Urlaubs-Special | Zahlen im Urlaub

Bezahlen im Ausland: Was es im Urlaub zu beachten gilt

Symbolbild. Foto: Lupo  / pixelio.de

In den Ferien zieht es viele für den Urlaub ins Ausland. Leidiges Thema ist dabei oft die Frage nach dem Bezahlen. Stefan Rossmayer von der Commerzbank Augsburg erläutert, worauf im Urlaub zu achten ist.

Wer in den Sommerurlaub startet, sollte an die richtige Reisekasse denken. Das beginnt schon bei der Einreise. Bargeld sollte nur den Bedarf der ersten ein, zwei Tage decken, anschließend  können Urlauber sich vor Ort mit der Landeswährung  versorgen, sofern dies nötig ist. „In der Regel erhält man vor Ort im Reiseland den günstigeren Wechselkurs“, so Stefan Rossmayer. Euros vor der Reise in die jeweilige Landeswährung umzutauschen, lohnt sich nur in den seltensten Fällen.

Geld abheben am besten mit der Girokarte

Um Bargeld abzuheben, greifen die Meisten auf ihre Girokarte zurück, da dies kostengünstiger ist als mit einer Kreditkarte. Statt mehrerer kleiner Beträge sollte besser einmalig ein großer Betrag abgehoben werden, dies spart Gebühren. „Am besten hebt man auch nicht direkt am Flughafen Geld ab, denn hier fallen oft hohe Gebühren an. Günstiger ist es meist, zuerst in den Urlaubsort zu fahren und sich dort Geld zu besorgen“, empfiehlt Rossmayer.

Limits prüfen lassen

Doch Girokarten funktionieren nicht in allen Reiseländern. Außerdem sind sie mit Tages- und Wochenlimits versehen. „Urlauber lassen daher vor Reisebeginn am besten von ihrer Bank überprüfen, ob ihre Karte im Reiseland eingesetzt werden kann und ob eingestellte Limite angepasst werden müssen“, sagt Rossmayer. „Die Geheimzahlen für seine Karten prägt man sich am besten gut ein. Diese sollten nie schriftlich festgehalten oder im Handy gespeichert werden.“

Abheben am besten in Landeswährung

An vielen Geldautomaten wird bei der Abhebung in Landeswährung angeboten, den Auszahlbetrag direkt in Euro auszuweisen. „Allerdings ist hierbei Vorsicht geboten, denn oft erfolgt die Umrechnung zu einem für den Reisenden ungünstigen Umrechnungskurs und enthält zudem zusätzlich auch noch eine Provision“, erklärt Rossmayer. Bei einer Abbuchung in Landeswährung dagegen rechnet die Kartengesellschaft zum gängigen Umrechnungskurs ab. Daher sollte man beim Abheben von Bargeld an Geldautomaten im Ausland immer die Landeswährung wählen.

Verschiedenen Zahlungsmittel nie am selben Ort aufbewahren

Bargeld wird während eines Urlaubs am sichersten im Hotelsafe aufbewahrt. Kleine Summen werden am besten nah am Körper getragen. „Die verschiedenen Zahlungsmittel sollten Urlauber zudem nie zusammen an einem Ort aufbewahren, dies schützt bei einem Diebstahl wenigstens teilweise“, rät Rossmayer. Bei der PIN-Eingabe am Geldautomaten sollten Urlauber besonders aufmerksam sein und bei Auffälligkeiten am Geldautomaten oder Zahlterminal den Vorgang sofort abbrechen. Nach Möglichkeit nutzen Reisende nur Geldautomaten innerhalb eines Bankgebäudes und zu den Öffnungszeiten der Bank. So hat man im Notfall gleich einen Ansprechpartner.

Karte nicht aus den Augen lassen

Bei Kartenzahlung rät der Experte zudem, Verkäufer oder Kellner nie alleine mit der Karte „nach hinten“ verschwinden lassen und den Betrag vor Unterschrift oder Bestätigung prüfen. „Schnell ist ein Komma nach hinten ‚verrutscht‘ und man zahlt statt 50 plötzlich 500 Euro.“ Über Onlinebanking kann man auch im Ausland der Kontostand im Blick behalten.

Der SOS-Infopass

Sollten Giro- oder Kreditkarte verloren gehen oder gestohlen werden, rät Rossmayer: „Die Karte sollte man sofort sperren lassen und Anzeige bei der Polizei erstatten.“ Im sogenannten SOS-Infopass sind alle Sperr-Notrufnummern aufgeführt. Für die Sperrung einer Girokarte muss die IBAN angeben, bei der Sperrung einer Kreditkarte die 16-stellige Kartennummer.

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