich sei außerdem deutlich jünger, durchschnittlich um die 35. „Die wollen entdecken und erschließen“, weiß Wehner. Weiterer wichtiger Fakt: „Der chinesische Konsument ist Mobile Only, nicht Mobil First.“ 90 Prozent der Nutzer tätigen Ihre Käufe über das Smartphone.

Das Ökosystem Alibaba umfasst neben Handel und Bezahlsystem noch zahlreiche weitere Angebote. Eine eigene Version von Google, einen Reisanbieter, Kinokartenservice, Streamingdienste und vieles mehr – alles mit einander verknüpft. Wer sich einen Film über die Alpen ansieht, bekommt Werbung zu Alpenschokolade. Nur, wenn er das möchte, versichert Wehner. Es erfordere eine optionale Zustimmung zu dieser Verknüpfung. Die meisten würden dies aber nutzen.

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