IHK Schwaben

Bayerisch-Schwäbische Wirtschaft braucht ausländische Fachkräfte

Die Unternehmen in Bayern-Schwaben benötigen dringend mehr Fachkräfte. Mehr als die Hälfte sehen darin ein Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung.

In der Region Bayern-Schwaben leidet die Wirtschaft nach wie vor unter einem massiven Fachkräftemangel. Das hat eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben ergeben. Demnach sehen darin 52 Prozent der Unternehmen ein Risiko für ihre zukünftige wirtschaftliche Entwicklung. „Betroffen sind nicht nur die Firmen selbst. Der Fachkräftemangel wirkt sich negativ auf die gesamte Wertschöpfung in unserer Region aus“, warnt Dr. Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben.

Offene Stellen in den Betrieben 

Laut der Umfrage haben mehr als die Hälfte der Betriebe offene Stellen, die seit längerer Zeit nicht besetzt werden können. 13 Prozent der Unternehmen halten an Fachkräften fest, obwohl diese sie aktuell nicht zwingend bräuchten. Besonders betroffen ist die Logistikbranche und der Tourismus. Trotzdem blicken die Unternehmer inzwischen wieder optimistischer in die Zukunft, wie die letzte Konjunkturumfrage gezeigt hat.

IHK begrüßt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Ein Blick auf den Ausbildungsmarkt und auf die Hochschulen in Bayern-Schwaben zeigt, dass keine Besserung in Sicht ist. „Es ist absehbar, dass wir den Fachkräftebedarf in unserer Region weder durch die duale Ausbildung noch durch ein akademisches Studium decken werden“, meint Kopton. Die duale Ausbildung sei zwar nach wie vor ein Erfolgsmodell, doch die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge sei rückläufig gewesen. Viele Stellen seien unbesetzt geblieben, weil Firmen keine geeigneten Bewerber gefunden hätten. „Wenn wir es nicht schaffen, den Fachkräftemangel einzudämmen, ist unsere einzige Chance, gut ausgebildete Leute von außen zu holen“, so Kopton. „Daher setzen wir große Hoffnungen in das Fachkräfteeinwanderungsgesetz.“ Auch für das kommende Ausbildungsjahr sind noch rund 650 Stellen offen, die in der Lehrstellenbörse der IHK Schwaben registriert sind.

Informationsveranstaltungen für Unternehmen

Das Gesetz dürfe aber nicht zur unüberwindbaren bürokratischen Hürde für Unternehmen werden, meint der IHK-Präsident. „Wichtig ist, dass die Regelungen auch für kleine und mittlere Unternehmen umzusetzen sind.“ Dazu sei es wichtig, aktiv für die offenen Stellen zu werben. „Potenzielle Bewerber im Ausland müssen auf die neuen Möglichkeiten hingewiesen werden.“

Die IHK Schwaben unterstützt Unternehmen dabei, ausländische Fachkräfte anzuwerben und ist Anlaufstelle für die Erstberatung zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Gemeinsam mit der Handwerkskammer und den Arbeitsagenturen sind Informationsveranstaltungen für Unternehmer geplant.

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Offene Stellen in den Betrieben 

Laut der Umfrage haben mehr als die Hälfte der Betriebe offene Stellen, die seit längerer Zeit nicht besetzt werden können. 13 Prozent der Unternehmen halten an Fachkräften fest, obwohl diese sie aktuell nicht zwingend bräuchten. Besonders betroffen ist die Logistikbranche und der Tourismus. Trotzdem blicken die Unternehmer inzwischen wieder optimistischer in die Zukunft, wie die letzte Konjunkturumfrage gezeigt hat.

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