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Renk setzt seinen Wachstumskurs mit Rekordwerten aus dem Geschäftsjahr 2025 fort. Das Augsburger Rüstungsunternehmen spricht mit Blick auf den Auftragseingang im ersten Quartal 2026 von seinem „besten Jahresauftakt der Unternehmensgeschichte“. Mit 582,3 Millionen Euro hat Renk hier rund sechs Prozent mehr als im Auftaktquartal 2025 erzielt. Auch das bereinigte EBIT und der Umsatz sind gestiegen. Allerdings nicht in allen Segmenten.
Das bereinigte EBIT war im ersten Quartal 10,4 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ist um vier Prozent auf 283,6 Millionen Euro gestiegen. Die bereinigte EBIT-Marge lag demnach bei 15 Prozent (gegenüber 14,1 Prozent im ersten Quartal 2025). Diese gibt das Verhältnis des EBIT zum Umsatz an.
Das bereinigte EBIT bei Renk ist demnach stärker gewachsen als der Umsatz. Für Anja Mänz-Siebje, CFO bei Renk, zeigt das, dass die Skalierung der Produktionskapazitäten funktioniert. Renk richtet hierbei seine Produktion nach dem Vorbild der Autoindustrie neu aus. Auch Renks CEO, Alexander Sagel, sieht hier eine Bestätigung des Geschäftsmodells von Renk. „Wir haben den höchsten Auftragseingang eines Auftaktquartals in der Geschichte von Renk erzielt – ein klarer Beweis für eine ungebrochen hohe internationale Nachfrage nach unseren Produkten“, sagt Alexander Sagel, CEO bei Renk.
Laut Mänz-Siebje hat Renk mehr als 90 Prozent vertraglich gesicherte Jahresumsätze und damit eine hohe Planungssicherheit für das Gesamtjahr. „Der weitere Anstieg des Gesamtauftragsbestands sichert zudem langfristige Umsatzvisibilität“, ordnet Mänz-Siebje die wirtschaftliche Situation von Renk weiter ein. Der Gesamtauftragsbestand liegt zum Ende des ersten Quartals bei 6,9 Milliarden Euro. Ein „Allzeithoch“ laut Renk.
Das Wachstum fand im ersten Quartal im Segment „Vehicle Mobility Solutions“ statt – darunter fallen vor allem Getriebe für Kettenfahrzeuge wie den Schützenpanzer Puma und den Leopard-2-Kampfpanzer. In diesem Segment ist das bereinigte EBIT um 22,3 Prozent auf 35 Millionen Euro gestiegen. Der Umsatz ist um 11,2 Prozent gewachsen und liegt bei 191,5 Millionen Euro. Mit Blick auf die Abruf- und Auslieferungspläne seiner Kunden erwartet Renk in der zweiten Jahreshälfte eine noch stärkere Entwicklung.
Der Auftragseingang ist um 20,5 Prozent auf 478,4 Millionen Euro gewachsen. Das Book-to-Bill-Ratio, also das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, liegt bei 2,5.
Lesen Sie hier: Renk richtet Strategie fast komplett auf Rüstungsindustrie aus
Als Treiber für das Segment nennt Renk unter anderem ein internationales Kampfpanzerprogramm aus dem Nato-Umfeld, für das das Rüstungsunternehmen einen Auftrag in Höhe von 157 Millionen Euro bekommen hat. Erste Lieferungen seien für Ende 2026 geplant.
Rückläufig war im ersten Quartal dagegen das Geschäft im Segment Marine und Industrie. Hier ist der Umsatz um 10,8 Prozent zurückgegangen. Das bereinigte EBIT ist von 7,5 auf 4,4 Millionen Euro gesunken. Der Auftragseingang ist 42,8 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Renk geht hier allerdings von einer Verzerrung aus, da das Unternehmen im ersten Quartal 2025 außerordentlich hohe Großaufträge erhalten hatte. Renk erwartet zudem, dass sich die Umsätze in die anderen Quartale 2026 verschieben. Grund sind Verzögerungen in der Liefer- und Logistikkette.
Im Segment „Slide Bearings“ ist der Auftragseingang um 5,8 Prozent auf 34,6 Millionen Euro gesunken. Der Umsatz lag mit 30,2 Millionen Euro fast auf dem Vorjahresniveau. Die bereinigte EBIT-Marge ist in diesem Segment um vier Prozentpunkte auf 13,3 Prozent gesunken. Das liegt laut Renk an den US-Zöllen, die im Vergleich zum ersten Quartal 2025 deutlich höher waren. Zudem sei das Aftermarket-Geschäft in diesem Segment in den ersten drei Monaten zurückgegangen.
Renk bestätigt nach dem Jahresauftakt seine Prognose für 2026. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. „Wir sind voll auf Kurs und bestätigen unsere Jahresprognose“, erklärt Sagel.
Zudem will Renk seine Position auf dem Markt für unbemannte Verteidigungstechnik dauerhaft stärken. In diesem Zusammenhang rüstet Renk ein unbemanntes Nato-Schiff aus.
Die ordentliche Hauptversammlung findet am 10. Juni 2026 virtuell statt.