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Renk sichert sich Großauftrag für Puma-Panzer der Bundeswehr
Zusammenarbeit mit Rolls-Royce Power Systems

Renk sichert sich Großauftrag für Puma-Panzer der Bundeswehr

Archivbild. Renk hat den Hauptsitz in Augsburg. Foto: Adobe Stock/ Frank Gärtner
Archivbild. Renk hat den Hauptsitz in Augsburg. Foto: Adobe Stock/ Frank Gärtner

Ein Großauftrag für den Puma-Panzer verbindet Renk in Augsburg und Rolls-Royce Power Systems in Friedrichshafen miteinander. Beide Unternehmen profitieren vom steigenden Investitionsdruck bei der Bundeswehr.

Die Renk Group profitiert weiter vom steigenden Bedarf an militärischer Ausrüstung in Europa und von der engen Verzahnung mit anderen deutschen Schlüsselzulieferern. Der Augsburger Antriebsspezialist hat im ersten Quartal 2026 einen Großauftrag im Rahmen des Puma-Schützenpanzerprogramms der Bundeswehr erhalten. Bestellt wurden 188 Getriebe des Typs HSWL 256 für das 800-Kilowatt-Antriebssystem des Fahrzeugs.

Die Auslieferung soll zwischen Juni 2027 und November 2030 erfolgen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Zusammen mit einem bereits im Dezember 2025 verbuchten Auftrag über 25 Einheiten summiert sich das Volumen des zweiten Loses auf insgesamt 213 Getriebe. Zusätzlich wird im laufenden zweiten Quartal ein weiterer Auftrag über passende Seitenvorgelege erwartet.

Schlüsselrolle im Zusammenspiel mit Rolls-Royce

Für Renk ist der Auftrag mehr als ein reines Liefergeschäft. „Der Auftrag bestätigt unsere Rolle als wichtiger Partner der Bundeswehr“, sagte Vorstandschef Alexander Sagel. Zugleich verweist das Unternehmen auf seine Fähigkeit, steigende Nachfrage „skalierbar zu bedienen“ – ein Hinweis auf die insgesamt dynamische Entwicklung im Verteidigungsmarkt. Zentral ist dabei das Zusammenspiel mit Rolls-Royce Power Systems. Der Puma-Antrieb basiert auf einem sogenannten Powerpack, bei dem der mtu-Motor des Friedrichshafener Herstellers und das Renk-Getriebe eng aufeinander abgestimmt sind. Beide Unternehmen sind damit Schlüsselzulieferer für eines der wichtigsten Rüstungsprojekte der Bundeswehr – und profitieren parallel von der steigenden Nachfrage nach militärischer Mobilität.

Ausbau zum Systemanbieter

Parallel baut Renk seine Position als Systemanbieter aus. Über die Tochter Horstman Group liefert der Konzern auch hydro-pneumatische Federungssysteme. Diese sorgen für bessere Beweglichkeit im Gelände, erhöhen den Komfort für die Besatzung und stabilisieren die Waffenanlage während der Fahrt.

Rüstungsmarkt bleibt Wachstumstreiber

Der Auftrag unterstreicht den anhaltenden Aufwärtstrend in der europäischen Rüstungsindustrie. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und steigender Verteidigungsausgaben investieren Staaten verstärkt in die Modernisierung ihrer Landstreitkräfte. Unternehmen wie Renk – ebenso wie Rolls-Royce Power Systems – profitieren davon mit langfristigen, planbaren Aufträgen und bauen ihre Rolle als Schlüsselzulieferer weiter aus.

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