Airbus sturkturiert um

Bis zu 500 Stellen weniger bei Premium Aerotec in Augsburg

Premium Aerotec Werk Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABE
Heute Mittag wurden die Mitarbeiter der Airbus-Tochter über die Pläne des Konzerns informiert. Bis zu 500 Stellen sollen laut IG Metall in Augsburg wegfallen. Das Unternehmen kommentierte oder bestätigte die Zahl nicht.

Schon vergangenes Wochenende wurde bekannt, dass Airbus umstrukturiert. Der Konzern bestätigt heute auf seiner Webseite, dass 3.700 Stellen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien betroffen sein werden. In Augsburg bei Premium Aerotec fallen bis Mai 300 Leiharbeiter weg. Das ist bereits länger bekannt. Weitere 150 bis 200 Zeitarbeiter sollen laut Michael Leppeck, Erster Bevollmächtigter und Geschäftsführer der IG Metall, 2019 gehen. Dies wollte Premium Aerotec nicht bestätigen. International soll ein Abbau erst 2020 oder 2021 erfolgen.

Airbus braucht künftig 3.700 Stellen weniger

Der Grund: Es werden in Zukunft 3.700 Stellen weniger gebraucht als das heute der Fall ist. Das heiße nicht, dass die Stellen gestrichen werden sollen, wie Markus Wölfle, Unternehmenskommunikation Premium Aerotec, erklärt. Es werde nun geprüft, wie die Stellen der Unterlastung kompensiert werden können.

Keine Umverteilung am Standort möglich

Viele Standorte regeln dies durch interne Umverteilung. In Augsburg reicht das jedoch nicht. „Wir müssen nun schauen, welche weiteren Maßnahmen es gibt. Wo kann ich zusätzliche Arbeitspakte herbekommen? Wo kann ich mich am Markt um große Themen, die bei anderen stattfinden, bewerben?“, so Markus Wölfle zu den nächsten Schritten. Sollte dies die Lücke nicht schließen, könnten Mitarbeiter vielleicht an anderen Standorten arbeiten. Ein Tausch mit anderen Unternehmen der Region wäre ebenfalls möglich. „Wir machen uns nun auf den Weg, dafür Maßnahmen zu definieren.“

Hintergrund: Auslastung zu gering

Airbus wird die Produktionsraten in den Programmen A380 und A400M runterschrauben. Der Produktionsplan sieht ab 2020 jährlich nur noch sechs A380 und acht A400M vor. Der jüngste Auftrag von Emirates sichert die Auslastung bis in die 20er Jahre, aber nur auf niedrigem Niveau. Die Rate wird entsprechend runtergefahren. Es sind keine weiteren Aufträge für die Flugzeuge da, soweit bekannt.

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Airbus wird die Produktionsraten in den Programmen A380 und A400M runterschrauben. Der Produktionsplan sieht ab 2020 jährlich nur noch sechs A380 und acht A400M vor. Der jüngste Auftrag von Emirates sichert die Auslastung bis in die 20er Jahre, aber nur auf niedrigem Niveau. Die Rate wird entsprechend runtergefahren. Es sind keine weiteren Aufträge für die Flugzeuge da, soweit bekannt.

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