ÖPNV

AVV erhöht Ticketpreise für Bus und Tram

Die jährliche Tarifanpassung im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV) liegt für 2020 bei 4,9 Prozent. Nach der Aussetzung am 1. Januar erfolgt am 1. Juli die Umsetzung. Was das für die Nutzer bedeutet.

Bereits Mitte 2019 haben die Aufgabenträger des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbundes (AVV) entschieden, die zum 01. Januar 2020 vorgesehene Tariferhöhung erst zum 01. Juli 2020 umzusetzen. Die hierfür berechneten Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen betragen rund 2 Millionen Euro und werden von der öffentlichen Hand übernommen. Denn die Einführung der kostenlosen City-Zone, deren Kosten die Stadt Augsburg trägt, sollte nicht mit einer generellen Erhöhung der Tarife einhergehen, sondern alle Fahrgäste sollten für sechs Monate von einer Preissteigerung entlastet werden.

Hauptkostenfaktoren bei den AVV-Verkehrsunternehmen

Seit 2016 werden die Tarifanpassungen im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund jährlich zum 1. Januar mit einem index-basierten Verfahren berechnet. Dabei richtet sich die Anpassung nach der Entwicklung der Hauptkostenfaktoren bei den AVV-Verkehrsunternehmen, die nach objektiven Preisindices des statistischen Bundesamtes ermittelt werden: Material, Fahrzeuge und Treibstoffe.

„Personalkosten sind der größte Kostenblock"

Bei der Tarifanpassung 2020 schlagen besonders die Ausgaben in den Bereichen Personal sowie die Strom- und Dieselpreise zu Buche. Die Personalkosten sind um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, der Strompreis um 8,0 Prozent und der Dieselpreis um 12,0 Prozent. „Die Personalkosten sind der größte Kostenblock und fallen daher bei der Berechnung der Tariferhöhung stärker ins Gewicht als die Energiekosten“, erklärt AVV Geschäftsführer Andreas Mayr.

Gleichmäßige Verteilung der Tariferhöhung

Die Tariferhöhung werde in diesem Jahr gleichmäßig auf alle Ticketpreise umgelegt. Das Einzelticket für die Kurzstrecke kostet beispielsweise ab 1. Juli 1,60 Euro, das Tagesticket Innenraum 7,10 Euro, das Mobil-Abo Gesamtraum monatlich 99,50 Euro oder das Mobil-Abo 9 Uhr Innenraum 31,50 Euro im Monat. „Die Einführung des 365-Euro-Tickets im AVV wird zum 1. August 2021 angestrebt, wenn die noch offenen Fragen der Finanzierungssicherheit durch die Aufgabenträger geklärt sind“, lenkt Mayr den Blick auf die Einführung des geplanten, neuen Angebotes im AVV.

Schwierige Situation in Corona-Zeiten

Die Corona-Pandemie hat zu drastischen Fahrgast- und Einnahmerückgängen geführt, die wiederum das auszugleichende Defizit in den nächsten Jahren erhöhen werden. Gleichzeitig mussten nicht geplante, hohe Investitionen für den Schutz der Gesundheit von Fahrern sowie und Fahrgästen getätigt werden.

„Finanzielle Belastung für die kommenden Jahre noch nicht absehbar“

„Nicht zuletzt sind die Belastungen der Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg, Dillingen an der Donau Donau und der Stadt Augsburg, die als Aufgabenträger den AVV finanzieren, durch die Pandemie in vielen Bereichen massiv gestiegen und die daraus resultierenden finanziellen Belastungen für die kommenden Jahre sind derzeit noch nicht absehbar“, skizziert Landrat Martin Sailer die schwierigen Rahmenbedingungen.

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Seit 2016 werden die Tarifanpassungen im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund jährlich zum 1. Januar mit einem index-basierten Verfahren berechnet. Dabei richtet sich die Anpassung nach der Entwicklung der Hauptkostenfaktoren bei den AVV-Verkehrsunternehmen, die nach objektiven Preisindices des statistischen Bundesamtes ermittelt werden: Material, Fahrzeuge und Treibstoffe.

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Die Tariferhöhung werde in diesem Jahr gleichmäßig auf alle Ticketpreise umgelegt. Das Einzelticket für die Kurzstrecke kostet beispielsweise ab 1. Juli 1,60 Euro, das Tagesticket Innenraum 7,10 Euro, das Mobil-Abo Gesamtraum monatlich 99,50 Euro oder das Mobil-Abo 9 Uhr Innenraum 31,50 Euro im Monat. „Die Einführung des 365-Euro-Tickets im AVV wird zum 1. August 2021 angestrebt, wenn die noch offenen Fragen der Finanzierungssicherheit durch die Aufgabenträger geklärt sind“, lenkt Mayr den Blick auf die Einführung des geplanten, neuen Angebotes im AVV.

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