Stadt Augsburg

Bgm. Eva Weber weist Kritik zurück: Das Theater Augsburg ist finanzierbar

Eva Weber weist Kritiker zurück. Foto: Stadt Augsburg

Das Theater Augsburg zählt zu den Wahrzeichen der Stadt. Nun ist es in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Nach vielem hin und her steht jetzt die Finanzierung. Doch auch am jetzigen Konzeptplan finden Kritiker immer noch Haken und Probleme. Bürgermeisterin Eva Weber verteidigte jetzt ihren Finanzierungsplan und machte deutlich, warum die Sanierung so wichtig ist.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Laute Dramen im Theater sind nichts Ungewöhnliches. Doch seit es um die Sanierung des Gebäudes geht, wird auch das Rathaus immer mehr zur offenen Bühne. Woher das Geld kommen soll, wurde mittlerweile geklärt und auch bei der Gestaltung geht es mit Hilfe der Bürger voran. Doch seine Kritiker wird das Schauspielhaus nicht los. Bürgermeisterin Eva Weber machte nun deutlich, dass sie voll und ganz hinter dem Projekt „Theatersanierung“ steht.

Eva Webers Finanzierungsplan: Bis 2039 sollen Kredite abbezahlt sein

Rund 90 Millionen Euro hat Augsburg für die Sanierung des Theaters aufzubringen. Wie die Stadt diese Gelder stemmen will, stellte Eva Weber am 29. Oktober 2015 im Stadtrat vor. „Wenn wir das Theater sanieren, nehmen wir bis 2022 jährlich Kredite auf. Und nur bis dahin besteht ein Zinsänderungsrisiko. Danach läuft bis zum Jahr 2039 die Tilgung mit jährlich vertretbaren Tranchen in Höhe von 3,85 Millionen Euro. Dass wir möglichst besonders zinsgünstige Förderkredite nutzen werden, ist selbstverständlich. Was ein Darlehen etwa im Jahr 2021 wirklich kostet, kann heute niemand mit letzter Sicherheit sagen. Tatsache ist, dass Zinssätze derzeit historisch niedrig sind. Auch die Signale der Notenbanken geben keinen Hinweis auf eine Änderung dieser Niedrigzinspolitik“, so die Finanzbürgermeisterin.

Ohne Sanierung stehen Bauerhaltungskosten an

Die Sanierung würde die Stadt zwar sicherlich viel Kraft kosten, wie Weber zugab, doch mit der Spitzenförderung durch den Freistaat in Höhe von bis zu 107 Millionen Euro ergebe sich hier eine einmalige Chance. Zudem müsse man sich Gedanken darüber machen, dass im Fall einer Nicht-Sanierung jährliche Bauunterhaltskosten für dieses Einzeldenkmal anfallen würden. Diese befänden sich im siebenstelligen Bereich.

Bürgermeisterin weist Kritik der Ausschussgemeinschaft zurück

Die kritisierenden Aussagen der Ausschussgemeinschaft zum Bauteil II zeugen Eva Weber zufolge „von Realitätsverlust und ungezügelter Wichtigmacherei. Weil es sich beim Bauteil II um einen Neubau und eben keine Altbausanierung handelt, die – wie jeder weiß – viele bauliche Überraschungen parat haben kann, konnte der Risikopuffer nach Aussage von Architekt Walter Achatz aufgegeben werden. Ein Risikopuffer für einen Neubau wäre auch aus fachlicher Sicht höchst ungewöhnlich, wenn nicht fragwürdig.“ Die Berechnungen für das Bauteil II beruhen auf Mittelwerten von bereits abgerechneten anderen sanierten Kulturbauten in ganz Deutschland, erklärte Weber nochmals.

Weber: Langfristiges Denken ist gefragt

„Wer nicht bereit ist, für langfristig angelegte Infrastrukturprojekte einer Stadt Verantwortung über eine Wahlperiode hinaus zu übernehmen, braucht sich auch über den Bau von Straßen, Schulen, Messehallen oder Museen keine Gedanken zu machen. Mit ihrer Verweigerungshaltung, Verantwortung für die Zukunft der Theaterlandschaft in Augsburg zu übernehmen, stellt sich die Ausschussgemeinschaft ins politische Abseits“, fasste Eva Weber zusammen.

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