Schärferes Tempolimit

Bald nur noch Tempo 50 auf der Haunstetter Straße in Augsburg

Symbolbild. Ein Blick auf die Haunstetter Straße. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Lärmkarten und Bürger-Umfragen zeigen: Der Augsburger Straßenverkehr ist zu laut. Um das zu ändern, will die Stadt Augsburg verschiedene Maßnahmen ergreifen. Unter anderem soll die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Haunstetter Straße von 60 auf 50 Kilometer pro Stunde reduziert werden.

Die Umsetzung der Maßnahme kann jedoch erst erfolgen, wenn die Ampelanlage ausgetauscht ist. Denn diese kann nicht ohne weiteres an eine reduzierte Geschwindigkeit angepasst werden. Die Modernisierung der Ampeln ist ab Mitte 2018 schrittweise geplant. Darüber hinaus soll bei Straßenarbeiten, die ohnehin anfallen, der Einbau eines lärmarmen Asphaltes geprüft werden.

Reiner Erben: Die Lärmbelastung hat zugenommen

„Lärm ist ein Umweltproblem, von dem mehr als die Hälfte der Bevölkerung betroffen ist. Insbesondere können zu hohe Lärmbelastungen gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. Obwohl die negativen Auswirkungen einer zu hohen Lärmbelastung bekannt sind, hat diese vor allem in den großen Städten und Ballungs-Räumen ständig zugenommen“, beschreibt Umweltreferent Reiner Erben die Situation. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Union mit der Umgebungslärm-Richtlinie Vorschriften zur systematischen Erfassung von Lärmbelastungen erlassen. Seit 2008 ist die Stadt Augsburg daher verpflichtet, einen Lärmaktionsplan zu erstellen.

Drei ruhige Bereiche im Stadtgebiet Augsburg

Die erste Fortschreibung des Lärmaktionsplanes für die Stadt Augsburg ist bereits abgeschlossen. Er beinhaltet die Erfassung der Ist-Situation, den Schutz ruhiger Gebiete sowie Maßnahmen zur Lärmreduktion in stark lärmbelasteten Bereichen. Im fortgeschriebenen Lärmaktionsplan für Augsburg wird ersichtlich, dass im Stadtgebiet insgesamt drei ruhige Bereiche im Stadtrand-Bereich und zehn relativ ruhige Gebiete ermittelt wurden. Bei den ruhigen Bereichen handelt es sich um die Lechauen in der Firnhaberau, den Siebentischpark und den Bereich Kuhsee. Zu den relativ ruhigen Bereichen zählen unter anderem der Elias-Holl-Platz, der Fronhof/Hofgarten sowie verschiedene Friedhofsareale.

Relativ ruhige Gebiete in der Innenstadt sollen geschützt werden

Nach wie vor zeigen Lärmkarten und Bürger-Umfragen, dass der Straßenverkehr die Hauptlärmquelle im Stadtgebiet darstellt. Aufgrund des relativ dichten Straßennetzes in Stadtgebiet, seien wirklich ruhige Gebiete daher nur im Stadtrandbereich zu finden. „Trotzdem ist es wichtig, gerade die relativ ruhigen Gebiete in der Innenstadt, die im Verhältnis zu ihrer Umgebung deutlich leiser sind, zu schützen. Sie sind für die Kurzzeiterholung besonders wichtig“, so der Umweltreferent. Auf dieser Grundlage basiert die Planung, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Haunstetter Straße zu reduzieren.

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Die Umsetzung der Maßnahme kann jedoch erst erfolgen, wenn die Ampelanlage ausgetauscht ist. Denn diese kann nicht ohne weiteres an eine reduzierte Geschwindigkeit angepasst werden. Die Modernisierung der Ampeln ist ab Mitte 2018 schrittweise geplant. Darüber hinaus soll bei Straßenarbeiten, die ohnehin anfallen, der Einbau eines lärmarmen Asphaltes geprüft werden.

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