Landratsamt Augsburg | Schwabmünchen

Bekommt Schwabmünchen das Kennzeichen SMÜ zurück?

Das Landratsamt Augsburg in der Prinzregenten-Str. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Unter „Pro SMÜ“ demonstrieren in Schwabmünchen einige Bürger dafür, dass das Altkennzeichen SMÜ wieder eingeführt wird. Doch der Landkreis ist dagegen. Das steckt dahinter.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Am 19. Oktober 2012 schuf der Bund die gesetzliche Regelung zur Wiedereinführung von ausgelaufenen Kfz-Kennzeichen. Seither tauchen immer wieder Fahrzeuge mit den Altkennzeichen wie NÖ für Nördlingen oder auch FDB für Friedberg auf. Auch einige Schwabmünchner hätten gerne ihr SMÜ zurück. Doch es ist nicht bundeseinheitlich verbindlich vorgeschrieben, ob der Landkreis dieses wieder einführt. Es „obliegt grundsätzlich dem jeweiligen Landrat in eigener Zuständigkeit“, wie das Landratsamt Augsburg erklärt.

Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur müsste Antrag genehmigen

„Des Weiteren wäre der entsprechende Antrag zur Wiedereinführung der Altkennzeichen über die Regierung von Schwaben beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie zu stellen, welches ihn an das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur weiterleitet“, führt das Landratsamt weiter aus. Von diesem wird dann die Zuordnung der „neuen“ Unterscheidungszeichen SMÜ und WER (anteilig) dem Landkreis Augsburg zugesprochen.

Absprache mit Dillingen

Denn neben SMÜ wäre von einer Änderung auch das Kennzeichen WER, bezogen auf den Altlandkreis Wertigen, betroffen. Wertingen zählt jedoch inzwischen zum Nachbarlandkreis Dillingen (DLG). Es müsste mit dem Landkreis Dillingen eine Abgrenzung von Nummernkreisen vereinbart werden, da Dillingen das Altkennzeichen WER bereits eingeführt hat. Das Altkennzeichens SMÜ unterliegt dagegen ausschließlich dem Zulassungsbezirk des Landkreises Augsburg.

Kosten für Altkennzeichen SMÜ und WER sind tragbar

Bei einer Wiedereinführung würde es zwischen drei und sechs Monate dauern, um die Software-Anwendungen umzurüsten und anzupassen. Dabei rechnet das Landratsamt Augsburg mit Kosten in Höhe von rund 5.000 Euro. Dieser Aufwand wäre aber in absehbarer Zeit „amortisiert“. Bei jeder Zuteilung eines Altkennzeichens müsste zusätzlich eine Wunschkennzeichengebühr in Höhe von 10,20 Euro zu den regulären Zulassungsgebühren erhoben werden. Mehr Kunden und ein erhöhter Arbeitsanfall kämen ebenfalls auf das Landratsamt in den Anfangs-Wochen zu.

SMÜ und WER stünde jedem offen

Landrat Martin Sailer hält an der ursprünglichen Entscheidung gegen die Wiedereinführung der Altkennzeichen fest. An dieser waren auch die Kreisgremien beteiligt. Die Gruppe „Pro SMÜ“ argumentiert derweil mit Schlagworten wie „Heimatgefühl“ und „Identifikation“ sowie nostalgischen Gründe bezogen auf den Altlandkreis Schwabmünchen. Dies weist das Landratsamt zurück. Eine „Privilegierung“, dass Altkennzeichen nur Bürgern aus den Altlandkreisen SMÜ beziehungsweise WER zugeteilt werden, sei rechtlich nicht möglich. Es wären die Halter aller 220.000 Fahrzeuge und Anhänger im Landkreis berechtigt, ein SMÜ oder WER als Kennzeichen zu tragen. Dies sei unabhängig vom Wohnort des Halters.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Landratsamt Augsburg | Schwabmünchen

Bekommt Schwabmünchen das Kennzeichen SMÜ zurück?

Das Landratsamt Augsburg in der Prinzregenten-Str. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Unter „Pro SMÜ“ demonstrieren in Schwabmünchen einige Bürger dafür, dass das Altkennzeichen SMÜ wieder eingeführt wird. Doch der Landkreis ist dagegen. Das steckt dahinter.

von Iris Zeilnhofer, Online-Redaktion

Am 19. Oktober 2012 schuf der Bund die gesetzliche Regelung zur Wiedereinführung von ausgelaufenen Kfz-Kennzeichen. Seither tauchen immer wieder Fahrzeuge mit den Altkennzeichen wie NÖ für Nördlingen oder auch FDB für Friedberg auf. Auch einige Schwabmünchner hätten gerne ihr SMÜ zurück. Doch es ist nicht bundeseinheitlich verbindlich vorgeschrieben, ob der Landkreis dieses wieder einführt. Es „obliegt grundsätzlich dem jeweiligen Landrat in eigener Zuständigkeit“, wie das Landratsamt Augsburg erklärt.

Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur müsste Antrag genehmigen

„Des Weiteren wäre der entsprechende Antrag zur Wiedereinführung der Altkennzeichen über die Regierung von Schwaben beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie zu stellen, welches ihn an das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur weiterleitet“, führt das Landratsamt weiter aus. Von diesem wird dann die Zuordnung der „neuen“ Unterscheidungszeichen SMÜ und WER (anteilig) dem Landkreis Augsburg zugesprochen.

Absprache mit Dillingen

Denn neben SMÜ wäre von einer Änderung auch das Kennzeichen WER, bezogen auf den Altlandkreis Wertigen, betroffen. Wertingen zählt jedoch inzwischen zum Nachbarlandkreis Dillingen (DLG). Es müsste mit dem Landkreis Dillingen eine Abgrenzung von Nummernkreisen vereinbart werden, da Dillingen das Altkennzeichen WER bereits eingeführt hat. Das Altkennzeichens SMÜ unterliegt dagegen ausschließlich dem Zulassungsbezirk des Landkreises Augsburg.

Kosten für Altkennzeichen SMÜ und WER sind tragbar

Bei einer Wiedereinführung würde es zwischen drei und sechs Monate dauern, um die Software-Anwendungen umzurüsten und anzupassen. Dabei rechnet das Landratsamt Augsburg mit Kosten in Höhe von rund 5.000 Euro. Dieser Aufwand wäre aber in absehbarer Zeit „amortisiert“. Bei jeder Zuteilung eines Altkennzeichens müsste zusätzlich eine Wunschkennzeichengebühr in Höhe von 10,20 Euro zu den regulären Zulassungsgebühren erhoben werden. Mehr Kunden und ein erhöhter Arbeitsanfall kämen ebenfalls auf das Landratsamt in den Anfangs-Wochen zu.

SMÜ und WER stünde jedem offen

Landrat Martin Sailer hält an der ursprünglichen Entscheidung gegen die Wiedereinführung der Altkennzeichen fest. An dieser waren auch die Kreisgremien beteiligt. Die Gruppe „Pro SMÜ“ argumentiert derweil mit Schlagworten wie „Heimatgefühl“ und „Identifikation“ sowie nostalgischen Gründe bezogen auf den Altlandkreis Schwabmünchen. Dies weist das Landratsamt zurück. Eine „Privilegierung“, dass Altkennzeichen nur Bürgern aus den Altlandkreisen SMÜ beziehungsweise WER zugeteilt werden, sei rechtlich nicht möglich. Es wären die Halter aller 220.000 Fahrzeuge und Anhänger im Landkreis berechtigt, ein SMÜ oder WER als Kennzeichen zu tragen. Dies sei unabhängig vom Wohnort des Halters.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben