Not macht erfinderisch

Augsburger Startup Heaters stellt Produktion in Corona-Krise um

Auch das Modelaber Heaters wurde in der Corona-Krise erfinderisch und produziert statt der geplanten Modekollektion nun Alltagsmasken für Endverbraucher und Unternehmen. Im Interview hat Mitgründer Jonathan verraten, wie hart die Krise sein Startup trifft und was er für die Zukunft hofft.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Jonathan, du bist Mitgründer des Modestartups HEATERS. Wie ist die Idee dazu entstanden?

Jonathan: Josua und ich sind bereits seit ein paar Jahren gemeinsame Geschäftsführer der Werbeagentur I*AM Design. Als wir dann mit Burak zusammen auf die Zukunft getrunken haben, entwickelten wir den Wunsch, ein gemeinsames Projekt zu starten. Durch ein gemeinsames Interesse an Fashion & Streetwear erschien uns dieses Themenfeld genau richtig und wir gründeten ein eigenes Label.

Wie hart trifft die Krise euer Startup?

Aktuell haben wir geplante neue Kollektionen nach hinten verschoben und arbeiten daran unser Geschäft auf die aktuellen Gegebenheiten auszurichten. Die Menschen sind nun mehr online unterwegs. Das ist im ersten Moment positiv für einen Online-Händler, allerdings haben auch wir im Hintergrund Lieferketten, die momentan nicht ausreichend gesichert sind. Wir konzentrieren uns darauf, die Situation kurzfristig zu beurteilen und mit einer neuen Kollektion in absehbarer Zeit wieder an den Markt zu gehen.

Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus hattet Ihr kürzlich eine neue Geschäftsidee. Wie sieht diese aus?

Wir haben innerhalb einer Woche unsere Produktion auf Behelfsmasken umgestellt. Die Behelfsmasken sind mit Branding (Druck) oder ohne zu bekommen. Wir haben Kapazitäten geschaffen, die uns ermöglichen in den kommenden Wochen dem Markt genähte Behelfsmasken aus Baumwollstoff liefern.

Woher habt ihr das nötige Know-How zur Maskenherstellung?

Um diese Art Behelfsmasken herzustellen, benötigt man nicht viel Knowhow. Unser Maskenmuster kommt von – Ruth Spitzer vom Augsburger Label PÖIG – einer Designerin aus Augsburg. Sie hat uns mit den ersten Masken versorgt und dabei auch Stoffe von ausgemusterter Ware von uns genutzt. Dann haben wir noch unsere Ideen zur Verbesserung des Tragekomfort und der Nutzbarkeit eingebracht. Danach half uns unser Netzwerk die Kontakte zu einer guten Produktionsstätte herzustellen. Dort wurden 40 Näherinnen aufgrund der Umsatzeinbußen nach Hause geschickt. Jetzt sind sie wieder an Ihrem Arbeitsplatz. Das finde ich mega.

Welche Stückzahlen werden aktuell bei euch produziert?

Aktuell haben wir circa 70.000 Masken in der Produktion. Tendenz steigend.

Zu einem gewissen Zeitpunkt wird jeder Bürger mit Masken ausgestattet sein. Wie geht es dann für HEATERS weiter?

Wir haben aktuell keine Glaskugel, die uns die Zukunft zeigt und können darauf gar keine genaue Antwort geben. Aktuell versuchen wir dabei zu helfen, dass dieser Zustand, dass jeder im Besitz einer oder mehr Masken ist, eintrifft. Für die Zukunft wünsche ich mir erstmal eine Normalität der Situation und hoffe, dass wir dankbarer für das, was wir haben sind und verantwortungsbewusster mit unserer Umwelt umgehen. Aber wir sind uns sicher: Das Beste liegt immer vor uns.

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Wir haben innerhalb einer Woche unsere Produktion auf Behelfsmasken umgestellt. Die Behelfsmasken sind mit Branding (Druck) oder ohne zu bekommen. Wir haben Kapazitäten geschaffen, die uns ermöglichen in den kommenden Wochen dem Markt genähte Behelfsmasken aus Baumwollstoff liefern.

Woher habt ihr das nötige Know-How zur Maskenherstellung?

Um diese Art Behelfsmasken herzustellen, benötigt man nicht viel Knowhow. Unser Maskenmuster kommt von – Ruth Spitzer vom Augsburger Label PÖIG – einer Designerin aus Augsburg. Sie hat uns mit den ersten Masken versorgt und dabei auch Stoffe von ausgemusterter Ware von uns genutzt. Dann haben wir noch unsere Ideen zur Verbesserung des Tragekomfort und der Nutzbarkeit eingebracht. Danach half uns unser Netzwerk die Kontakte zu einer guten Produktionsstätte herzustellen. Dort wurden 40 Näherinnen aufgrund der Umsatzeinbußen nach Hause geschickt. Jetzt sind sie wieder an Ihrem Arbeitsplatz. Das finde ich mega.

Welche Stückzahlen werden aktuell bei euch produziert?

Aktuell haben wir circa 70.000 Masken in der Produktion. Tendenz steigend.

Zu einem gewissen Zeitpunkt wird jeder Bürger mit Masken ausgestattet sein. Wie geht es dann für HEATERS weiter?

Wir haben aktuell keine Glaskugel, die uns die Zukunft zeigt und können darauf gar keine genaue Antwort geben. Aktuell versuchen wir dabei zu helfen, dass dieser Zustand, dass jeder im Besitz einer oder mehr Masken ist, eintrifft. Für die Zukunft wünsche ich mir erstmal eine Normalität der Situation und hoffe, dass wir dankbarer für das, was wir haben sind und verantwortungsbewusster mit unserer Umwelt umgehen. Aber wir sind uns sicher: Das Beste liegt immer vor uns.

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