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Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung

Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung

Die Umsetzung des Bologna-Prozesses schreitet voran. Die Zahl der erfolgreichen Hochschulprüfungen an Bayerischen Hochschulen steigt weiter deutlich an.

Im Prüfungsjahr 2010 (Wintersemester 2009/2010 und Sommersemester 2010) wurden an Bayerns Hochschulen 51 882 Examen erfolgreich abgelegt. Dies wurde nach den ersten Ergebnissen der Prüfungsstatistik bekannt. Damit haben 5.373 Studierende mehr als im vorangegangenen Prüfungsjahr ihr Hochschulstudium abgeschlossen. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erwarben 4 259 Studierende einen Doktortitel. Die Zahl der erfolgreichen Staatsexamen, die u. a. Juristen und Mediziner absolvieren, lag mit 3 829 etwa auf dem Niveau des Prüfungsjahres 2009. Eine Lehramtsprüfung schlossen 6 078 Studierende mit Erfolg ab.

Weniger Diplom- und Magisterabschlüsse

Die Zahl der klassischen Diplom- und Magisterabschlüsse ging auch 2010 weiter zurück, während Bachelor- und Masterabschlüsse stark zunahmen. So wurden 19 435 Diplom- und 2 884 Magisterprüfungen bestanden. Mit 11 612 hat sich dagegen die Zahl der Bachelorabschlüsse gegenüber der Vorperiode etwa verdoppelt. Die Zahl der erfolgreichen Masterstudierenden ist von 2 163 auf 3 113 deutlich gestiegen (+43,9 Prozent).

Der Bologna-Prozess zeigt seine Auswirkung

Wie weit die Einführung einer gestuften Studienstruktur mit Bachelor- und Masterstudiengängen im Rahmen des Bologna-Prozesses inzwischen fortgeschritten ist, zeigt ein mittelfristiger Vergleich aller erfolgreichen Abschlüsse ohne Promotionen. Im Prüfungsjahr 2005 wurden von den Prüfungsämtern in Bayern 1 291 Bachelorabschlüsse gemeldet. Das waren 4,0 Prozent aller damals bestandenen Hochschulprüfungen (ohne Promotionen). Im Prüfungsjahr 2010 lag der Anteil der Bachelorabschlüsse bereits bei 24,4 Prozent. Etwas zeitlich versetzt überschritt dann die Zahl der Masterprüfungen erstmals im Prüfungsjahr 2006 mit 1 305 die Tausendergrenze. Der Anteil dieser Prüfungsart stieg seitdem von 3,9 Prozent auf 6,5 Prozent.

Die Entwicklung der Magisterprüfungen und Diplome

Der Anteil der Magisterprüfungen, die überwiegend Studierende in der Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften ablegen, ist seit 2005 nur von 7,3 Prozent auf 6,1 Prozent zurückgegangen. Diplome, die vor allem noch an Studierende der Gruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Ingenieurwissenschaften verliehen werden, machten 2005 noch 62,8 Prozent aller erfolgreichen Examen aus. 2010 lag dieser Wert nur noch bei 40,8 Prozent. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die gestufte Studienstruktur dazu führt, dass sich die Zahl der Hochschulprüfungen allein durch diese Struktur erhöht. Wenn Absolventinnen und Absolventen von Bachelorstudiengängen darauf aufbauend ein Masterstudium an- und abschließen, werden sie innerhalb von zwei bis drei Jahren zweimal gezählt.

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