Premiere für die Lufthansa in MUC

Bayerisch-Schwäbisches „Carbon Valley“ bringt Carbon-Jet in die Luft

Der neue Carbon-Flieger. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der erste A350 der Kranich-Airline ist in München gelandet. An entscheidenden Stellen des Jets sitzt Technik aus Bayerisch-Schwaben.

Eine neue Jet-Ära bei der Deutschen Lufthansa hat begonnen. Am 21. Dezember 2016, 16:32 Uhr, landete der erste Airbus A350 der Gesellschaft auf der Südbahn des Münchner Flughafens. Mit an Bord: Jede Menge Know-how aus Bayerisch-Schwaben, insbesondere im und am Rumpf des Carbon-Fliegers sowie in der Avionik (elektrische und elektronische Geräte, einschließlich der Fluginstrumente) und am Fahrwerk.

Zehn Carbon-Jets für München geplant

Das zweistrahlige Verkehrsflugzeug mit der Kennung D-AIXA ist das erste von insgesamt zehn der Baureihe A350-900, die von der Lufthansa am Heimatflughafen München stationiert werden. In den nächsten Tagen werden die künftigen Piloten von dort aus Trainingsflüge über Süddeutschland unternehmen, um ihre theoretischen Erfahrungen aus dem Simulator in der Praxis zu vertiefen. Der erste kommerzielle Linienflug wird den Jet am 10. Februar dann nach Delhi führen.

Premium AEROTEC fertigt Rumpfschalen für Carbon-Jet

Wie schon beim Großflugzeug A380 setzt Airbus auch bei der A350 auf Leichtbauweise mit Kohlefaser-Verbundstoffen. Über die Hälfte aller Strukturbauteile des Jets sind aus diesem Werkstoff gefertigt – mehr als bei jedem anderen Verkehrsflugzeug dieser Größenordnung. Daher ist auch das bayerisch-schwäbische „Carbon Valley“ wesentlich an dem neuen Flugzeugtyp beteiligt. So werden die komplexen Rumpfschalen des Flugzeugs bei Premium AEROTEC in Augsburg gefertigt. Das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrt, das im Technologiezentrum Augsburg (TZA) Werkstoff-Kompetenzen gebündelt hat, ist ebenfalls an den innovativen Konzepten der A350 beteiligt.

Steuerungs-Elemente von Liebherr-Aerospace

Weitere innovative Elemente des Flugzeugs kommen aus dem Allgäu von Liebherr-Aerospace. Das sind zum einen Steuerungs-Elemente, um das Profil des Flügels während des Fluges den jeweiligen Bedingungen anzupassen und damit den Energieverbrauch zu senken. Eine Fähigkeit, über die sich Betreiber wie die Lufthansa sowohl aus Umwelt- wie aus Kostengründen freuen: „Die A350-900 fliegt so sparsam wie kein anderes Langstreckenflugzeug“, betonte eine Sprecherin. „Der Kerosin-Verbrauch beträgt durchschnittlich 2,9 Liter pro Passagier auf 100 Kilometern Flugstrecke und ist damit um 25 Prozent geringer als bei vergleichbaren Flugzeugtypen.“ Gleichzeitig werden mit Hilfe moderner Triebwerke die Geräusch-Emissionen bis weit unter vorgeschrieben Grenzwerte reduziert – der Lärmteppich des Jets ist um 50 Prozent geringer als bei vergleichbaren älteren Jets.

Bugfahrwerk der A350 aus dem Allgäu

Ebenfalls aus Lindenberg kommen das markante Bugfahrwerk der A350 sowie Komponenten für die Betätigung der Landeklappen. Darin enthalten sind neueste Technologien, die auch für andere Entwicklungen bei der nächsten Generation von Langstreckenflugzeugen geeignet sind. Dabei handelt es sich um hochentwickelte, leichte Materialien und Beschichtungen sowie eine hohe Integration der Leistungselektronik zusammen mit Präzisionsmechanik und Hochdruckhydraulik.

Kapitän Martin Hoell flog den Airbus von Toulouse nach München

Beim fliegenden Personal kommt der Hightech-Flieger offenbar gut an. Kapitän Martin Hoell, Flottenchef der Lufthansa in München, pilotierte den Premieren-Airbus von Toulouse nach München und zeigte sich begeistert: „Die A350-900 ist durch die technische Ausstattung das Neueste, das man als Verkehrspilot fliegen kann.“

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