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Bayerisch-Schwäbischer Handel in Not – Corona-Schecks gefordert
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Corona-Schecks

Bayerisch-Schwäbischer Handel in Not – Corona-Schecks gefordert

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Viele Läden in der Augsburger Innenstadt haben seit dem 27. April wieder geöffnet. Foto: Angelina Märkl/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Maximal 800 Quadratmeter: Diese Regelegung für den Handel hat Bayern nun gekippt. Ab 11. Mai dürfen auch Einkaufszentren wieder öffnen. Um den Konsum anzukurbeln, fordert der Handelsverband sogenannte Corona-Schecks.

Am 27. April durften in Bayern die ersten Geschäfte wieder öffnen. Doch nur, wenn sie weniger als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Größere Läden hatten die Möglichkeit, ihre Verkaufsfläche entsprechend zu verkleinern. Eine Sonderregel gab es für Buchhandlungen und Bau- und Gartenmärkte. Diese Beschränkung stieß auf harsche Kritik. Der Handelsverband bezeichnete sie als „Ungerechtigkeit“. Nun gab der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder bekannt , dass die 800-Quadratmeter-Regel am 11. Mai aufgehoben wird. Auch Kaufhäuser und Einkaufszentren dürfen damit wieder öffnen.

Handel zieht Bilanz: Erste Woche war „durchwachsen“

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„Die Regelung war dauerhaft nicht hinnehmbar“, betont Andreas Gärtner, Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern Bezirk Schwaben. Große Läden wie Karstadt, Schuh Schmid oder Wöhrl in der Augsburger Innenstadt konnten nur ein Bruchteil ihres Sortiments anbieten. Damit seien sie bei vielen Kunden auf Unverständnis gestoßen und sie konnten nur etwa 20 bis 25 Prozent ihres regulären Umsatzes erwirtschaften, sagt Gärtner. Die Geschäfte, die regulär weniger als 800 Quadratmeter Fläche haben, haben rund die Hälfte ihres gewohnten Tagesumsatzes erreicht. Insgesamt sei die erste Woche laut Gärtner „durchwachsen“ gewesen. Aber: Sie habe gezeigt, dass sich sowohl Mitarbeiter als auch Kunden an die strengen Auflagen halten und alles „in geregelten Bahnen“ verläuft, sagt Gärtner. Von einer Vor-Corona-Frequenz sei man aber weit entfernt.

Gastronomie wird Innenstadt wiederbeleben

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Der Gewinner sei derzeit der Fahrradfachhandel, der einen regelrechten Boom erlebt. Wohingegen Textilien und Schuhe kaum nachgefragt werden. Der Handel erhofft sich aber einen Anstieg der Kunden durch die Eröffnung sogenannter Frequenzbringer, wie Kaufhäuser und andere große Geschäfte.  Auch das Hochfahren der Gastronomie ab dem 25. Mai werde den Handel – zumindest in Innenstädten – wiederbeleben. „Ein Kaufverhalten, ansatzweise wie vor Corona, wird es erst geben, wenn wieder Leben in der Stadt ist. Und dafür brauchen wir die Gastronomie. Nur so können wir auch ein Einkaufserlebnis bieten“, betont Gärtner.

Coronaschecks als Impuls für den privaten Konsum

Nichtsdestotrotz werde der Handel das gesamte Jahr noch mit den Auswirkungen von Corona zu kämpfen haben, ist sich Gärtner sicher. Weil Unsicherheit herrscht, wie es weitergeht, halten sich die Verbraucher beim privaten Konsum zurück. Der Handelsverband fordert daher Corona-Schecks in Höhe von 500 Euro für jeden Einwohner. Ob das Geld für Kleidung, Konzerte oder Restaurantbesuche ausgegeben wird, sei jedem freigestellt. Der Handel rechnet mit einem Nachfrageimpuls von bis zu 40 Milliarden Euro. „Wir könnten damit ein direktes Anspringen der Konjunktur in den besonders gebeutelten Branchen erreichen“, betont Gärtner.

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